28.09.2006 - 5.11 100 Einfamilienhausgrundstücke - erste Vermarkt...

Beschluss:
geändert beschlossen
Reduzieren

Wortprotokoll

Herr Oberbürgermeister Demnitz berichtet über die Beschlussfassung der vorberatenden Gremien und stellt den Beschlussvorschlag der SPD-Fraktion vor, der als Anlage 6 Gegenstand der Niederschrift ist.

 

Auf Nachfrage von Herrn Oberbürgermeister Demnitz, erklärt Herr Jochen Weber, dass sich der zusätzliche Beschlussvorschlag der SPD aus der Diskussion des Haupt- und Finanzausschusses ergeben habe. Die ergänzende Beschlussfassung des Stadtentwicklungsausschusses, dass die Berücksichtigung von Familien mit Kindern auch für Alleinerziehende gelte, sei in dem eingebrachten Antrag der SPD-Fraktion enthalten, so dass dieser der Weitestgehende ist.

 

Herr Riechel signalisiert die Zustimmung seiner Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, obwohl diese die Vorgehensweise für nicht richtig halte. In der Vorlage werde nicht eindeutig nachgewiesen, dass der erforderliche Bedarf vorhanden sei. Bestehende Flächen werden seiner Auffassung nach nicht ausgenutzt. Die Sicherung der jetzigen Bestandsquartiere sei dadurch in Frage gestellt. Bündnis 90/ Die Grünen werden dennoch einer Beschlussfassung zustimmen, weil es ausschließlich um Verdichtung und Arrangierung gehe, welche im Vorfeld mitgetragen worden sind. Zukünftig werde seine Fraktion allerdings bei Neuausweisungen dagegen stimmen. Den vorgebrachten Bedingungen der SPD-Fraktion stehe seine Fraktion positiv gegenüber.

 

Herr Oberste-Berghaus teilt mit, dass die FDP-Fraktion dem Beschlussvorschlag zustimmen werde. Ergänzend bezieht sich Herr Oberste-Berghaus auf den stattgefunden Architekten- und Baukulturkongress in Hagen. Es sei dabei deutlich geworden, wie wichtig für die Stadtentwicklung die Baukultur im Allgemeinen und im Besonderen ist. Die FDP werde diesbezüglich eine Initiative ins Leben rufen.

 

Herr Asbeck verdeutlicht, dass das Programm „ 100 Einfamilienhäuser“ eine Zielsetzung enthalte, die sich die beiden großen Parteien schon lange vorgenommen haben. Der Wohnungsbedarf sei in diesem Bereich noch ganz akut.

 

Frau Kingreen wirft die Frage nach der Anzahl der aktuell und absehbar leer stehenden Einfamilienhäuser auf. Es fehle an Prognosen und Informationen, inwieweit der Bedarf an Einfamilienhäusern tatsächlich vorhanden sei.

 

Herr Asbeck widerspricht Frau Kingreen dahingehend, dass der Informationsbedarf in ausreichender Form, unter anderem von Wohnungsmarktberichten, vorgelegen habe.

 

Herr Thielmann gesteht Frau Kingreen ein, dass es zwar in Hagen einige leer stehende Einfamilienhäuser gäbe, diese aber für junge Familien nicht finanzierbar seien. Darüber hinaus sei die Nachfrage zur Bebauung eines eigenen Grundstückes recht hoch.

 

Herr Romberg geht auf den Bevölkerungszuwachs der Nachbargemeinde Breckerfeld ein, die nach wie vor Baugrundstücke zur Verfügung stelle.

 

 

 

 

Herr Meier bestätigt, dass aufgrund vorliegender Gutachten der Bedarf an Neubaugebiete bestehe. Angebot und Nachfrage der bereits leer stehenden Einfamilienhäuser regle der Markt von sich aus. Ein wichtiger Aspekt  bleibe aber auch die Entwicklung des Innenbereichs mit seinen möglicherweise zukünftig leer stehenden Mehrfamilienhäusern.

 

Frau Kingreen präzisiert, dass es Ihr nicht darum gehe, das Wohnen in Einfamilienhäusern zu verhindern. Vielmehr habe Frau Kingreen eine andere Vorstellung der Stadtentwicklung, damit die Vielfältigkeit des Wohnens gesichert ist. Ein direkter Vergleich zwischen Hagen und Breckerfeld sei nicht möglich, weil die Grundstückspreise in Breckerfeld wesentlich günstiger seien.

 

Herr Oberbürgermeister Demnitz stellt das Einvernehmen des Rates fest, den eingereichten Beschlussvorschlag der SPD-Fraktion mit dem Zusatz „Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen“ zur Abstimmung zu stellen.

 

 

Reduzieren

Beschluss:

 

1.         Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

2.         Die Vermarktung der Baugrundstücke soll entsprechend ihrer jeweiligen         Bebaubarkeit kurzfristig erfolgen. Der Verkauf der Baugrundstücke erfolgt zu       Verkehrswerten. Im Falle mehrerer Bewerbungen für ein Baugrundstück soll der   Verkauf bevorzugt an Familien mit Kindern erfolgen. Die besondere             Berücksichtigung der Familien mit Kindern erstreckt sich auch auf       Alleinerziehende mit Kindern.

 

3.         Der Verkauf erfolgt ausschließlich für den Eigenbedarf. Durch eine      Bauverpflichtung mit einer Befristung von 2 Jahren ist die Realisierung der       Bebauung zu sichern.

 

4.         Die Verwaltung wird im März 2007 über den Vermarktungserfolg und die weitere      Entwicklung berichten.

 

Reduzieren

Abstimmungsergebnis:

 

x

 Mit Mehrheit beschlossen

 

Reduzieren

Anlagen