02.11.2006 - 4 Perfluorierte organische Tenside (PFT) im Trink...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Es wird kein Verwaltungsvortrag zu dieser Vorlage gewünscht.

Frau Priester-Büdenbender fragt an, welche Maßnahmen bis zum nächsten Sommer, in dem dann wieder Spitzenwerte zu erwarten sind, geplant werden.

Herr Warmeling geht zunächst auf die -als Tischvorlage- von Herrn Böhm, Gesundheitsamt, zur Verfügung gestellte Auswertung und Zusammenstellung ein. Zunächst erscheint diese Zusammenstellung beruhigend. Herr Warmeling spricht einen Stau an, der bezüglich der Messungen und Erfahrungen zu verzeichnen ist, da nur ein Institut entsprechende Messungen vornimmt. Insofern fragt er nach, welche Erfahrungen bereits vorliegen, die auch bei der zu erwartenden Konzentration im August nächsten Jahres entsprechende Rückschlüsse geben könnten.

Herr Böhm vom Gesundheitsamt bestätigt aufgrund der Werte, die in diesen Sommermonaten gewonnen worden sind, den Trend, dass in trockenen Monaten die PFT-Belastung im Trinkwasser steigt. Die Entwicklung im Winter bleibt abzuwarten. Unter Umständen ist mit Überraschungen zu rechnen, insbesondere da das Schmelzwasser aus dem Hochsauerlandkreis zufließt.

Auf die Nachfragen von Frau Priester-Büdenbender und Herrn Warmeling, welche Maßnahmen gegen die entsprechenden Überschreitungen getroffen werden können, führt Herr Böhm aus, dass leider keine Erfahrungswerte vorliegen und ggf. langfristige Maßnahmen anzudenken sind. Er schildert eine Maßnahme mit dem Einbau eines Aktivkohlefilters in Neheim-Hüsten, die aufgrund einer hohen Belastung für die Herstellung von Säuglingsnahrung getroffen wurde.

An der weiteren Diskussion beteiligen sich Herr Flack, Frau Kuschel-Eisermann, Frau Neuhaus, Herr Pieper, Herr Warmeling, Herr Grzeschista, Herr Breddermann, Herr Prof. Dr. Ullrich, Herr Schledorn und Herr Böhm.

Es wird festgehalten, dass die Vorlage zur Kenntnis genommen wird und Bedarf bezüglich laufender weiterer Informationen im nächsten Jahr besteht.

Herr Böhm bekräftigt, dass, da das aktuelle Wissen leider sehr begrenzt ist, der  Bedarf an weiteren Informationen andauern wird. Die Problematik, die im Hochsauerlandkreis aufgrund der -mit krimineller Energie- auf die landwirtschaftlichen Flächen gebrachten Bioabfälle mit hochgradiger PFT-Belastung verursacht worden ist, wird auch durch die zu erwartenden Sanierungen der landwirtschaftlichen Flächen und auch durch entsprechendes Ausbaggern nicht gelöst werden können. PFT senkt sich nicht ab, sondern kommt in gelöster Form vor. Auch aus der Möhne ist bereits eine entsprechende PFT-Belastung in Richtung Hagen unterwegs.

Einheitlich wird darauf hingewiesen, dass es wichtig für Hagen ist, eine kleine Talsperre als Reserve für unsere Trinkwasserversorgung zu erhalten. Dieses ist insbesondere für die Kommunalpolitiker eine wichtige kommunale Aufgabe, die sich nicht delegieren lässt.

Angesprochen wurde auch, Kontakt zu den Nachbarstädten zu suchen, so insbesondere mit den Anliegern die -von der Möhne aus gesehen- vor uns liegen. Auch eventuell existierende Frühwarnsysteme über den Ruhrverband wurden angesprochen, sowie auch die Berücksichtigung der Werte, die über

Mark E zu erfahren sind. Herr Böhm bestätigt insofern den Kontakt zu den Behörden des Hochsauerlandkreises, des Märkischen Kreises und der Stadt Dortmund. Er berichtet auch von einer wöchentlichen Beprobung des Trinkwassers durch Mark E. Zudem ist aktuell auch das Hygieneinstitut in Gelsenkirchen, mithin nicht  nur das Institut in Karlsruhe involviert.

 

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Beschluss:

Der Umweltausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?TOLFDNR=43342&selfaction=print