27.04.2006 - 6.17 Haushaltskonsolidierung und Umstrukturierung in...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.17
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 27.04.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:15
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beate Westermann
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Sondermeyer fragt, ob die Gefahr der Leistungsminderung in
der Betreuung besteht. Darüber hinaus möchte er den Begriff des Fachberaters,
der in der Begründung genannt wird, erklärt bekommen.
Herr Steuber antwortet, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher ist, ob es zu
Leistungseinschränkungen kommen wird, da ein Mitarbeiter, der in der
Justizvollzugsanstalt gearbeitet hat, aufgrund von Mittelkürzungen des Landes
dort abgezogen werden musste. Die Stadt Gevelsberg ist an die Stadt Hagen
herangetreten. Da im Rahmen von SGB II eine Integrationshilfe für
SGB-II-Klienten von der Stadt Gevelsberg, im Umfang von rd. 16.000 €,
verlangt wird, kann hier eine Refinanzierung erfolgen.
Fachberater sind diejenigen, die in der
Drogenberatung - auch präventiv - tätig sind. Herr Steuber unterstreicht deutlich,
dass kein Hagener Bürger unbetreut bleiben wird, der in Haft kommt. Lediglich
diejenigen, die in der Justizvollzugsanstalt Hagen einsitzen und nicht Hagener
Bürger sind, können nicht mehr in bisherigem Umfang durch städtisches Personal
betreut werden. Seitens der Justizministerin wurde die Bereitstellung eines
"Topfes" mit rd. 100.000 € für NRW vorgesehen, aus dem man
Mittel nutzen könnte. Damit wird sich der Justizvollzugsanstaltsbeirat in
seiner Sitzung am 28.04.2006 befassen.
Frau Machatschek drückt ihr Bedauern über die Einstellung der
Finanzierung dieser Aufgabe durch das Land aus.
Frau Neuhaus informiert darüber, dass durch diese Maßnahme in der Justizvollzugsanstalt
Hagen nicht die Einweisungsgefangenen betroffen sind, sondern die Untersuchungshaftgefangenen.
Für die Einweisungsgefangenen sind von der Justizvollzugsanstalt eigene
Drogenberater eingestellt worden. Seitens des Beirates wurde ein Brief an die
Ministerin geschrieben. Eine Antwort ist in der vergangenen Woche eingegangen.
Die Ministerin hat beide Schreiben mit einer positiven Stellungnahme nach
Wuppertal weitergeleitet. Ein ablehnender Bescheid liegt von dort bereits vor.
Der Brief der Ministerin ist nach dem Ablehnungsbescheid nach Wuppertal
gegangen. Frau Neuhaus hat in der Sache noch ein Gespräch geführt, aus dem sich
ergeben hat, dass evtl. noch ein offenes Fenster vorhanden ist, über das die
Hagener Partizipation an den rd. 100.000 € noch sichergestellt werden
könnte.
Auf die Frage von Herrn Sondermeyer, ob
der Beschluss vor diesem Hintergrund verschoben werden sollte, antwortet Frau
Neuhaus, dass dies nicht sinnvoll ist. Falls die Justizvollzugsanstalt
wider Erwarten noch Mittel zur Verfügung gestellt bekommt, kann man hier evtl.
mit dem Fachbereich noch verhandeln, das erforderliche Kontingent einzukaufen.
