20.09.2022 - 6.1 Photovoltaik auf städtischen Gebäuden - Konzept...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1
- Gremium:
- Infrastrukturausschuss
- Datum:
- Di., 20.09.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB65 - Gebäudewirtschaft
- Bearbeitung:
- Carola Gepert-Henning
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Krüger berichtet, dass bereits 40 städtische Dächer mit Photovoltaikanlagen belegt seien. Diese Flächen werden bisher Gewinnbringend vermietet. Eine Ausnahme sei die Photovoltaikanlage des Emil-Schumacher-Museums. Diese werde städtisch betrieben und die gewonnene Energie werde genutzt, um das Emil-Schumacher-Museum und die angrenzenden Gebäude damit zu versorgen. Es gebe ca. 20 weitere Objekte, die mit Photovoltaik belegt werden sollen, wenn die finanzielle Möglichkeit bestehe. Um möglichst effizient zu sein, müsse man das Konzept ausweiten und die gewonnene Energie in das städtische Netzwerk einleiten. Hierbei soll eine Durchleitung durch die Enervie erfolgen. Verhandlungen mit der Enervie stehen noch aus. In Zukunft würden alle Neubauten mit Photovoltaikanlagen besetzt und gehören fortan zum Standard. Auch bei Sanierungen werde geprüft, ob hierbei eine Photovoltaikanlage in Betracht komme. |
Herr Kretschmann fordert, dass der Ausbau von Photovoltaikanlagen beschleunigt werden solle. Weiter merkt er an, dass auch Drittanbieter in Erwägung gezogen werden sollen.
Herr Keune betont, dass die angebrachten Photovoltaikanlagen einen höheren Energiegewinn bringen, als das Gebäude auf dem die Anlage errichtet wurde, benötigt. Der Überschuss an Energie soll in Zukunft genutzt werden, um andere städtische Gebäude selbst zu versorgen. Daher möchte man auf Drittanbieter verzichten. Als einfaches Geschäft der laufenden Verwaltung bedürfe dies aus seiner Sicht keiner zusätzlichen Befassung der politischen Gremien. Gleichwohl sagt Herr Keune zu, dies rechtlich prüfen zu lassen und in der nächsten Sitzung darüber zu berichten. Die Beschaffung der Materialien werde aktuell erschwert und es sei mit einer Preissteigerung der Materialien zu rechnen. Man müsse mit der Haushaltsberatung für das Haushaltsjahr 2024/2025 entsprechende finanzielle Mittel bereitstellen und zusätzlichen Personalbedarf anmelden.
Herr König gibt an, dass ein Antrag der SPD, auf zusätzliche finanzielle Mittel für Photovoltaikanlagen, im HFA mit dem Hinweis auf Drittanbieter bereits abgelehnt wurde. Das neue Konzept müsse in den entsprechenden politischen Gremien vorgestellt werden.
Herr König möchte wissen, ob die Möglichkeit von Photovoltaikanlagen beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses Halden berücksichtigt werde. Außerdem möchte Herr König wissen, ob die angegebene Fläche von 323 qm der Kaufmannsschule II die Gesamtfläche sei oder die Fläche, die wirtschaftlich vertretbar ist.
Herr Krüger sagt einer Prüfung zum Anbau der Photovoltaikanlagen an dem Feuerwehrgerätehaus Halden zu. Das Ergebnis werde in der nächsten Ausschusssitzung vorgestellt. Die Dächer von Neubauten werden aber so errichtet, dass auch im Nachhinein eine Anbringung von Photovoltaik möglich sei.
Frau Peddinghaus fragt nach, ob man anhand des Aachener Modells bereits sagen kann, ob eine Durchleitungsgebühr gezahlt werden müsse.
Herr Krüger antwortet, dass dies noch zu prüfen sei und man keine Angaben dazu habe.
Herr Mechnich möchte wissen, ob es die Möglichkeit gebe, durch eine Frischluftversorgung Wärme zurückzugewinnen und ob dies in geplanten Neubauten berücksichtigt werde.
Herr Krüger gibt an, dass man auch außerhalb von Photovoltaikanlagen nachhaltig bauen möchte und sich das Personal dementsprechend weiterentwickelt.
Herr Römer fragt, ob auch über Solarthermieanlagen nachgedacht wurden, um weiter Gas einzusparen.
Herr Krüger berichtet, dass man in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit dieser Methode gemacht habe. Die Technik habe sich hierbei jedoch weiterentwickelt und werde wieder im Fokus mit aufgenommen.
