29.09.2021 - 8.2 Mündlicher Lagebericht der zuständigen kommunal...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Nord
- Datum:
- Mi., 29.09.2021
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:01
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage BBM
- Federführend:
- BV - Bezirksvertretung Nord
- Bearbeitung:
- Marina Groening
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Ehlting gibt einen ausführlichen Sachstandsbericht zur Hochwasserkatastrophe infolge der Unwetterlage am 14./15 Juli 2021. Der Bericht über die Arbeit in der Akutphase und die weiteren Handlungsfelder des Krisenstabs und es Amtes für Brand- und Katastrophenschutz ist als Anlage 1 der Niederschrift beigefügt.
Anschließend berichtet Herr Liedtke aus Sicht des HEB über die Beseitigung der durch die Flutkatastrophe entstanden Müllberge. Bis zum heutigen Zeitpunkt seien 6200 Tonnen zusätzlicher Sperrmüll eingesammelt worden. Dies sei mehr als die dreifache Menge, die sonst normal über die Sperrguttour über das ganze Jahr eingesammelt werde. Der Müll werde nach Wertstoffen sortiert, Zwischengelagert und sukzessive entsorgt. Nach der kurzfristigen Bildung des Krisenstabs des HEB habe man den Fuhrpark so umgestellt, dass die normale Müllabfuhr weiterhin bedient wurde und alle weitern Einsätze der Beseitigung des durch das Hochwasser entstanden Mülls dienten.
Herr Bihs schließt sich den Äußerungen der Herren Ehlting und Liedtke an und spricht die entstanden Schäden an der Infrastruktur im Stadtbezirk Hagen Nord sowie der anderen betroffenen Stadtbezirke an. Eine Fotopräsentation ist als Anlage 2 der Niederschrift beigefügt.
Einige Schäden habe der WBH bereits beseitigen können, jedoch seien noch viele weitere Schäden zu beheben. Eine Gesamtzeit für die Schadensbeseitigung könne noch bis zu fünf Jahren dauern. Ein großer Schaden sei nicht nur durch die großen Hagener Flüsse entstanden, sondern auch durch die kleinen teils namenlosen Bäche, die sich teilweise neue Wege und Bachläufe gesucht haben.
Straßen und Fußwege seien unterspült worden. Bürgersteige, Fußwege oder auch Bushaltestellen seien teils komplett verschwunden oder zerstört worden. Versorgungsleitungen seien freigelegt worden. In vielen Bereichen müsse der Unterbau von Straßen erneuert werden.
Man sei auf die Antwort der Landesregierung gespannt, inwiefern beim Ausbau von Straßenzügen mit den KAG-Beiträgen umzugehen sei, zu deren Heranziehung die Stadt Hagen verpflichtet sei.
Er macht deutlich, dass man ohne die Hilfe der insbesondere privaten Helfer/-innen man zum jetzigen Zeitpunkt noch längst nicht so weit wäre.
An der Diskussion zu den Erfahrungen und Eindrücken zur Hochwasserkatastrophe beteiligen sich die Herren Ehlting, Liedtke, Bihs, Maruschke und Frau Kaufmann.
Trotz meteorologischer Vorwarnung, habe man mit solchen Wassermassen nicht gerechnet. Alle seien trotz der schlimmen Katastrophe und den finanziellen Schäden sehr erleichtert darüber, dass es in Hagen keine größere Menschenschäden zu beklagen gab.
Der Dank gilt allen professionellen sowie auch allen ehrenamtlichen Helfern/-innen die bei der Beseitigung der entstanden Schäden sich engagierten. Auch die Bereitschaft für die Sach- und Geldspenden durch die Bevölkerung aus der ganzen Bundesrepublik sei überwältigend gewesen.
In der Anlage 3 ist die „Hochwasserpräsentation des Krisenstabes“ der Niederschrift beigefügt.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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599,2 kB
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2
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6,9 MB
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3
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7,9 MB
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