22.03.2022 - 7.4 Sachstand Nahverkehrsplanung.RUHR

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

 

Herr König merkt an, dass die MVG-Linie 84 ab Höhe WBH über die Volmetalstraße fahre, da sie technisch nicht in der Lage sei, die Vorrangschaltungen für Busse zu nutzen. Die Hagener Straßenbahn habe dazu mitgeteilt, dass die Fahrzeuge des Busunternehmers nicht entsprechend ausgestattet seien. Dies dürfe seines Erachtens jedoch nicht dazu führen, dass sich die Reisezeit verlängere, weil man deshalb auf der Volmetalstraße im Stau stehe. Vielleicht könne man dies noch einmal klären.
Herr Ludwig teilt dazu mit, dass dieses Problem schon seit Jahren bestehe. Der Fragestellung soll nachgegangen werden.

Herr Sporbeck weiß von einer VRR-Vorlage, die demnächst beraten werden soll, in welcher der VRR die Auffassung vertrete, dass das Angebot in seinem Verbandgebiet unüblich sei für eine Ansammlung so vieler Gebietskörperschaften und Anwohner.
Ihn habe irritiert, dass Themen, die man in anderem Zusammenhang bereits diskutiert habe, nicht aufgenommen worden seien. Dies sei beispielsweise eine leistungsfähige Schnellbus-Verbindung vom Hagener Norden in den Dortmunder Süden.
Den Ansatz, die bisher in Dortmund-Holzen endende Linienführung der Dortmunder Buslinie 432 über Schwerte-Westhofen bis in das Hagener Lennegebiet zu verlängern, halte er für gut, reiche aber nicht aus. Die Linie müsse einen Anschluss an einen wesentlichen Verknüpfungspunkt wie beispielsweise Loxbaum haben.
Er vermisse auch eine Verbindung vom Lennetal Richtung Ergste-Villigst. Auf dieser Relation sei zu Arbeitsende-Zeiten starker motorisierter Individualverkehr zu verzeichnen. Er würde es für sinnvoll halten, die von Ergste aus bis an die Hagener Stadtgrenze führende Strecke weiter über das Lennegebiet bis zu einem Verknüpfungspunkt zu führen. Man hätte so auch die Chance, den Hagener Norden über den Bahnhof Ergste mit dem Dortmunder Süden zu verbinden.
Er würde gerne wissen, ob solche Anregungen noch mit aufgenommen werden könnten, ggf. im Wege eines Antrages und Beschlusses.

Frau Funke teilt dazu mit, dass das Konzept Ende des Jahres feststehen müsse, da dieses noch in den RVR-Gremien beraten und von anderen Kommunen in den Nahverkehrsplänen festgehalten werden müsse.
Man werde die Hinweise dem Protokoll entnehmen und prüfen, inwieweit diese noch berücksichtigt werden können.

Herr Voigt teilt mit, dass sich seines Erachtens zu viele Gremien mit Schnellbussen befassen würden. Die Kooperation Metropole Ruhr (KMR), der auch die Hagener Straßenbahn angehöre, habe einen 11-Punkte-Plan vorgelegt, von denen einer die Schnellbuslinien betreffe. Der RVR habe ein eigenes Projekt zu Schnellbuslinien. Der VRR habe im vergangenen Jahr sieben Schnellbuslinien eingerichtet. Nun beschäftige sich auch der Arbeitskreis Nahverkehrsplanung.RUHR als viertes Gremium mit den Schnellbussen.
Er würde gerne wissen, ob es sich beim dazu in der Vorlage genannten 11-Punkte-Plan um den des KMR handle und ob der Arbeitskreis für den KMR arbeite.

Frau Funke erläutert, dass die Stadt Hagen zum KMR gehöre und den 11-Punkte-Plan unterschrieben habe. Ein Teil des Plans sei die Synchronisation der Nahverkehrspläne.
Der RVR gehe hinsichtlich der Synchronisation so vor, dass er in einem ersten Schritt Schwachstellen der teilnehmenden Kommunen identifizieren will, die dann durch Maßnahmen ausgebessert werden sollen. Dazu sei der genannte Arbeitskreis eingerichtet worden. Es gehe dabei um Schwachstellen zwischen den Kommunen, nicht um Schnellbusse.
Die für Hagen relevanten Punkte müssten dann in die Fortschreibung des Nahverkehrsplans aufgenommen werden.

Herr Lausen ergänzt, dass es sich beim Schnellbusnetz des VRR um ein landesweites Netz handle, dass die drei Zweckverbände VRR, NWL und NVR beauftragt hätten. Das Büro SMA sei damit beauftragt worden, das Schnellbusnetz für den VRR zu entwickeln. Daraus seien 89 Linien entstanden. In einer ersten Runde sollen sieben Linien eingeführt werden, von denen Hagen nicht berührt sei. Eine Verbindung zwischen Hagen und Hattingen sei vom EN-Kreis aus finanziellen Gründen zunächst nicht mitgetragen worden.

Herr Sporbeck würde die Verwaltung bitten zu prüfen, ob die bereits von ihm aufgezeigten Verbindungslücken zwischen Boele und Hörde sowie dem Lennetal und Ergste-Villigst geschlossen und im Verfahren mit angemeldet werden können. Gleiches gelte für die Verlängerung der Linienführung der 432 bis beispielsweise zum Loxbaum. Er würde dies gerne beschließen lassen.

Herr Voigt erinnert daran, dass die Vorlage zur Kenntnis genommen werden soll. Er gehe davon aus, dass die Verwaltung die Thematik im Blick habe und halte es für unnötig, wieder mit Aufträgen Arbeitskraft zu binden.

Frau Funke sagt zu, die Vorschläge prüfen zu lassen. Sofern sie eingebracht werden könnten, würde dies geschehen.

Herr Ludwig hält dies für einen guten Kompromissvorschlag.

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Beschluss:

 

Der Ausschuss für Umwelt-, Klimaschutz- und Mobilität nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

X

 Zur Kenntnis genommen