28.02.2007 - 5.2 Bürgerantrag: Verbesserung der Verkehr- und Par...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 28.02.2007
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:08
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- 31 Zentrales Bürgeramt
- Bearbeitung:
- Iris Schünadel
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Vinnbruch vom Amt des Oberbürgermeisters erklärt mit einigen Worten,
wie es zu diesem Empfehlungsbeschluss gekommen ist.
Vor Tagung des Beschwerdeausschusses am 24.01.2007, in dem dieser Antrag
diskutiert wurde, haben sich einige Mitglieder des Beschwerdeausschusses vor
Ort informiert und ein Bild von der Situation gemacht.
So wurde festgestellt, dass die Lärmbelästigung an dieser Stelle sehr
auffällig sei, darüber hinaus die dortige Wohnqualität nicht besonders hoch
sei.
Um den Anwohnern eine Lärmentlastung zu ermöglichen, wurden verschiedene
Möglichkeiten diskutiert. Unter Anderem wurde die Ausweitung der bereits
bestehenden
30 km/h-Zone bis an den Rand der Wohnbebauung vorgeschlagen. Dies könne
vor allem mit geringen Mitteln bewerkstelligt werden und ferner zum Ziel der
damit beabsichtigten Lärmentlastung für die Anwohner führen. Außerdem gehe man
davon aus, dass die Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer für diese Veränderung sehr
wohl gegeben sei, da der Beginn der Wohnbebauung für die Autofahrer sichtbar
ist.
Dies sei das Ergebnis der Ortsbesichtigung gewesen und entsprechend im
Empfehlungsbeschluss des Beschwerdeausschusses mit eingeflossen. Die Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl wird nunmehr gebeten, sich diesem Beschluss anzuschließen.
Herr Wölm teilt dazu mit, dass sich die Delsterner Straße in der
Vergangenheit bereits wesentlich zum Vorteil verändert habe. Weitergehende
Maßnahmen und Wünsche wurden zudem von Herrn Reike vom Amt für öffentliche
Sicherheit, Verkehr und Personenstandswesen in einem Punktekatalog
abgearbeitet, sodass bis zum heutigen Tage aus Sicht der Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl kein neuer Handlungsbedarf bestand. Ob dies für die Zukunft
ebenfalls dem derzeitigen Sachstand entspreche, müsse heute wiederholt erörtert
werden.
Herr Wölm eröffnet die Diskussion an der sich Frau Ellner, die Herren
Dahme, Springiewicz, Grzeschista, Neuhaus und von der Verwaltung Herr Reike sowie
Herr Laber beteiligen.
Man ist auch gegenwärtig der Auffassung, dass durch eine Ausweitung der
30 km/h-Zone eher das Gegenteil erreicht werde. Der Autofahrer könne
insbesondere das, worum es eigentlich gehe, nämlich im Bereich vor der Schule
langsam zu fahren, nicht mehr wahrnehmen. Zudem könne eine Garantie dafür, dass
in einer 30 km/h-Zone auch entsprechend gefahren wird, nicht gegeben werden, insbesondere
weil eine absolute Kontrolle nicht erfolgen kann.
Herr Springiewicz möchte wissen, ob das richtungweisende Hinweisschild
für den
LKW-Verkehr bereits am Volmeabstieg montiert wurde. Diese Maßnahme werde
ebenfalls für eine Entkräftung des Problems sorgen.
Herr Reike teilt dazu mit, dass er unabhängig von der Entscheidung des
Beschwerdeausschusses die beteiligten Stellen angehört habe. Nahezu alle
Stellungnahmen lägen vor. Was die Tempo-30-Zone betreffe, so erkläre selbst die
Polizei, dass eine solche Maßnahme aus den bereits genannten Gründen nicht
sinnvoll sei, da sich die Ausweitung bis in den Bereich der Gewerbebetriebe
hinzöge. Auch entsprechen die Behauptungen, dass dort zu schnell gefahren
werde, nicht der Wahrheit. Städtische Messungen haben gezeigt, dass sich 87 %
der Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeit halten. Dies sei ein guter Wert.
Darüber hinaus habe Herr Reike in Auftrag gegeben zu prüfen, wo zumindest
Markierungssperrflächen aufgebracht werden können. Hier habe es in der
Verkehrsbesprechung seitens der Straßenbahn Widerspruch gegeben, zumal diese
Markierung überfahren werden könne und demnach keinen Sinn ergebe.
So wie es bisher aussehe, und wenn alle Stellungnahmen vorliegen, werde
Herr Reike nicht gegen den Willen der beteiligten Stellen etwas anordnen,
sodass der jetzige Ist-Zustand voraussichtlich beibehalten werde.
Die Anbringung des Schildes am Volmeabstieg sei bereits vor einiger Zeit
angeordnet worden. Da dies bis heute nicht geschehen sei, werde Herr Reike den
Landesbetrieb entsprechend erinnern.
Herr Laber vom Fachbereich für Grünanlagen und Straßenbetrieb teilt mit,
dass aus Sicht des Straßenbetriebes die Straße verkehrssicher sei und
Anregungen der dortigen Bevölkerung regelmäßig nachgearbeitet würden. Aufgrund
des geringen Verkehrsaufkommens an dieser Stelle, sei das Lärmempfinden für
einen vorbeifahrenden LKW besonders hoch, wo hingegen man bei einer viel
befahrenen Straße durch den ständigen Geräuschpegel den Lärm als unerheblicher
empfände.
Weiterer Diskussionsbedarf besteht nicht. Herr Wölm lässt über den
Empfehlungsbeschluss abstimmen.
Beschluss:
Die Tempo 30-Zone wird bis zum Ende bzw. Anfang der geschlossenen
Wohnbebauung ausgeweitet und eine Markierung aufgebracht, durch die die
Begrenzung der Geschwindigkeit deutlich wird. Zudem wird die Verwaltung
beauftragt ergänzend zu prüfen, ob Einbauten zur Verengung der Fahrbahn möglich
sind.
