25.10.2006 - 6.7 Stadtweite Einführung der haushaltsnahen Papier...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.7
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 25.10.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Sabine Garmann
Wortprotokoll
An der folgenden Diskussion beteiligen sich Frau
Priester-Büdenbender, Frau Ellner sowie die Herren Dr. Preuß, Dr. Lemme,
Springiewicz, Schulz (REP), Dahme, Neuhaus, Grzeschista, Wölm und von der
Verwaltung Herr Dr. Bleicher, Leiter des Vorstandsbereiches 4 sowie Herr Sasse von
der Hagener Entsorgungsbetrieb GmbH.
Herr Dr. Preuß teilt mit, dass seine Fraktion
grundsätzlich dafür sei. Er hält jedoch den angegebenen Leerungszeitraum von
einem Monat als zu lang bemessen. Dies habe sich bei dem Pilotversuch in Emst
gezeigt, wo die Nutzer aufgrund ihrer bereits vollen Tonne doch die allgemeinen
Papiercontainer aufsuchen mussten.
Weiterhin regt Herr Dr. Preuß an, für den dann in
Anspruch genommenen Service eine geringe Gebühr zu erheben.
Herr Springiewicz glaubt, dass der zurzeit angegebene
erhöhte Prozentsatz für die Abfallgebühren nicht beibehalten werde, sondern zu
gegebener Zeit erneut angehoben werde. Aus diesem Grunde solle die Möglichkeit
für alle geschaffen werden, weiterhin ihr Altpapier an den öffentlichen
Papiercontainern entsorgen zu können.
Herr Schulz (REP) schließt sich der Meinung
seines Vorredners an.
Herr Dahme stellt die Notwendigkeit einer
Erhöhung der Müllgebühren in Frage. Laut einer in der Vorlage angegebenen
Berechnung sei erkennbar, dass sich die Kosten einer stadtweiten haushaltsnahen
Papiertonne um 7,00 Euro pro Tonne reduzieren. Trotzdem sei von einer, wenn
auch nur geringen Erhöhung der Müllgebühren die Rede.
Weitere Meinungen geben zwar grundsätzlich ihre
Zustimmung in dieser Angelegenheit wieder, soweit dies auf freiwilliger Basis
eingeführt werde.
Herr Dr. Preuß erklärt sich mit einer
Sozialisierung dann einverstanden, wenn nicht nur die Mehrkosten sondern auch
mögliche Erlöse in die Müllgebühren mit einfließen.
Herr Dr. Bleicher erklärt, dass der HEB nach dem
Kommunalen Abgabengesetz (KAG) verpflichtet sei, sowohl die Kosten als auch die
Erlöse in die Gebührenkalkulation mit einzubeziehen.
Zudem sei damit ein ökologischer Aspekt gegeben,
da Anreize zur Verwertung geschaffen werden.
Herr Sasse kommt zunächst auf den in der Vorlage
angeführten Systemvergleich zu sprechen. Danach sei erkennbar, dass die
haushaltsnahe Papiertonne im Vergleich zu den Depotcontainern günstiger sei.
Dieser Effekt werde mit Steigung der Erlöse über die Marktpreise größer, sodass
damit auch eine Senkung der Müllgebühren erreicht werden kann.
Ein weiteres Kriterium für die Einführung der
haushaltsnahen Papiertonne sei der Unterhaltungsaufwand für die Depotcontainer
für Reinigungs- und Standplatzkosten.
Aus den von Herrn Springiewicz bereits genannten
Gründen schlägt er die Einführung der haushaltsnahen Papiertonne auf
freiwilliger Basis – ohne eine Umlegung der daraus entstehenden Kosten
auf die allgemeinen Müllgebühren – als Beschlussvorschlag vor.
Herr Wölm verweist auf den Wortbeitrag des Herrn
Dr. Bleicher und erklärt darüber hinaus, dass es dem HEB nicht möglich ist, mit
diesem Vorhaben in Vorkasse zu treten und lässt über den Verwaltungsvorschlag
wie folgt abstimmen:
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen
folgenden Beschluss zu fassen:
Der Rat der Stadt Hagen beschließt
das von der HEB GmbH vorgeschlagene Sammelkonzept für die haushaltsnahe
Erfassung von Altpapier, das als Anlage Gegenstand der Niederschrift ist.
Beschlussverfolgung: Termin: 30.11.2007
Anlagen zur Vorlage
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