02.12.2021 - 4.3 Drucksachennummer 0808/2021: Bebauungsplan Nr. ...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Berichterstatter Herr Gockel. Die untere Naturschutzbehörde werde als Träger öffentlicher Belange nach dem Ratsbeschluss der öffentlichen Auslegung beteiligt zur Abgabe einer Stellungnahme. Dieses sei jetzt der Moment, in der die Naturschutzbehörde auf den Naturschutzbeirat zugehe und seine Beratung und Stellungnahme einholen.

 

Frau Selter schlägt die Bildung einer Arbeitsgruppe für die Erarbeitung einer Stellungnahme des Naturschutzbeirats vor.

 

Herr Bögemann erinnert daran, dass sich der Naturschutzbeirat in der Vergangenheit intensiv mit dem Thema beschäftigt habe. Seine Vorschläge für das Integrierte Handlungskonzept Grüne Infrastruktur Harkort-/ Hengsteysee sind in der Stellungnahme zum TOP Ö 5.1, Sitzung des Naturschutzbeirats vom 22.03.2017, festgehalten. Er halte diese erarbeiteten Vorschläge weiterhin für sinnvoll und sie sollten in die Stellungnahme des Naturschutzbeirats aufgenommen werden. Er vermisse allerdings die Einbindung des Harkortsees. Er fragt die Verwaltung, ob Informationen über geplante Projekte im Rahmen der IGA 2027 im Bereich des Harkortsees bekannt seien. Herr Gockel verneint dies.

 

Herr Gärtner berichtet, er habe mit seinem Planungsbüro das Artenschutzgutachten erstellt und Festsetzungen zum Schutz der Fledermäuse aufgenommen. Im Plangebiet seien keine Bruthabitate planungsrelevanter Vogelarten festgestellt worden. Es werden 42 Nisthilfen für Fledermäuse und Vögel aufgestellt. In seinem Gutachten sei ebenfalls aufgeführt, dass zur Verhinderung artenschutzrechtlicher Konflikte Bepflanzung als Leitlinie für jagende Fledermäuse wiederhergestellt werden müssen. Weitere Anregungen aus dem Naturschutzbeirat können gerne an ihn gegeben werden.

 

Herr Bögemann weist darauf hin, dass das geschnittene Sichtfenster im Gehölzbestand mit Blick auf das Koepchenwerk auf politischen Druck wohl erhalten bleibe.

 

Frau Raschke unterstreicht die Sinnhaftigkeit, den gesamten Raum zu betrachten und erinnert an die Kritik des Freischneidens eines mehrere hundert Meter langen Streifens entlang des Südufers. Sie wünsche sich hier gerne wieder eine Schließung des Gehölzbestandes, ebenso die Verlegung des Weges von der Uferlinie weg. Sie bemängelt fehlende Angaben bzgl. der räumlichen Lage der Überschwemmungsgebietsfestsetzung in den Unterlagen.

 

Herr Gockel antwortet auf die Nachfrage von Herrn Bögemann, die Idee, einen Kanal entlang des Südufers Hengtseysee als Ersatz für die Kläranlage Fley zu verlegen, sei bekannt. Aktuelle Informationen bzgl. der Realisierung lägen nicht vor.

 

Herr Gärtner und Herr Gockel erläutern, dass die isolierte Betrachtung dieses Planungsraums auch im Verfahren bemängelt wurde. Es werde nun eine gesamte Kartierung des Südufers Hengsteysee durchgeführt, damit die Kumulationseffekte im Gesamtkontext betrachtet werden können.

 

Frau Raschke gibt zu berücksichtigen, dass geeignete Kompensationsmaßnahmen die betroffenen Eingriffsräume am Wasser auszugleichen haben. Auch könnte mit Planungen das vorhandene biotische Potential an der Ruhr verbessert werden.

 

Frau Selter schlägt vor, die vorgetragenen Aspekte zu sammeln. Herr Bögemann schlägt die Bildung einer Arbeitsgruppe für die Erarbeitung einer Stellungnahme zur Vorlage an die untere Naturschutzbehörde vor. Die Arbeitsgruppe besteht aus folgenden Personen: Frau Raschke, Frau Tommack, Frau Selter, Herr Bögemann, Herr Drane und Frau Selter. Herr Gockel bietet die Teilnahme und Unterstützung von Frau Richter-Glebe an der Arbeitsgruppe an. Frau Selter wird die Teilnehmenden zur Video-Besprechung einladen.

 

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Beschluss:

 

Der Naturschutzbeirat bildet eine Arbeitsgruppe und erarbeitet eine Stellungnahme an die untere Naturschutzbehörde. Frau Selter lädt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hierzu ein.

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Abstimmungsergebnis:

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

12

Dagegen:

0

Enthaltungen:

1

 

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Anlagen zur Vorlage