12.09.2024 - 3.5 Ischelandpark, hier: Projektskizze

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Stange bezieht sich mit seiner Frage auf die Übersicht, auf der die Brücke über den Ischelandteich führt. Darauf ist eine Sitzfläche verzeichnet, die zwar am Vormittag schön im Licht steht, am Nachmittag aber im Schatten der Brücke. Er möchte wissen ob geprüft werden könnte, auch eine Sitzfläche auf der anderen Seite zu schaffen, die in der Abendsonne steht.

 

Herr Klepper gibt diesen Auftrag der Verwaltung mit.

 

Herr Treß fragt nach der Bauausführung, die an Fördermittel geknüpft ist. In der Vorlage steht, dass es aber im Moment nur wenige bzw. keine geeigneten Förderprogrammen gibt.

 

Herr Dr. Diepes bestätigt diese Aussage. Die Verwaltung bemüht sich dennoch, bei diesem wie auch bei anderen Projekten, zumindest schon mal einzelne Bestandteile der Planung anzufangen umzusetzen. Bezüglich Förderprogramme spricht sich Herr Dr. Diepes für ein belastbares und politisch beschlossenes Konzept aus, welches eine gewisse Flexibilität innehat, mit dem man nicht ausschließlich in nur ein Förderprogramm passt. In diesem Sinne zweigleisig soll hier verstärkt vorgegangen werden.

 

Herr Özkan fragt, ob der Ischelandteich jetzt saniert wird. Als Anwohner kann er aus eigener Erfahrung berichten, dass der Teich sehr unangenehm riecht, im Sommer geradezu unerträglich. Der Teich ist zudem zugewachsen und voll mit Unrat.

 

Herr Dr. Diepes bestätigt, dass das Geruchsproblem bekannt ist. Der Ischelandpark ist ein stark besuchter und genutzter Raum und soll den Anforderungen der Nutzer angepasst werden, dazu gehört auch eine Sanierung des Teiches. In den nächsten Schritten ist schnellstmöglich zu klären, wie die Sanierung, auch unter ökologischen Gesichtspunkten (auch der Größe), saniert werden kann.

 

Herr Treß fragt, ob man eventuell Regenwasser vom Westfalenbad auffangen und in den angrenzenden Bach ableiten könnte, der in den Ischelandteich mündet, um so der Wasserknappheit entgegenzuwirken.

 

Herr Klepper gibt diese Frage der Verwaltung mit.

 

Herr Voigt berichtet von dem bemerkenswerten Vortrag, den Herr Beilein zu dieser Vorlage im UKM gehalten hat. Herr Beilein hat dafür plädiert, sich als erstes dem

Ischelandteich und danach dem Parkumfeld zu widmen.

 

Herr Keune stimmt dem inhaltlich zu und verweist darauf, dass sich diese Aussage auch mit den vorangegangenen von Herrn Dr. Diepes deckt.

 

Herr Dr. Diepes bekräftigt seine Aussage und verweist auf das Förderprogramm zur Sanierung des Teiches. Auch wenn man sich nach und nach Teilen des Projektes zuwendet, gerät das große Ganze darüber nicht aus dem Blick.

 

Herr König merkt an, dass im Vortrag von Herrn Beilein und auch von Herrn Dr. Diepes von einer Verkleinerung des Ischelandteichs die Rede ist. Herr König stellt im Namen der SPD den Antrag, dass der Teich seine jetzige Größe

beibehält. Der Teich ist ein wichtiger Faktor in Bezug auf die Erholungsqualität im Park und in Altenhagen.

 

Herr Panzer bedankt sich bei Herrn Özcan für seinen Redebeitrag, auch als betroffener Bürger. Herr Panzer weist darauf hin, dass eine Sanierung wohl zwangsläufig auch eine Verkleinerung des Teiches mit sich bringen wird, da der Wasserzufluss auch künftig weiter abnehmen und damit zu einer erneuten Verschlammung und auch Verlandung führen wird. Es ist eine nachhaltige Sanierung anzustreben und nach Alternativen für den Wasserzufluss zu suchen. Eine Möglichkeit wäre die zufließenden Bäche oberirdisch laufen zu lassen, flankierend dazu Wiesen, welche die Bürgerschaft dann als zusätzliche Wiesenfläche nutzen kann. Am Auslauf, wo sich der Steg befindet, sollte ein kleinerer Teich erhalten bleiben, um dort z.B. Bötchen fahren zu lassen. Er gibt wiederholt zu Bedenken, ob eine Sanierung des Teiches in seiner jetzigen Form überhaupt finanzierbar ist.

 

Herr Grzeschista spricht sich mit Nachdruck dafür aus den Ischelandteich in seiner Größe, die er für ideal hält, beizubehalten. Die Population der dort angesiedelten Vogelarten würde sich andernfalls wohl gegen Null reduzieren. Modellbauern, die im unteren Bereich Boote fahren lassen, würde dazu die Fläche fehlen. Der Ischelandteich hat mit seiner Größe und Lage eine sehr gute Pufferfunktion durch Verdunstung im Kleinklima. Herr Grzeschista betont, dass die Zufuhr des Wassers dringend nachhaltig erhöht werden muss, und dass eine Entfernung der Verschlammung natürlich regelmäßig zu erfolgen hat.

 

Herr Rehbein spricht sich auch dafür aus, den Teich so groß wie möglich zu erhalten. Es sollte prioritär jede Möglichkeit geprüft werden dauerhaft mehr Wasser zuzuführen. Sollte es dennoch erforderlich sein den Teich zu verkleinern, muss sich darüber erneut verständigt werden. Es ist wichtig für die Bürger von Altenhagen, den Teich so groß und so schön wie möglich zu erhalten.

 

Herr König schließt sich inhaltlich Herrn Grzeschista an und betont, dass der Teich vom Grundsatz her in seiner bisherigen Größe erhalten werden muss. Ende der 1990er Jahre wurde der Teich das letzte Mal ausgebaggert, mit ein Grund für den jetzigen Zustand. Er plädiert wiederholt dafür, den Beschluss, wie von der SPD beantragt, zu beschließen. Andernfalls sieht er als nächstes den Teich im Stadtgarten in seiner Größe in Gefahr. Jede Wasserfläche hat, gerade im Blick auf den Klimawandel, seine ökologische Funktion.

 

Frau Stiller-Ludwig berichtet von der damaligen Planung für das Westfalenbad. Die Planung beinhaltete die Einleitung von sämtlichem Regenwasser zusammen mit einem Teil sauerstofflosen, stark mineralisierten Grundwasser, was zu Ausfällungen führt, in den Teich. Sie sieht kaum eine andere Möglichkeit wie noch weiter Wasser als Zufluss gewonnen werden könnte.

 

Herr Treß fragt, ob eine Stauung eventuell in Betracht kommt.

 

Frau Masuch stellt den angestrebten Beschluss in Frage und meint, dass eine Protokollierung ausreichend sein sollte und zwar, dass man versuchen sollte, unter Berücksichtigung der vor Ort gegebenen Umstände, den Teich möglichst so groß wie möglich zu erhalten.

Herr König wiederholt, dass in der Vorlage bereits steht, dass der Teich in seiner jetzigen Größe nicht wesentlich verändert wird. Unter dieser Prämisse hat die BV Mitte zugestimmt bzw. ungeändert Kenntnis genommen. Im Widerspruch dazu erklärt jetzt die Verwaltung, dass eine Reduzierung der Fläche planerisch überlegt wird. Aus diesem Grund bittet er erneut über den von der SPD gestellten Antrag abzustimmen.

 

Frau Heuer erklärt die Zustimmung von Bündnis 90/Die Grünen, wenn die Formulierung auf „größtmöglich“ geändert wird.

 

Herr Dr. Diepes nimmt den Wunsch nach Beibehaltung der Größe auf. Es geht in seinen Augen um die Schaffung eines attraktiven, öffentlichen Raums zur Naherholung der Bürgerinnen und Bürger, und fragt, ob dann noch Aufwand und Kosten in angemessener Relation zueinanderstehen werden. Es sei jetzt daran zu schauen, was man konkret gegen den Gestank tun kann und welche Maßnahmen sich da anbieten. Das wird im Gremium besprochen und entschieden werden.

 

Herr Klepper fasst zusammen, dass die Fläche möglichst groß erhalten werden soll.

 

Nach Herrn Treß Ansicht, ist die Formulierung „größtmöglich“ nicht konkret genug und Auslegungssache. Er schlägt vor: „Wenn die Fläche um mehr als 10% verkleinert werden soll, ist die Politik im Vorfeld entsprechend anzuhören.“.

 

Herr Klepper stimmt dem nachdrücklich zu und findet, dass dies eine Selbstverständlichkeit ist.

 

Herr Dr. Diepes bestätigt, dass er die Bemühung um einen größtmöglichen Erhalt der Fläche, d.h. mindestens 90 %, wenn nicht mehr, mitgenommen hat. Es wird untersucht werden, was dies konkret, auch kostentechnisch, bedeutet und darüber wird entschieden werden.

 

Herr Klepper lässt über den Antrag abstimmen: „Die Verwaltung wird aufgefordert, die Teichfläche nicht um mehr als 10 Prozent zu verkleinern. Andernfalls sind die Gremien zu beteiligen.“ Das Gremium ist einverstanden.

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Beschluss:

 

Die Projektskizze der Verwaltung zur Umgestaltung des Ischelandparks wird zur Kenntnis genommen.

 

 

Die Verwaltung wird aufgefordert, die Teichfche nicht um mehr als 10 Prozent zu verkleinern. Andernfalls sind die Gremien zu beteiligen  

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

5

 

 

SPD

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

AfD

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Bürger für Hohenlimburg / Die PARTEI

1

 

 

FDP

1

 

 

Die Linke

1

 

 

HAK

1

 

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

17

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage

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