24.05.2022 - 8 Barrierefreiheit der Gartenanlage Hohenhof im R...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Behindertenbeirates
- Datum:
- Di., 24.05.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Martina Gleiß
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Gleiß berichtet von den Planungen zur Umgestaltung der Gartenanlage des Hohenhofs. Am 17.05.2022 hatten Mitglieder der AG Bauen und Verkehr mit Vertretern der Verwaltung das Gelände besichtigt. Frau Roth, Abteilung Freiraum- und Grünordnungsplanung, habe bei der Besichtigung darauf hingewiesen, dass der Planungsvorlauf sehr kurz gewesen sei, da im Rahmen einer Fördermaßnahme Restgelder verausgabt werden sollten. Eine frühzeitige Beteiligung des Beirates sei daher nicht möglich gewesen. Hinweise könnten jedoch bei späteren Maßnahmen bis zum Jahr 2027, dem Jahr der Internationalen Gartenausstellung, Berücksichtigung finden.
Frau Gleiß erläutert, dass alle Wege eine wassergebundene Decke erhalten, als Rollstuhlfahrer könne man diese Wege gut nutzen und über eine Glastür auch um das ganze Gebäude herumfahren. Ein großer Teil der Wege könne mit dem Rollstuhl befahren werden, teilweise müssten jedoch Stufen eingebaut werden oder es müssten vorhandene historische Stufen wieder hergestellt werden. So kann zum Beispiel die Rotdornallee im Westgarten befahren werden, die seitlichen Wege an den Terrassen mit den Stufen jedoch nicht. Auch im Waldgarten kann nur ein Teil erreicht werden, weil entweder historische Stufen vorhanden sind oder weil Rindenmulchwege angelegt werden, um die empfindlichen Wurzeln der Buchen nicht zu gefährden.
Gartenbereiche, die Rollstuhlfahrer oder auch Rollatorfahrer nicht erreichen können, sollen durch Bildtafeln sichtbar gemacht werden. Der Einbau eines Aufzuges zum Erreichen des Brunnenhofes oder des Hauses ist aus Denkmalschutzgründen nicht vorgesehen.
Das Taubenhaus, das zurzeit leer steht, könnte für eine Behindertentoilette genutzt werden. Eine Treppenstufe hinab vom Nordhof zum Taubenhaus und eine aufwärtsführende Treppenstufe direkt vor dem Taubenhaus müssten dabei angeglichen werden. Frau Gleiß vertritt die Ansicht, dass man dies gleich mitmachen sollte, wenn der Weg ohnehin neu gestaltet wird.
Frau Adamczak teilt mit, dass sie gemeinsam mit Herrn Sondermeyer für die Bezirksvertretung Mitte einen Antrag aufgesetzt habe. Sie verliest das Schriftstück. Darin wird darauf verwiesen, dass der Hohenhof im Rahmen der IGA Metropole Ruhr 2027 verstärkt öffentlich zugänglich gemacht werden soll. In dem Konzept sollten für erwartete Besucher notwendige Toilettenräume - auch barrierefreie Toilettenräume - vorgesehen werden. Im Rahmen der derzeit laufenden Erdarbeiten könnten im Bereich des Taubenhauses bereits jetzt Wasser- und Abwasserleitungen und Leerrohre gelegt werden. Die Bezirksvertretung Mitte solle um Überprüfung gebeten werden, ob unter Einforderung nötiger Fördergelder im Rahmen der Inklusion hier eine behindertengerechte Toilette entstehen könnte.
Herr Wirth begrüßt diesen Vorschlag.
Herr Otto schlägt vor, geländegängige Leihrollstühle anzuschaffen und diese gehbehinderten Besuchern zur Verfügung zu stellen.
Frau Fischer rät davon ab, da Rollstühle an den jeweiligen Nutzer angepasst werden müssten. Sie sei im Übrigen davon ausgegangen, dass es heute selbstverständlich sei, dass barrierefrei gebaut werde.
Herr Sondermeyer ergänzt, dass bei einer Bausumme von 1,7 Millionen Euro doch Barrierefreiheit mitgedacht werden müsse.
Herr Winter findet es wichtig, dass auch an Fühlobjekte für Blinde und Führungen für Gehörlose gedacht wird.
Herr Wirth kommt nochmals auf den Antrag von Frau Adamczak zu sprechen und lässt darüber abstimmen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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19,4 kB
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