10.03.2022 - 5.1 Umsetzbarkeit von bilingualen Kindertagesstätte...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Hannusch, Abteilungsleiter Tagesbetreuung für Kinder, erläutert den Anwesenden das Interessensbekundungsverfahren für Neubauprojekte der Kindertagespflege; dieses Prozedere ist einer Ausschreibung sehr ähnlich. Hierzu erfolgt seitens der Verwaltung ein schriftlicher Aufruf an alle Träger der Jugendhilfe in Hagen und Umgebung. Grundsätzlich kann jeder anerkannte Träger der Jugendhilfe ein Konzept vorlegen. Dieses wird verwaltungsintern mit einem Punktesystem bewertet. Diese Bewertung wird anschließend in der Arbeitsgemeinschaft 3 besprochen und abschließend zur Beschlussfassung in den Jugendhilfeausschuss gegeben. Die Arbeitsgemeinschaft 3 nach § 78 SGB VIII (Sozialgesetzbuch Achtes Buch) dient der Koordination von Angeboten und der Vernetzung der institutionellen Akteure der Kinder- und Jugendhilfe. Herr Hannusch erklärt, dass die Anfrage des Herrn Severcan als Tagesordnungspunkt in die kommende Sitzung der AG 3 mit aufgenommen wird.

Herr Severcan erfragt, wie der aktuelle Stand und der Zeitplan bezüglich einer Umsetzung von bilingualen Kindertageseinrichtungen (Kitas) in Hagen ist. Herr Hannusch erklärt hierzu, dass die Hagener Kitas nach dem alltagsintegrierten Sprachmodell arbeiten. Aktuell gibt es in Hagen keine bilinguale Kita.

Frau Köppen befürwortet den Vorschlag des Herrn Hannusch. Die Aufnahme des Themas in die Tagesordnung der AG 3 ermöglicht sicherlich eine kompetente Beratung.

Herr Thieser und Herr Akbaba erfragen, warum hieraus kein städtisches Projekt gemacht werden kann, wenn die Stadt Hagen Interessen an der Umsetzung bilingualer Kitas hat. Frau Cramer berichtet daraufhin, dass dieses Thema bereits mehrfach im Schul- und Jugendhilfeausschuss diskutiert wurde. Leider scheiterte es immer wieder am Personalmangel, sodass die Angelegenheit als nicht durchführbar eingestuft wurde. Herr Hannusch ergänzt hierzu, dass die Stadt Hagen sich dazu entschieden habe nach dem BaSiK Verfahren (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen) zu arbeiten. Dieses bietet die Möglichkeit, die kindliche Sprachentwicklung ganzheitlich über die gesamte Kindergartenzeit bis zum Schuleintritt im pädagogischen Alltag zu beobachten und befähigt die Kinder innerhalb kürzester Zeit die deutsche Sprache zu erlernen. Herr Goldbach gibt zu bedenken, dass die Umsetzung in eine bestehende Kita sich aufgrund der vorherrschenden Personalmischung, schwierig gestalten könnte.

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Anlagen zur Vorlage

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