26.04.2006 - 6.8 Krematorium Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.8
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 26.04.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
0285/2006 Krematorium Hagen
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 67 Fachbereich Grünanlagen-Straßenbetrieb
- Bearbeitung:
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Zillner vom Fachbereich Grünanlagen und Straßenbetrieb erklärt zunächst,
dass aufgrund der Entscheidung der Finanzbehörde, auch kommunalbetriebene
Krematorien als Betriebe gewerblicher Art zu sehen sind und damit entprechend
steuerpflichtig werden.
Aufgrund der Konkurrenzsituation zu den Krematorien in Hamm, Werl und Lüdenscheid
seien seitens der Verwaltung Überlegungen angestrengt worden, in welcher Form
das hiesige Krematorium nunmehr wirtschaftlich betrieben werden könne.
Bei einer derzeitigen Auslastung von ca. 3000 Verbrennungen pro Jahr, ist
von einer Annäherung an den kritischen Wert von 2200 Verbrennungen keinesfalls
auszugehen.
Zudem seien bereits in der Vergangenheit durch personelle Veränderungen
Kosten gesenkt worden, um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben.
Sobald die notwendigen Modernisierungsarbeiten durchgeführt wurden,
können weitere Kosteneinsparungen geltend gemacht werden, welche sich dann auf
die Einäscherungs-
gebühren auswirken werden. Dies wird insbesondere den personellen Bereich
als auch den Bereich der laufenden Unterhaltung betreffen.
Darüber hinaus werde vorgeschlagen, den Betrieb gewerblicher Art in der
Regie der Stadt Hagen weiterzuführen, sodass der Gewinn im vollen Umfang der
Stadt Hagen und damit den Bürgern zur Verfügung stehe.
Herr Wölm bedankt sich bei Herr Zillner und eröffnet die Diskussion.
Herr Springiewicz zweifelt aufgrund der Schätzungen in der Vorlage an
einer kosten-
deckenden Führung des Krematoriums durch die Stadt Hagen.
Andererseits wird die Meinung vertreten, dass sowohl aufgrund der
Einrichtung “Ruhe Forst” als auch die allgemeine Tendenz zur
Verbrennung bei der Auswahl der Bestattungen, die Zahl der Kremierungen
ansteigen werde.
Beschluss:
Die Weiterführung des Krematoriums als Betrieb
gewerblicher Art in Eigenregie des Fachbereichs Grünanlagen und Straßenbetrieb
sowie der Neubau einer Ofenlinie einschließlich Abgasreinigung und
–kühlung werden beschlossen. Die Verwaltung wird beauftragt, die
notwendigen Maßnahmen einzuleiten.
Die Weiterführung des Krematoriums als Betrieb
gewerblicher Art in Eigenregie des Fachbereichs Grünanlagen und Straßenbetrieb
erfolgt sofort. Mit dem Neubau einer Ofenlinie einschließlich Abgasreinigung
und –kühlung soll am 22.05.2006 begonnen werden.
