06.02.2024 - 2.3 Erforderliche Fäll- und Rodungsarbeiten zur Bau...

Reduzieren

Wortprotokoll

Herr König möchte von Herrn Dr. Erpenbach wissen, inwieweit der Standort kurzfristig für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen sei. Eine perspektivische Überlegung wirke sich auch auf die Entscheidung über die Baumfällungen aus.

 

Herr Dr. Erpenbach führt aus, der Standort sei in der Vergangenheit der Favorit als Standort für die Errichtung eines Containerdorfes gewesen. Das Grundstück sei nun allerdings nicht im geplanten Zeitrahmen nutzbar zu machen. Die Fällungen seien dennoch erforderlich, um die Altlasten sondieren und die weitere Nutzbarkeit für ein Containerdorf überprüfen zu können. Der neue favorisierte Standort für die Container sei der Stadionparkplatz in Hohenlimburg. Man werde weitere Informationen voraussichtlich in der kommenden Sitzung der BV-Hohenlimburg präsentieren können.

Für eine zweite Anlage seien weitere zwei Standorte in der Prüfung. Die Natorpstraße 40 sei allerdings weiterhin an dritter Stelle der Prioritätenliste. Man gehe derzeit nicht davon aus, dass man ihn nutzen werde, müsse aufgrund der unsicheren Lage allerdings die Vorarbeiten vornehmen.

 

Herr Reh bekräftigt aus Sicht seiner Fraktion, dass eine proaktive Baumfällung nicht gewünscht sei. Sei der Standort für die Unterbringung unabdingbar, solle bei den Vorbereitungen mit einer gebotenen Vorsicht agiert werden.

 

Herr Voigt kritisiert die steigende Zahl an Mitteilungen, bei der sich die Politik nicht aktiv beteiligen könne. Man habe sich eine Beschlussvorlage gewünscht, welche in der Regel ausführlichere Begründungen und Ausführungen liefere. Dies fordere man auch für zukünftige Vorlagen.

 

Herr Dr. Erpenbach erklärt, dass es sich um einen Beschluss des Krisenstabs handele, für den keine politische Beratungen, ferner auch keine Beschlussvorlagen vorgesehen seien. Die Einschätzung, dass der Standort in Zukunft gebraucht werden könnte, bliebe bestehen. Deshalb seien die beschlossenen Vorbereitungen zu treffen.

 

Frau Selter teilt mit, dass der Naturschutzbeirat sich stark gegen die Fällung der Bäume ausspreche. Sie habe sich selbst ein Bild vor Ort gemacht, welches viele mächtige Bäume gezeigt hätte. Ungeachtet des optischen Erscheinungsbildes seien einige große Bäume erhaltenswert und könnten bei Vorliegen einer konkreten Planung aus den Fällarbeiten ausgenommen werden. Sie habe durch Gespräche mit einer Mitarbeiterin der Stadt Hagen erfahren, dass eine nicht zu unterschätzende kontaminierte Auffüllung von zehn Metern vorliege. Darunter befinde sich anstehender Fels, der stadteinwärts abfalle. Im Falle eines konkreten Bauvorhabens sei es an der Stelle aus geologischer Sicht schwierig, zu gründen. Eine Fällung im Vorfeld einer viel Zeit in Anspruch nehmenden Planung sei daher nicht nötig und voreilig.

 

Herr Dr. Erpenbach entgegnet, es gebe eine zwischen dem Umweltamt und dem WBH abgestimmte Planung. Auf Grundlage dieser habe man versucht, möglichst viele Bäume zu erhalten. Der Wunsch des Rates, die Bestandsgebäude zurückzubauen und die Fläche zu sanieren existiere schon lange. Im Zuge der dieses Jahr anstehenden Befassung mit dem Grundstück sei der Standort in die Diskussion der möglichen Container-Plätze geraten. Perspektivisch solle die Fläche ohnehin entwickelt werden, die endgültige Nutzung sei allerdings noch unklar.

 

Herr Klepper führt aus, man wolle nicht die Entscheidungen des Krisenstabs hinterfragen. Dieser habe in der Vergangenheit zu aller Zufriedenheit agiert. Man müsse die Sporthallen im Sinne der dort untergebrachten geflüchteten Menschen sowie der Schulkinder möglichst schnell wiederherrichten. Aus der Vorlage gehe nicht hervor, dass es sich um eine Entscheidung des Krisenstabs handele. Ein dahingehender Hinweis hätte die Diskussion verhindert. Man sei weiterhin daran interessiert, geeignete Standorte für eine angemessene Unterbringung der geflüchteten Menschen zu finden und die Sporthallen wieder den Schulkindern und Sportlern zur Verfügung zu stellen.

 

 

Reduzieren

 

Reduzieren

Anlagen zur Vorlage