09.08.2006 - 2 Projektförderung "1km² Stadt und eine Brücke" i...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 09.08.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
Wortprotokoll
Herr Jörg weist
vorab darauf hin, die BV-Mitte habe hinsichtlich dieser Vorlage ein Anhörungsrecht,
die Verwaltung werde daher die Vorlage entsprechend anmelden und die Unterlagen
für eine Beratung der BV-Mitte am 22.08.06 zur Verfügung stellen.
Damit ist Herr Glaeser
einverstanden.
Herr Hartmann ist
verwundert, diesen Tagesordnungspunkt
in der heutigen Sitzung vorzufinden.
In einer vergangenen Sitzung
sei gesagt worden, man werde dieses Projekt erst vorgestellt bekommen, wenn die
Finanzierung gesichert sei. In der Vorlage sei aber zu lesen, dass dies nicht
der Fall ist. Dennoch solle man heute über
35.000 Euro entscheiden.
Die CDU-Fraktion würde diesen
Betrag gerne an das Gelingen des Gesamtprojektes koppeln.
In der Vergangenheit habe man
in allen Bereichen der Kultur
Einsparungen beschlossen, er habe Schwierigkeiten, nun einfach für ein
Projekt eine Ausgabe von 35.000 Euro im Vorhinein zu beschließen.
Herr Gerbersmann gibt
zu bedenken, man beschließe heute mit dieser Vorlage erst die künstlerische
Vorstufe des Projektes. Er hält die Umgestaltung der Brücke und die Beteiligung
der Menschen an diesem Projekt in
diesem Stadtteil für eine sehr gute Idee, die auch überregional Resonanz gezeigt habe.
Frau Viehoff verweist zusätzlich darauf, dass sich die Künstlerinnen
bereits seit einem Jahr konzeptionell mit dem Projekt beschäftigen, ohne ein
Anerkennungshonorar zu bekommen.
Zudem
sei bereits eine Reihe von Leuten in dieses Projekt involviert, diese
Aufbruchstimmung könne man aufnehmen und damit arbeiten, auch wenn man noch
nicht absehen könne, ob das Gesamtprojekt umgesetzt werden kann.
Bezüglich
der Gesamtfinanzierung stehen im August die Gespräche mit dem Ministerium an,
es sei auch heute ein Gespräch mit Herrn Scheytt geführt worden, von dort gebe es großes Interesse an diesem Projekt,
man wolle es u.a. neben dem Emil
Schumacher-Museum als Bestandteil der
Kulturhauptstadt 2010 mit aufnehmen.
Das
Projekt, welches man heute zur Entscheidung vorlege, beziehe sich zwar auf die
Gestaltung der Brücke, funktioniere aber auch völlig unabhängig davon.
Man
habe bisher noch nie zuvor einen Stadtteil künstlerisch auf diese Art und Weise
aufgearbeitet. Man könne auch im nächsten Jahr mit den Ergebnissen der Projekte
weiterarbeiten.
Frau Viehoff fügt noch
an, dass die CRII-Mittel bis September 2006 ausgegeben werden müssen, sie seien
für dieses Brückenprojekt reserviert worden. Andernfalls müsse man diese 20.000
Euro an Brüssel zurückgeben.
Herr
Dr. Fischer
hält das vorgestellte Projekt für sehr
spannend. Es wecke durchaus Erwartungen und könne einen im Aufbruch
befindlichen Stadtteil kulturell nach vorne bringen.
Er
merkt an, wenn Frau Viehoff mit Herrn Dr, Scheytt gesprochen
habe, sei es auch wünschenswert gewesen, einmal mit dem Ausschussvorsitzenden
des Gremiums zu sprechen, welches Herrn Dr. Scheytt gewählt habe, das sei
nämlich er selbst. Von daher signalisiert
auch er seine volle Unterstützung.
Es
gebe jedoch zwei Punkte, die ihm in der Vorlage nicht gefallen. Er möchte
wissen, warum nur Frauen befragt wurden und nicht auch Männer. Der andere
Punkt, der ihn sehr störe, sei, dass weitgehend nur von migrierten Bürgern die Rede sei, er frage sich, welche
Rolle den ursprünglichen Einwohnern des Stadtteils zufalle. Dies fehle in dem
Papier und stelle ein Manko dar. Ansonsten findet er das Projekt ganz toll und
die CDU-Fraktion müsse sich angesichts der Tatsache, dass die 20.000 Euro ,
wenn sie nicht ausgegeben werden, wieder nach Brüssel gehen, noch einmal kurz
besprechen.
Auch
Herr Millhoff hält das Projekt für so wichtig, dass es nicht an dieser
Summe scheitern sollte. Es sei ein Aufbruch für Hagen, der dringend gebraucht
werde.
Frau Kramps hält die
künstlerische Aufarbeitung gerade dieses Stadtteils, in dem Menschen aus 82
Nationen leben, für eine große Chance.
Wenn
man die enorme Arbeit sehe und die Chance, die dahinter stecke, seien die
35.000 Euro nicht überzahlt, zumal sie auch nicht gewußt habe, dass das Geld im
Falle der Nichtrealisierung an Brüssel zurückgezahlt werden müsse.
Sie
fragt noch, was es im Einzelnen mit der Sparkassenspende 2004/2005 bzw. 2006
auf sich habe und ob man dies nicht vorher abklären könne.
Herr
Gerbersmann erläutert,
man habe die Formulierung bewußt so gewählt, weil zur Zeit noch nicht ganz
sicher sei, ob die Mittel aus dem Jahr 2004 ausreichen.
Auf
Wunsch der CDU-Fraktion unterbricht Herr Jörg die Sitzung für 5 Minuten.
Herr
Jörg läßt
nach der Unterbrechung über den Beschlußvorschlag der Verwaltung abstimmen.
Beschluss:
Der
Rat der Stadt Hagen beschließt, für die Durchführung des Teilprojektes 1km²
Stadt und eine Brücke im Rahmen des Kunstprojektes Altenhagener Brücke die
erforderlichen Mittel in Höhe von 20.000 aus den Sondermitteln des Projektes
CRII (Cities Regain Identity and Images) zur Verfügung zu stellen sowie aus den
von der Sparkassenspende 2004/2005 nicht abgeflossenen Mittel einen Betrag von
15.000 . Sollten keine Altspendenmittel verfügbar sein, wird auf die
Sparkassenspende 2006 zurückgegriffen.
Die
Maßnahme wird ab 01.09.2006 umgesetzt.
