31.01.2007 - 7.3 Programm zur Sanierung der städtischen Gebäudeh...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.3
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 31.01.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Holger Klinkmann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Klinkmann erläutert den Vorlauf der Verwaltungsvorlage. Die
städtischen Gebäude seien in den letzten Jahren nicht in der erforderlichen
Weise unterhalten worden, um die Substanz der Immobilien zu erhalten. Die GWH
habe einen Instandsetzungsstau in Höhe von ca. 89 Mio. € ermittelt. Dies
sei nicht kurzfristig zu bewältigen. Der Rat der Stadt Hagen habe daher im
Dezember ein abgestuftes Programm zur Sanierung beschlossen, für das Jahr 2007
habe der Rat 15 Mio. € für die dringendsten Maßnahmen an städtischen
Gebäuden zur Verfügung gestellt. Für die Jahre 2008 ff. seien noch einmal 40
Mio. € zur Verfügung gestellt worden. Die einzelnen Maßnahmen seien in
der Vorlage dargestellt. Der Sport- und Freizeitausschuss habe in seiner
gestrigen Sitzung mit einer Änderung beschlossen. Für die Kampfbahn Boelerheide
soll in 2007 ein Ansatz in Höhe von 200.000,00 € für dringende Maßnahmen
im Sanitärbereich eingesetzt werden. Der Ansatz für 2008 sei somit auf
400.000,00 € festzusetzen. Die Kompensation für 2007 soll aus dem Ansatz
des Kirchenbergstadions erfolgen, somit ergebe sich für das Kirchenbergstadion
für das Jahr 2007 ein Ansatz in Höhe von 470.000,00 € und für 2008 ein
Ansatz in Höhe von 200.000,00 €.
Herr Buschkühl fragt, ob Brandschutzmaßnahmen etc. am ehemaligen
Gymnasium in der Gumprechtstraße angesichts der völlig ungewissen Zukunft des
Gebäudes überhaupt sinnvoll seien.
Herr Rosga gibt Herrn Buschkühl Recht. GWH und Schulverwaltung hätten
versucht, in Anbetracht der begrenzten Nutzungsdauer des Gebäudes auf die
Bauordnungsbehörde einzuwirken, auf weitreichende Maßnahmen zu verzichten. Die
Bauordnungsbehörde sei nicht bereit gewesen, grundsätzlich auf Maßnahmen zu
verzichten, jedoch werde nunmehr lediglich ein Bruchteil der nötigen Maßnahmen
durchgeführt, um eine sicheren und legalen Schulbetrieb für die Kaufmannschule
II gewährleisten zu können.
Herr Dr. Schmidt hält es ebenfalls für unsinnig, in die Schule in der
Gumprechtstraße viel Geld zu investieren. Allerdings seien immer wieder
Ratsmitglieder dagewesen, die ihm, Herrn Kortmann und Herrn Rosga vorgeworfen
hätten, sie würden unsichere Schulen zulassen. Angesichts des Brandes in
Düsseldorf seinerzeit sei die Bauordnungsbehörde überhaupt nicht mehr mutig,
sondern halte sich äußerst eng an gesetzliche Vorgaben, auch wenn der Sinn
angezweifelt werden könne. Wie man sich auch entscheide, sei das Ergebnis in
einer Hinsicht immer falsch.
Herr Leisten fragt, ob es sich bei der Reduzierung der Mittel für das
Kirchenbergstadion lediglich um eine zeitliche Verschiebung handele und die
Gesamtsumme gewährleistet bleibe.
Herr Klinkmann bestätigt dies.
Herr Strüwer meint, das treffe nur dann ein, wenn sich der Rat dem Votum
des SFA anschließe. In dem Gesamtpaket seien viele Ausgaben geplant, wobei er
nicht sicher sei, dass diese Summen auch tatsächlich in voller Höhe abfließen
würden. Er frage, ob es nicht naheliegender sei, in diesem Gesamtkonzept nach
einer größeren Maßnahme zu gucken, die in diesem Jahr nicht abgewickelt würde,
um dann aus dieser die Maßnahme für Boele zu finanzieren. Die Maßnahme
Kirchenberg, die vom Umfang her in einem Zug realisiert werden könnte, könne
dann auch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Er frage, ob hier nicht
eine Möglichkeit gesehen werden könne, im Rat zu einer einvernehmlichen Lösung
zu kommen, ohne willkürlich eine realisierbare Maßnahme herauszugreifen und
nach hinten zu verschieben.
Herr Eschenbach bedankt sich bei der Verwaltung für die Vorlage und geht
auf das immer noch im Raum stehende Schulkarussell in Hohenlimburg ein und
wünscht sich für eine der nächsten Sitzungen nähere Informationen über die
Zukunft der Hohenlimburger Schulen wie Kaufmannsschule, Schule in der
Gasstraße, Gumprechtstraße oder Pestalozzischule.
Herr Buschkühl lobt die Verwaltung bezüglich der Schule in der
Gumprechtstraße für den verantwortlichen Umgang mit Steuermitteln.
Herr Reinke fragt zur Filiale der Karl-Ernst-Osthaus-Schule in der
Berchumer Straße, ob die in der BV Hohenlimburg beschlossenen Maßnahmen mit in
die in der Vorlage aufgeführten Maßnahmen eingeflossen seien, wobei es ihm
insbesondere um den Sonnenschutz gehe. Im Rahmen der Schulbereisung sei
zugesagt worden, diesen weiterzuführen.
Herr Rosga antwortet, die Sonnenschutzmaßnahmen würden fortgeführt,
gehörten jedoch nicht in den hier vorgestellten Maßnahmenkatalog.
Herr Klinkmann vermutet, dass die zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe
von insgesamt 15 Mio. € in 2007 nicht in voller Höhe abfließen werden.
Die Frist für die Durchführung der Maßnahmen sei der 31.03.2008, wobei
berücksichtigt worden sei, dass vom Jahr 2007 schon einige Wochen verstrichen
seien. Aber sobald die politische Legitimation vorliege, müsse das Geld zur
Verfügung stehen, um die notwendigen Aufträge vergeben zu können. Es sei
schwierig, im Einzelnen festzulegen, bei welcher Maßnahme das Geld nicht
vollständig abfließen werde, daher könne es zu Problemen führen, wenn man
pauschal sage, es werde schon einen Posten geben, bei dem die 200.000,00
€ zu kompensieren seien. Die vorliegende Vorlage beschäftige sich
zunächst mit dem Jahr 2007 und die aufgeführten Maßnahmen bezögen sich nur auf
Objekte, die langfristig im Besitz der Stadt Hagen bleiben sollen. Die Punkte
seien mit den zuständigen Hausherrenämtern abgestimmt. Wenn das Paket für das
Jahr 2008 geplant werde, werde man sich intensiv mit der Frage beschäftigen
müssen, ob Objekte dabei seien, von denen man sich trennen wolle.
Herr Leisten schlägt vor, die Verwaltung möge prüfen, ob die für Boele
erforderlichen 200.000,00 € einem anderen Bereich entnommen werden
könnten, aus welchem das Geld in 2007 voraussichtlich nicht abfließen werde.
Dann könnte die in Hohenlimburg erforderliche Maßnahme, die auch im Ganzen
abgearbeitet werden könnte, in 2007 durchgeführt werden.
Herr Strüwer fragt ob es möglich sei, für das Kirchenbergstadion eine
Ausschreibung und Vergabe für die Gesamtmaßnahme vorzunehmen, um
sicherzustellen, dass auch diese verschobenen 200.000,00 € nicht im
Folgejahr gestrichen werden.
Herr Arnusch sieht die Angelegenheit ähnlich wie Herr Leisten. Für
Hohenlimburg sei es wichtig, dass die 670.000,00 € in voller Höhe
stehenblieben. Man wisse nicht, was nächstes Jahr sei. In Hohenlimburg habe man
genug Ruinen, man benötige auch in Zukunft einwandfreie Sportstätten.
Herr Dr. Schmidt empfiehlt, den Beschlussvorschlag um einen Zusatz zu
ergänzen.
Daraufhin ergeht folgender
Beschluss:
1. Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
2. Die für das Jahr 2007 vorgesehenen und in der
Anlage zur Begründung aufgeführten
Maßnahmen im Volumen von 5.783.000 Euro und 8.949.000 Euro, insgesamt
also
14.732.000 Euro, sind unverzüglich umzusetzen und spätestens bis zum
31.03.2008
abzuwickeln.
Ergänzung:
Die Bezirksvertretung Hohenlimburg
beschließt, dass die Maßnahme Kirchenberg-Stadion mit einem Volumen in Höhe von
670.000,00 € bis zum Frühjahr 2008 vollständig durchzuführen ist.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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109,3 kB
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