28.09.2006 - 5.11 100 Einfamilienhausgrundstücke - erste Vermarkt...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.11
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 28.09.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Demnitz berichtet über die Beschlussfassung der
vorberatenden Gremien und stellt den Beschlussvorschlag der SPD-Fraktion vor,
der als Anlage 6 Gegenstand der
Niederschrift ist.
Auf Nachfrage von Herrn Oberbürgermeister
Demnitz, erklärt Herr Jochen Weber, dass sich der zusätzliche
Beschlussvorschlag der SPD aus der Diskussion des Haupt- und Finanzausschusses
ergeben habe. Die ergänzende Beschlussfassung des Stadtentwicklungsausschusses,
dass die Berücksichtigung von Familien mit Kindern auch für Alleinerziehende gelte,
sei in dem eingebrachten Antrag der SPD-Fraktion enthalten, so dass dieser der
Weitestgehende ist.
Herr Riechel signalisiert die Zustimmung seiner Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, obwohl
diese die Vorgehensweise für nicht richtig halte. In der Vorlage werde nicht
eindeutig nachgewiesen, dass der erforderliche Bedarf vorhanden sei. Bestehende
Flächen werden seiner Auffassung nach nicht ausgenutzt. Die Sicherung der
jetzigen Bestandsquartiere sei dadurch in Frage gestellt. Bündnis 90/ Die
Grünen werden dennoch einer Beschlussfassung zustimmen, weil es ausschließlich
um Verdichtung und Arrangierung gehe, welche im Vorfeld mitgetragen worden
sind. Zukünftig werde seine Fraktion allerdings bei Neuausweisungen dagegen
stimmen. Den vorgebrachten Bedingungen der SPD-Fraktion stehe seine Fraktion
positiv gegenüber.
Herr Oberste-Berghaus teilt mit, dass die FDP-Fraktion dem
Beschlussvorschlag zustimmen werde. Ergänzend bezieht sich Herr
Oberste-Berghaus auf den stattgefunden Architekten- und Baukulturkongress
in Hagen. Es sei dabei deutlich geworden, wie wichtig für die Stadtentwicklung
die Baukultur im Allgemeinen und im Besonderen ist. Die FDP werde diesbezüglich
eine Initiative ins Leben rufen.
Herr Asbeck verdeutlicht, dass das Programm „ 100 Einfamilienhäuser“
eine Zielsetzung enthalte, die sich die beiden großen Parteien schon lange
vorgenommen haben. Der Wohnungsbedarf sei in diesem Bereich noch ganz akut.
Frau Kingreen wirft die Frage nach der Anzahl der aktuell und absehbar leer stehenden
Einfamilienhäuser auf. Es fehle an Prognosen und Informationen, inwieweit der
Bedarf an Einfamilienhäusern tatsächlich vorhanden sei.
Herr Asbeck widerspricht Frau Kingreen dahingehend, dass der
Informationsbedarf in ausreichender Form, unter anderem von
Wohnungsmarktberichten, vorgelegen habe.
Herr Thielmann gesteht Frau Kingreen ein, dass es zwar in Hagen einige leer
stehende Einfamilienhäuser gäbe, diese aber für junge Familien nicht
finanzierbar seien. Darüber hinaus sei die Nachfrage zur Bebauung eines eigenen
Grundstückes recht hoch.
Herr Romberg geht auf den Bevölkerungszuwachs der Nachbargemeinde Breckerfeld ein,
die nach wie vor Baugrundstücke zur Verfügung stelle.
Herr Meier bestätigt, dass aufgrund vorliegender Gutachten der Bedarf an Neubaugebiete
bestehe. Angebot und Nachfrage der bereits leer stehenden Einfamilienhäuser
regle der Markt von sich aus. Ein wichtiger Aspekt bleibe aber auch die Entwicklung des
Innenbereichs mit seinen möglicherweise zukünftig leer stehenden Mehrfamilienhäusern.
Frau Kingreen präzisiert, dass es Ihr nicht darum gehe, das Wohnen in Einfamilienhäusern
zu verhindern. Vielmehr habe Frau Kingreen eine andere Vorstellung der
Stadtentwicklung, damit die Vielfältigkeit des Wohnens gesichert ist. Ein
direkter Vergleich zwischen Hagen und Breckerfeld sei nicht möglich, weil die
Grundstückspreise in Breckerfeld wesentlich günstiger seien.
Herr Oberbürgermeister Demnitz stellt das Einvernehmen des Rates fest, den eingereichten
Beschlussvorschlag der SPD-Fraktion mit dem Zusatz „Die Vorlage wird zur
Kenntnis genommen“ zur Abstimmung zu stellen.
Beschluss:
1. Die
Vorlage wird zur Kenntnis genommen.
2. Die Vermarktung
der Baugrundstücke soll entsprechend ihrer jeweiligen Bebaubarkeit kurzfristig erfolgen. Der Verkauf der
Baugrundstücke erfolgt zu Verkehrswerten.
Im Falle mehrerer Bewerbungen für ein Baugrundstück soll der Verkauf bevorzugt an Familien mit Kindern
erfolgen. Die besondere Berücksichtigung der Familien mit
Kindern erstreckt sich auch auf Alleinerziehende
mit Kindern.
3. Der Verkauf erfolgt
ausschließlich für den Eigenbedarf. Durch eine Bauverpflichtung
mit einer Befristung von 2 Jahren ist die Realisierung der Bebauung zu sichern.
4. Die Verwaltung wird im März 2007 über den Vermarktungserfolg und die weitere Entwicklung berichten.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
58,8 kB
|
