05.12.2006 - 8 Zuschüsse für Kindertageseinrichtungen in kirch...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 05.12.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Schmidt erläutert
die Hintergründe der Vorlage aus Sicht der Verwaltung.
Man stünde unter einem politischen Beschluss, in der
Kindergartenbedarfsplanung und deren Kosten einen Betrag in Höhe von 1,2
Millionen einzusparen. Weiterhin gebe es einen Ratsbeschluss, die
Kindergartenbedarfsplanung auf einem Level von einer
90 %igen Bedarfsdeckung. Es lägen nunmehr Anmeldungen vor, die weit über
die 90% hinausgingen. Im Bereich der U 3 – Betreuung sollten in den
nächsten Jahren 1,5 Millionen Euro ausgegeben werden. Das Land habe vorgegeben,
bei allen 4-jährigen Kindern eine Sprachstandserhebung durchzuführen. Er
erwarte, dass dies dazu führe, dass mehr Eltern ihre Kinder im Kindergarten
anmeldeten.
Er kündigt an, dass folgende Punkte vorgeschlagen werden sollen:
-
die
Heidestraße mit zwei Gruppen als Ganztageseinrichtung bei deutlicher Mietreduktion
weiterzuführen,
-
in der
Lützowstraße bei der evangelischen Kirche eine dritte Gruppe ein Jahr weiterzufördern,
- in Altenhagen den Beschluss,
die Einrichtung zu schließen, mit dem
Träger erneut
zu diskutieren und
fortzuführen,
-
den
Kindergarten Franzstraße mit mindestens zwei Gruppen fortzuführen,
-
die
Einrichtung am Jungfernbruch weiterzuführen, weil die Möglichkeit der Sanierung
bestehe.
Herr Strüwer erläutert die
Hintergründe, die zu diesen Vorschlägen geführt haben.
Neue Erhebungen hätten zu einer anderen Diskussionsbasis im politischen
Raum geführt. Die gemachten Vorschläge müssten jetzt in der nächsten Woche im
Ausschuss beraten und endgültig entschieden werden.
Herr Reinke beauftragt die
Verwaltung, auch für den Kindergarten in Holthausen eine Lösung zu suchen.
Herr Fischer bittet um die
Zahlen, wieviel Plätze wieviel angemeldeten Kindern gegenüberstünden. Bei der
Anzahl der angemeldeten Kinder sollte deutlich werden, ob es Doppelanmeldungen
gebe. Auf die Nachfrage von Frau Haack, ob sich die Anmeldezahlen auf das
laufende oder das nächste Kindergartenjahr beziehen solle, teilt Herr Fischer
mit, dass das nächste Kindergartenjahr relevant sei.
Frau Haack informiert
darüber, dass aufgrund der laufenden Beratungen das Anmeldeverfahren für das
kommende Jahr gestoppt worden sei. Es stünden im Moment nur Wartelisten zur
Verfügung.
Dr. Schmidt weist darauf
hin, dass die Problematik vielschichtig sei. Noch nicht alle Anmeldungen lägen
vor. In Einzelfällen gebe es 4-5fache Anmeldungen. Das Konzept basiere auf
einer gewissen Puffersituation.
Herr Gebauer bittet die
Verwaltung, die Eventualität des Abbaus einer großen altersgemischten Gruppe in
die neue Vorlage einzubauen.
Herr Dr. Schmidt macht
deutlich, dass es einen ständigen Austausch mit der Schulverwaltung über den
Stand Offene Ganztagsschule geben. Er könne nicht garantieren, dass die
Maßnahmen pünktlich fertiggestellt würden. Auf die Frage von Herrn Gebauer nach
der Planungssicherheit kann Herr Dr. Schmidt nur antworten, dass es eine solche
im Moment nicht gebe.
Frau Burghardt möchte auf
folgende Problematik aufmerksam machen, dass Eltern es nicht wünschten, dass
ihre Kinder schon im Kindergartenjahr 2007/2008 schon in eine offene
Ganztagsschule überführt werden.
Herr Dr. Schmidt macht
deutlich, dass hier wiederum eine verfehlte Landespolitik zugrundeliege.
Herr Fischer berichtet
über positive Erfahrungen mit dem offenen Ganztag. Man sei auch bereit über
16.00 Uhr hinaus Betreuung durchzuführen, wenn entsprechende Rahmenbedingungen
geschaffen werden könnten.
Herr Strüwer nimmt nochmal
Bezug auf den Antrag von Herrn Reinke. Er habe diesen so verstanden, dass die
Situation in Holthausen durchleuchtet werden solle. Seitens der Verwaltung
sollten folgende Daten erhoben werden: “Wieviele Kinder im Alter von 3-6
Jahren leben in Holthausen? Wieviel Kinder sind derzeit im Kindergarten?
Wieviel Kinder gibt es im Alter von 0-1, 1-2 und 2-3 Jahren?”
Auf Basis dieser erhärteten Zahlen solle dann ein
Alternativvorschlag erarbeitet werden,
um den Erhalt des Holthausener Kindergartens sicherzustellen.
Auf Nachfrage von Herrn Dücker erklärt Herr Strüwer, dass wenn
gewünscht, neben dem Kirchenkreis auch mit der Elterninitiative gesprochen
werde.
Auf Nachfrage von Herrn Fischer informiert Herr Strüwer darüber,
dass am Mittwoch, dem 13.12.06 um 14.30 Uhr der Unterausschuss Jugendhilfeplanung
in nichtöffentlicher Sitzung und um 16.00 Uhr der Jugendhilfeausschuss in
öffentlicher Sitzung über dieses Thema erneut beraten werden.
