02.05.2006 - 9 Teiländerung Nr. 65 - Gräwecken - zum FNP der S...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 02.05.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Auf Vorschlag von Herrn
Meilwes wird beschlossen, die Tagesordnungspunkte neun, zehn und elf
gemeinsam zu beraten. Berichterstatterin Frau Roth. Die
Ausgleichsmaßnahmen werden über einen städtebaulichen Vertrag und nicht
grundbuchlich gesichert. Herr Meilwes verweist auf mehrere
Gerichtsurteile die er recherchiert hat, wonach Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
zeitlich unbegrenzt angelegt sein müssen und somit an Grund und Boden zu
koppeln sind und nicht an eine Person. Ferner kritisiert er, dass im
landschaftspflegerischen Begleitplan nicht das Bodenpotential bewertet wurde.
Er zitiert aus einem Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom
16.12.2004 (Az. IV A 11.04). Demnach ist die Leistungs- und Funktionsfähigkeit
des Naturhaushaltes bei der Eingriffsbilanzierung zu bewerten. D.h. neben den
tatsächlichem Zustand der Fläche muss das Entwicklungspotential in die
Berechnungen einfließen. Aus den vorgenannten Gründen bezweifelt er die
Rechtskraft der B-Pläne und empfiehlt, vor diesem Hintergrund die FNP-Änderung,
den B-Plan und die beantragte Befreiung abzulehnen. Unter Beteiligung von Herrn
Dr. Braun und Herrn Meilwes wird diskutiert, ob und wie eine
Bewertung des Bodenpotentials anhand der Hagener Liste möglich ist. Unter
Beteiligung von Herrn Thiel, Herrn Hilker, Herrn Wiemann
wird erörtert, ob ausreichend Kosten für die Umwandlung von Fichtenwald
veranschlagt wurden, was aus Sicht von Herrn Meilwes und Herrn Hilker
nicht der Fall ist. Ferner wird die Artenzusammensetzung der geplanten
Obstwiese kritisiert. Herr Seidel bemängelt, die geplante verkehrliche
Anbindung und Regenentwässerung sowie die Tatsache, dass die Möglichkeit der
Kompensation im Umfeld von Garenfeld nicht genutzt wurden.
