19.05.2022 - 3 Projekt "Guter Lebensabend NRW" - Ergebnisse de...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Seniorenbeirates
- Gremium:
- Seniorenbeirat
- Datum:
- Do., 19.05.2022
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Martina Gleiß
Wortprotokoll
Frau Musanovic begrüßt alle Anwesenden und stellt anhand beigefügter Präsentation die Ergebnisse der Umfrage vor. Es bleibt festzuhalten, dass die Bedarfsermittlung bei älteren Menschen mit Einwanderungsgeschichte und deren Angehörigen sowie bei Diensten und Einrichtungen der Altenpflege ergeben haben, dass Senior*innen mit Einwanderungsgeschichte überwiegend zu Hause gepflegt werden. Als Gründe dafür werden Scham, Angst, fehlendes Vertrauen und Sprachbarrieren angegeben.
Auf Nachfrage des Herrn Homm, gibt Frau Musanovic bekannt, dass das Projekt bis Ende des nächsten Jahres verlängert worden sei. Somit können Auswertungen der Umfragen bearbeitet und weitere Aktionen geplant werden.
Herr Böcker bemerkt, dass an der Umfrage nur ein erschreckend kleiner Teil der ambulanten Dienste teilgenommen habe.
Frau Musanovic teilt hierzu mit, dass ambulante Dienste oft wegen Zeitmangel an solchen Projekten nicht teilnehmen können.
Herr Goldbach gibt zu bedenken, dass kleine ambulante Dienste anders strukturiert sind als große ambulante Dienste mit z. B. kirchlichem Träger oder eben Krankenhäuser.
Frau Heide erklärt, sie habe aktiv an der Befragung teilgenommen. Speziell in der Corona-Phase seien die Mitarbeiter des Dienstes nach einer Krankenhausbehandlung zur Unterstützung angefragt worden. Darüber hinaus jedoch nicht und die Patienten wurden von den Familien weiter betreut und gepflegt, denn Sprachbarrieren stellen ein großes Problem dar. Es sei jedoch nicht möglich – schon gar nicht bei Nachtschichten – Personal in allen Sprachen vorzuhalten.
Frau Musanovic stellt eine Idee – gerade aufgrund der häufig thematisierten Sprachbarrieren – vor, die vorsieht bei „Tag der offenen Tür Veranstaltungen“ das mehrsprachige Personal vorzustellen.
Herr Böcker stellt fest, da in der Bundesrepublik Integration groß geschrieben werde, dass verschiedene Kulturkreise bedauerlicherweise oft die Sprache des Landes ablehnen. Aus seiner langjährigen Tätigkeit in der Verwaltung eines Krankhauses, kann er jedoch bestätigen, dass es unmöglich sei, Personal aller Sprachen zu installieren.
Frau Musanovic erklärt abschließend, dass insoweit auch niedrigschwellige Angebote eine Option wären. Es sei ein Prozess, der auf Dauer vorangetrieben werden müsse. Dies sei jedoch auch Aufgabe der Politik.
Anlagen zur Vorlage
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709,9 kB
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