08.06.2006 - 6.15.1 Aufstellung eines Einzelhandels- und Zentrenkon...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.15.1
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 08.06.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Ulrich Knoche
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr
Grothe
weist darauf hin, dass der Unterschied zur Vorlage unter TOP I.6.15 in einer
Klarstellung im Beschlussvorschlag liegt. Hier wird nun auf den
Konsultationskreis nach dem Dortmunder Modell verwiesen. Zunächst wird das
Konzept durch eine Arbeitsgruppe erarbeitet. Nach Aufstellung des Konzeptes
wird dann ein Konsultationskreis nach Dortmunder Modell - d. h. ohne politische
Vertreter - gebildet.
Herr
Dr. Ramrath regt an, den Beschlussvorschlag dahingehend zu
verändern, dass der Rat am Ende des Prozesses zur Aufstellung eines
Einzelhandelskonzeptes berät. Dies ist aus seiner Sicht eine ganz wichtige
kommunalpolitische Aufgabe, dieses Handlungsfeld zu beraten und zu beschließen.
Darüber hinaus sollte die Beratung auch in den Bezirksvertretungen erfolgen, da
sich das Einzelhandelskonzept nicht nur mit der Struktur im Zentrum, sondern
auch mit der in den Stadtteilen befasst. Hier sind teilweise deutliche
Leerstände zu verzeichnen und es gibt stadtteilschädliche Tendenzen, so dass es
für die Bezirke ebenfalls von großer Bedeutung ist. Er plädiert für eine gesamtstädtische
Zielsetzung.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz schlägt vor, den Beschlussvorschlag im zweiten
Absatz hinter "Die Erstellung des Konzeptes ist bis September 2007
abzuschließen" "und dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen." zu
ergänzen.
Herr
Weber möchte einen weiteren Punkt in den Beschlussvorschlag
mit aufgenommen haben: "Nach Fertigstellung des Konzeptes und
Beschlussfassung im Rat sollte ein Konsultationskreis eingerichtet werden, über
dessen Besetzung dann im Rat zu entscheiden ist." Auf diese Weise möchte
Herr Weber sicherstellen, dass eine Beteiligung der Politik über den
Beschlussvorschlag ausgeschlossen wird.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz fasst die Änderung des Beschlussvorschlages im
dritten Absatz wie folgt zusammen: "Nach Fertigstellung des Konzeptes wird
ein Konsultationskreis eingerichtet. Über die Besetzung entscheidet der
Rat.".
Herr
Asbeck schlägt vor, jetzt nicht zu beschließen, sondern nur
die Bestandserhebung zu beauftragen. Er weist darauf hin, dass der
Beschlussvorschlag insgesamt in seiner Fraktion kontrovers diskutiert worden
ist und bittet, die Entscheidung bis zum Rat zu verschieben.
Herr
Riechel bringt für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zum
Ausdruck, dass der Verwaltungsvorschlag begrüßt wird. Er weist darauf hin, dass
der Konsultationskreis ein Gremium mit lediglich beratender Funktion ist.
Herr
Röspel spricht die Bürobeauftragung für die Konzepterstellung
in Höhe von 67.800 und die Erledigung der Vorarbeiten, die in der Vorlage
genannt werden, an. Ihm sind weder die Ergebnisse der Vorarbeiten noch der
Inhalt der Ausschreibung bekannt, so dass er darum bittet, diese Informationen
vor einer Entscheidung zur Verfügung zu stellen.
Herr
Marscheider stellt die Frage, ob mit der SIHK über eine finanzielle
Beteiligung an dem Konzept gesprochen worden ist.
Herr
Grothe antwortet, dass die SIHK eine finanzielle Beteiligung
mit Hinweis auf die Beteiligung an der Erhebung für das in 1997 vorgesehene
Einzelhandelskonzept ablehnt.
Herr
Dücker schlägt vor, dass die Beratung im
Stadtentwicklungsausschuss abgewartet werden und dann auf Basis dieser Beratung
im Rat beschlossen werden sollte. Auf der anderen Seite plädiert er dafür, dass
die Stadt Hagen zeitnah ihre Vorstellungen für ein regionales
Einzelhandelskonzept einbringt, da dieser Punkt auf der Einladung des
Regionalrates vermerkt ist.
Herr
Grothe unterstützt die Aussage von Herrn Dücker, wonach die
regionale Neuaufstellung des Einzelhandelskonzeptes betrieben wird. Ferner
weist er darauf hin, dass die Stadt Hagen derzeit auch an der Neuaufstellung
des Flächennutzungsplanes arbeitet. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt eine Ergänzung
von Strukturen, keine gänzliche Neuausrichtung. Hierbei ist es jedoch durchaus
möglich, Flächen, die bisher nicht im Hinblick auf Einzelhandel geprüft worden
sind, in die Betrachtung mit aufzunehmen.
Herr
Weber weist darauf hin, dass es sich bei dem
Einzelhandelsgutachten von 1997 lediglich um eine Bestandserfassung gehandelt
hat. Diese Erfassung wurde aus Sicht von Herrn Weber immer als "Totschlagsargument"
herangezogen, wenn Planungen in eine bestimmte Richtung gelenkt werden sollten.
Er plädiert dafür, dass jetzt darauf geachtet wird, eine solide
Bestandserfassung vorzunehmen und ein Konzept entwickeln zu lassen. Dabei hat
die Politik dann die Chance, die Erarbeitung des Konzeptes zu begleiten,
steuernd einzugreifen und die Zielrichtung, wie sich Einzelhandel in den
nächsten Jahrzehnten in Hagen entwickeln soll, mit zu bestimmen. Herr Weber
spricht sich dafür aus, jetzt die Bestandserfassung und die Konzeption zu
beauftragen.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz greift den Vorschlag von Herrn Dücker auf, den
Beschluss jetzt nicht zu fassen, sondern den Fraktionen die Gelegenheit zu
geben, sich erneut zu beraten und bei Bedarf interfraktionell zu verständigen.
Er schlägt vor, die Vorlage bis in den Rat am 22.06.2006 durchlaufen zu lassen
und erst dann eine Entscheidung zu treffen.
Bedenken,
so zu verfahren, bestehen nicht.
Beschluss:
Der Rat der Stadt Hagen beschließt die Erarbeitung
eines gesamtstädtischen Einzelhandelskonzeptes.
Die Erarbeitung des Konzeptes soll durch eine
Arbeitsgruppe begleitet werden, der aus Vertretern /Vertreterinnen der Politik,
SIHK, Einzelhandelsverband und örtlichen Unternehmen besteht.
Die Erstellung des Konzeptes ist bis September 2007
abzuschließen.
Nach Fertigstellung des
Konzeptes wird ein Konsultationskreis nach dem Dortmunder Modell eingerichtet.
