30.01.2007 - 6.2 Eduard-Müller-KrematoriumBarrierefreier Zugang
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Di., 30.01.2007
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Holger Klinkmann
Wortprotokoll
An der folgenden Diskussion beteiligen sich Frau Priester-Büdenbender,
Frau Ellner sowie die Herren Neuhaus, Wölm, Schulz (SPD), Schulz (REP), Dr.
Preuß,
Springiewicz, Dr. Lemme und von der Verwaltung Frau Teubner-Treese vom
Bauordnungsamt, Herr Klinkmann vom Fachbereich für Immobilien, Wohnen und
Sonderprojekte sowie Herr Rosga von der Gebäudewirtschaft der Stadt Hagen.
Herr Wölm gibt zu Bedenken, dass im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum
im September diesen Jahres, das Vorhaben, fall beschlossen, mitten im Umbau
stehen werde.
Herr Neuhaus teilt im Namen der CDU-Fraktion mit, dass diese, zum
angegebenen Bauvolumen nicht zustimmen werde. Dem Beschluss zufolge, eine
kostengünstigere Alternative darzustellen, konnte nicht verwirklicht werden.
Herr Klinkmann teilt dazu mit, dass die von der Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl vorgestellte Wegeführung aufgrund der Neigungsverhältnisse nicht
möglich sei. Zudem tangiere dieser Zugang Bereiche des Krematoriums, die
zunächst saniert werden müssen. Aus Sicht der Verwaltung soll die Variante 2 beschlossen
werden. Die dort angegebene Kostenschätzung könnte bei einer Ausschreibung
möglicherweise günstiger ausfallen.
Teilweise ist man der Auffassung, dass eine kostengünstigere Lösung möglich,
diese aber nicht favorisiert wird. Aufgrund der hohen Kosten wird die Vorlage
von vielen abgelehnt.
Herr Klinkmann macht deutlich, dass man als öffentlicher Auftraggeber an
entsprechende Vorschriften gehalten ist und bittet dahingehend um Verständnis.
Auf die Frage, ob eine Möglichkeit gesehen werde, bei den
Sanierungskosten Einsparungen vorzunehmen, welche dann als ein Teil für einen
behinderten gerechten Zugang einfließen könnten, erklärt Herr Klinkmann, dass
eine solche Umschichtung der Mittel nicht möglich sei.
Hier müsse offensiv im Rahmen der Vorlage „Programm zur Sanierung
städtischer Gebäude“ vorgegangen werden. Das heißt, dass im Hinblick auf
das 100-jährige Jubiläum als auch der Tatsache, dass das Gebäude tatsächlich
schlecht für behinderte Menschen erreichbar ist, nochmals ein Prüfauftrag, der
beinhaltet, beide Vorhaben miteinander zu verbinden, an die Verwaltung gegeben
werden. Zudem müsse der Rat der Stadt Hagen gebeten werden, die Maßnahme
Sanierung und Anbau eines behindertengerechten Zuganges zuzustimmen.
Herr Wölm macht deutlich, dass die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl den Zugang
will und möchte wissen, ob in den Kosten der vorgestellten Lösungsvarianten
auch Kosten für die Sanierung enthalten sind.
Herr Rosga teilt mit, dass sich beide Punkte miteinander verbinden, da
bei welcher Variante auch immer, das bestehende Objekt Krematorium angegriffen
werden müsse.
Somit seien in beiden Größenordnungen Anteile enthalten, die an dieser
rechten Wand entstehen würden. Der Zustand der Wand könne bei einem geplanten
Anbau aufgrund der Feuchtigkeitsschäden nicht so bleiben.
Es wurde im Vorfeld Kontakt mit Experten aufgenommen, die sich bereits an
anderer Stelle mit dem gleichen Problem beschäftigt haben – wie ein
historisches Gebäude barrierefrei erschlossen werden könne. Gespräche mit
diesen Experten ließen Ideen erkennen, wie beide Probleme, Sanierung und
barrierefreier Zugang, im Zusammenhang gelöst werden könnten.
Herr Neuhaus formuliert einen Beschlussvorschlag, der von Herrn Wölm
inhaltlich übernommen und verlesen wird.
Herr Dr. Preuß ist grundsätzlich für den Beschlussvorschlag, hält aber
die nochmalige zusätzliche Einbringung einer Kostenreduzierung für notwendig.
Vermutlich könnten durch kreative Lösungen andere zulässige Lösungen definiert
werden, deren Kostenrahmen geringer ausfalle.
Herr Wölm stellt erneut einen Beschlussvorschlag vor und lässt darüber
abstimmen.
Beschluss:
1. Der Bericht der
Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
2. Die Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl empfiehlt dem Rat, aufgrund des diesjährigen
100jährigen Jubiläums des
Eduard-Müller-Krematoriums, die erforderlichen Mittel für den
behindertengerechten Zugang im Zusammenhang mit der Vorlage 1078/2006
„Programm zur Sanierung der städtischen Gebäude“ in den
Wirtschaftsplan 2007 der GWH einzustellen.
3. Die
Verwaltung wird beauftragt, eine preiswertere Lösung zu untersuchen und
anzustreben.
4. Die
Verwaltung wird aufgefordert, so wie in der Vorlage beschrieben, ernsthaft alle
möglichen Fördermittel zu beantragen und in Anspruch zu nehmen. Diese
Bemühungen sind der Bezirksvertretung Eilpe-Dahl in der April-Sitzung
vorzustellen.
