12.09.2023 - 5.1 Planetenmodell Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 12.09.2023
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:01
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
0547/2023 Planetenmodell Hagen
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB60 - Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen
- Bearbeitung:
- Jutta Beuth
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Borchert möchte gerne die dargestellten Kosten des Ausbaus und der Beschichtung der Platten in Höhe von 179.000 Euro einzeln dargestellt haben. Erst danach könne die Politik entscheiden, ob ein Ausbau und die Beschichtung der Platten und damit die weitere Unterhaltung des Planetenmodells erstrebenswert seien. Alternativ müsse man sich nur für einen Ausbau entscheiden und damit die Sanierung des Planetenmodells ablehnen.
Frau Soddemann sagt eine Beantwortung dieser Frage durch den Wirtschaftsbetrieb Hagen zu.
Herr Schuh möchte anregen, dass die weiteren sechs Platten, die derzeit in der Sternwarte gelagert werden, ebenfalls mit Epoxidharz zu behandeln und vorzubereiten, um diese dann bei gegebener Zeit auch der Öffentlichkeit präsentieren zu können.
Die zusätzlichen Kosten müssten dann natürlich berücksichtigt werden.
Frau Soddemann denkt schon, dass eine zusätzliche Behandlung der sechs Platten die Kosten steigern würden. Sie betont, dass die aufgeführten Maßnahmen vor dem Hintergrund der Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht gemacht werden müssten. Darunter fielen sicherlich keine Platten, die derzeit nicht verlegt seien.
Herr Röspel wäre sehr daran interessiert im Vorfeld zu sehen wie die Platten nach der Behandlung aussehen würden.
Herr Walter merkt dazu an, dass von Anfang an die Zielsetzung dieses Ausschusses gewesen sei, nach Möglichkeit den Ursprungszustand der Platten wiederherzustellen.
Frau Buchholz möchte gerne wissen, ob Folgekosten durch eine zukünftige Wiederholungsmaßnahme benannt werden könnten und in welchem Turnus die Platten dann zukünftig so behandelt werden müssten.
Herr Jostes vertritt die Meinung, dass die Absandung und Behandlung der Platten diese letztendlich nicht schöner machen werde. Dadurch sehe er momentan auch keine Notwendigkeit, die nicht verlegten Platten aus der Sternwarte mitbehandeln zu lassen.
Es stelle sich sowieso die Frage, ob der Denkmalwert der Platten durch diese Behandlung gestört werde.
Frau Soddemann erwähnt erneut, dass die vorliegende Lösung nötig sei, um die Verkehrssicherungspflicht der Platten herzustellen. Gegenüber allen Abwägungen aus denkmalschützender Sicht läge die übergeordnete Verpflichtung der Sicherungspflicht. Dazu könne die vorliegende Lösung beitragen, sofern kein Ausbau der Platten gewünscht sei.
Herr Rudel erläutert, dass es sich bei der Maßnahme durchaus um einen erheblichen Kostenfaktor handele. Allerdings habe man mit diesem Planetenmodell ein einmaliges Denkmal einer Kommune in Deutschland und weltweit sei es ebenfalls als ein Herausstellungsmerkmal anzusehen. Trotzdem müsse die Politik sehr gründlich den Kosten- und Nutzenfaktor berücksichtigen, um die jeweilige Entscheidung ordentlich rechtfertigen zu können. Um diese Abwägung vornehmen zu können, benötige die Politik einen Hinweis darauf, wie dass Modell nach der Behandlung aussehen werde.
Grundsätzlich sei man sich aber schon einig, dass das Planentenmodell erhalten werden müsse.
Frau Soddemann merkt an, dass die Bezirksvertretung Mitte genau auch aus diesem Grund die Vorlage in einer ersten Lesung beraten habe. Die Kollegen des Wirtschaftsbetriebes werden überlegen müssen, welche Möglichkeiten es gebe, die gewünschte Anmutung herzustellen.
Herr Rudel stellt sich vor, dass ein Musterstück einer behandelten Platte vorgestellt werden könne.
Unter Berücksichtigung der noch offenen Fragen, auch aus der Bezirksvertretung Mitte und dem Haupt- und Finanzausschuss, schlägt Herr Walter vor, den Tagesordnungspunkt heute im Kultur- und Weiterbildungsausschuss ebenfalls als erste Lesung zu betrachten.
Dieser Vorschlag wird einstimmig angenommen.
Beschluss:
Die Sanierung des Planetenmodells Hagen soll, wie in der Vorlage beschrieben, umgesetzt werden.
Die Kosten in Höhe von 190.000,00 € werden in der Haushaltsplanung für das Jahr 2024 berücksichtigt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates zum Haushaltsplan 2024 und der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde, stehen die Mittel dann zur Bewirtschaftung bereit.
Der Wirtschaftsbetrieb Hagen WBH wird die Maßnahme entsprechend im Wirtschaftsplan 2024 berücksichtigen.
