13.02.2007 - 2 Integrationskonzept für die Stadt Hagen

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Becker  stellt voran, es gehe in dieser Vorlage zunächst um den Auftakt und die Strukturierung einer Diskussion. Insofern sei alles, was über den Beschlussvorschlag hinaus genannt wurde, als Beispiel zu sehen und erhebe nicht etwa den Anspruch, bereits das Konzept zu sein.

Vom Prozess her solle es eine Integrationskonferenz geben, um mit den genannten Selbstorganisationen auszutauschen, welche Erwartungen von dort an ein solches Integrationskonzept gestellt werden.

Ansonsten seien im Beschlussvorschlag einige konkrete Punkte genannt, die entweder schon laufen oder fortgeführt werden sollen.

 

Herr Hartmann  wundert sich, dass diese Vorlage überhaupt heute hier im KWA auftaucht, da dieses Gremium nicht in der Beratungsfolge vorgesehen sei. Insofern sei fraglich, ob man heute einen Beschluss herbeiführen müsse.  Wenn dies aber erforderlich sei, möchte er wissen, ob die im Beschlussvorschlag genannten Kosten von 25.000 Euro und zweimal 15.000 Euro gedeckt seien und wenn ja, wodurch.   

 

Herr Becker  antwortet, die Beteiligung des KWA sei innerhalb der Beratungsfolge gewünscht worden. Die Deckung der Kosten sei gegeben, da alle Beträge in der Verwendung für die Sparkassenspende vorgesehen seien.

 

Frau Kramps informiert, der Rat habe in seiner Sitzung vom 14.12.2006 beschlossen,   den KWA und weitere Gremien zusätzlich an dieser Vorlage zu beteiligen.

 

Herr Jobst möchte wissen, ob zu dem „Rucksackprojekt“ bereits Erfahrungen vorliegen.

 

Dazu berichtet Herr Becker, es sei in den Gruppen, in denen dieses Projekt schon durchgeführt wurde, tatsächlich ein nachweisbarer Fortschritt im Sprachstand der Kinder und auch der beteiligten Mütter festzustellen.

 

Frau Kramps berichtet über einen Kindergarten in  Eckesey, der die Teilnahme an diesem Projekt abgelehnt habe, weil zu wenige Mütter und Kinder freiwillig teilnehmen wollten. Sie findet es schade, wenn diese angebotenen Hilfen letztendlich nicht bei den Betroffenen ankommen.

 

Zu diesem speziellen Fall kann Herr Becker im Moment nichts sagen und verweist auf den RAA.

 

Frau Suda  hat eine Frage zur Weiterführung und zu den Kosten der Integrationskurse bei der VHS, die von Herrn Becker beantwortet wird.

 

Herr Klessa hält den in der Vorlage verwendeten Begriff „Deutsch als Zweitsprache“ für nicht tauglich. Er vertritt die Auffassung,  Menschen, die in diesem Lande dauerhaft leben wollen, müßten auch in der Lage sein, sich in deutscher Sprache zu verständigen. Daher sollte Deutsch  eher die „Erstsprache“ sein.

 

Dazu antwortet Herr Becker, es sei eine Tatsache, dass viele Familien nichtdeutscher  Herkunft eben nicht mit ihren Kindern Deutsch sprechen, insofern seien andere Konzepte erforderlich, um gerade diese Kinder zu erreichen.

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Beschluss:

1.      Die Verwaltung wird beauftragt, das Integrationskonzept so wie in der Vorlage beschrieben unter Beteiligung der Migranten und gesellschaftlicher Gruppen zu entwickeln. Hierzu wird im Frühjahr 2007 eine Integrationskonferenz durchgeführt.

2.      Die folgenden bereits laufenden bzw. kurzfristigen Maßnahmen werden im Jahre 2007 fortgeführt:

-          Fortführung der „Rucksack“ Sprachförderprogramme mit einem Zuschussbedarf von 25.000 €.

-          Fortführung der Komm-In Maßnahme durch Aufstockung des VHS-Budgets um 15.000 € (Teilfinanzierung).

-          Durchführung von zusätzlichen 630 Stunden Sprachförderkursen für Zielgruppen, die nicht durch die Integrationskurse erreicht werden(Kosten: 15.000 €).

-          Die VHS wird beauftragt, im Rahmen der vorhandenen Mittel Fortbildungen zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz für städtische Mitarbeiter / -innen anzubieten.

Zur Finanzierung der o.g. Maßnahmen werden vorhandene Mittel der Spar-kassenspende eingesetzt.

3.      Das Integrationskonzept wird dem Rat bis Ende 2007 zur Beschlussfassung vorgelegt.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

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