24.01.2007 - 9 Integrationskonzept für die Stadt Hagen

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Strüwer sagt ein paar einleitende Worte zu der Vorlage.

 

Herr Gebauer bedankt sich für die ausführliche Vorlage. Als Akteur in diesem Bereich möchte er jedoch darauf hinweisen, dass im Bereich Integration und Migration eine stetige Entwicklung stattfinde. Im Themenfeld “Migrationsberatung der freien Träger” sei das Diakonische Werk zitiert worden, dass  sich die Migrationsberatung bezogen auf die Landesförderung verändern werde. Dies sei inzwischen vollzogen. Alle Tätigkeiten, die aus dem Land heraus finanziert würden, seien in eine Integrationsagentur eingebunden.

Die Tätigkeiten dürften nur noch von der Integrationsagentur durchgeführt werden.

Das hieße, dass Personen, die sich über drei Jahre in der Bundesrepublik aufhielten, keine Beratungsstelle mehr fänden. All das, was die Verbände jetzt anböten, sei aus Eigenmitteln finanziert.

Das Landesprojekt “Komm IN NRW” sei ein sehr gutes Beispiel einer funktionierenden Vernetzung aller in diesem Bereich Tätigen. 

Er hielte die Entwicklung eines Integrationskonzeptes für Hagen für erstrebenswert. Er glaube jedoch nicht, dass das bis zum Ende des Jahres zu schaffen sei. Wenn man  anpeile, zum Ende des Jahres einen Zwischenbericht zu präsentieren, halte er das für ein realistisches Ziel.

 

Herr Steuber hält den Hinweis auf das Landesprojekt “Komm IN NRW” für wichtig. Er wünsche sich, dass dieses Projekt weitergehe und in eine regelhafte Organisationsform überführt werden könne.

Die Verwaltung habe den gesamten Auftrag so verstanden, dass er als Prozess angelegt sein solle. Impulse sollten ein Workshop am 10.03.07 und eine geplante Integrationskonferenz sein.

 

Herr Strüwer erklärt, ihm sei beim Lesen der Vorlage aufgefallen, dass es die angesprochenen Maßnahmen in Hagen schon gegeben habe. Diese würden jetzt aus einer Sparkassenspende fortgeführt würden. Wenn man die aufgeführten Maßnahmen mit Kontinuität betreiben wolle, koste das viel Geld. Wenn die Integrationsarbeit ein Schwerpunkt in Hagen sein solle, müsse man sehen, wie man das finanziell geschultert bekomme.

 

Herr Schledorn ist der Meinung, dass die Stadt diese Aufgabe aus Gründen der Zukunftsfähigkeit durchführen müsse.

 

Herr Decker schließt sich den Ausführungen seines Vorredners an. Er betont, dass seines Erachtens Integration bei der Sprache anfange Insbesondere bei Kindern sei das Erlernen der deutschen Sprache ein ganz wichtiger Beitrag zur Integration.   

 

Herr Fischer möchte darauf aufmerksam machen, dass auch konkret im Offenen Ganztag ganz viel Integrationsarbeit geschehe. Er hält es für sinnvoll, diejenigen, die schon in den Integrationsprozess eingebunden sind, zu bitten, bei ihren Landsleuten, die zurückhaltend auf die Angebote reagieren, Überzeugungsarbeit zu leisten.   

 

Herr Dücker ist der Meinung, dass nicht alles mit Geld zu leisten sei. Er regt an, die Kraft der schon integrierten Migranten zu nutzen. In diesem Zusammenhang sei auch die Kulturarbeit sehr bedeutsam und könne einen wichtigen Beitrag besonders in den gefährdeten Stadtteilen leisten.

 

 

Herr Steuber erkärt abschließend, dass die Verwaltung den Auftrag vom Rat für ein umfassendes Integrationskonzept erst vor wenigen Monaten erhalten habe.

In der Vorlage habe man sich aufgrund des knappen Zeitrahmens darauf beschränkt, den möglichen Weg und die Methode des Integrationsprozesses zu beschreiben.

Er hält die Anregung für wesentlich, über gelungene Integrationserfolge neue Wege zu beschreiten. Es sei eine Aufgabe, herauszustellen, wieviel Integration in diesem Land erfolgreich gestaltet worden sei.

 

Herr Strüwer stellt den Beschlussvorschlag in allen Punkten zusammen zur Abstimmung.

 

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Beschluss:

 

1.      Die Verwaltung wird beauftragt, das Integrationskonzept so wie in der Vorlage beschrieben unter Beteiligung der Migranten und gesellschaftlicher Gruppen zu entwickeln. Hierzu wird im Frühjahr 2007 eine Integrationskonferenz durchgeführt.

2.      Die folgenden bereits laufenden bzw. kurzfristigen Maßnahmen werden im Jahre 2007 fortgeführt:

-          Fortführung der “Rucksack” Sprachförderprogramme mit einem Zuschussbedarf von 25.000 €.

-          Fortführung der Komm-In Maßnahme durch Aufstockung des VHS-Budgets um 15.000 € (Teilfinanzierung).

-          Durchführung von zusätzlichen 630 Stunden Sprachförderkursen für Zielgruppen, die nicht durch die Integrationskurse erreicht werden(Kosten: 15.000 €).

-          Die VHS wird beauftragt, im Rahmen der vorhandenen Mittel Fortbildungen zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz für städtische Mitarbeiter / -innen anzubieten.

Zur Finanzierung der o.g. Maßnahmen werden vorhandene Mittel der Spar-kassenspende eingesetzt.

3.      Das Integrationskonzept wird dem Rat bis Ende 2007 zur Beschlussfassung vorgelegt.

 

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Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 Einstimmig abgelehnt

 

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

 Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

 Ohne Beschlussfassung

 

 Zur Kenntnis genommen

 

      

 

Dafür:

      

Dagegen:

      

Enthaltungen: