14.09.2021 - 6.3 Die Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements ...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Engelhardt begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Krause von der Freiwilligenzentrale und Herrn Mook.

 

Herr Mook erläutert die beiden Themenbereiche der Vorlage.

 

Der Trägerverein der Freiwilligenzentrale habe eine Engagementstrategie der Stadt Hagen entwickelt, die man zur Kenntnis vorgelegt habe. Die Stadt Hagen sei hierbei einer der beteiligten Partner in diesem Prozess. 

Er weist darauf hin, dass hier im Ausschuss mit Frau Buchholz auch die neue Vorsitzende des Trägervereins der Freiwilligenzentrale  anwesend sei.

Die Zusammensetzung des geschäftsführenden Vorstands des Trägervereins mit Frau Buchholz, Frau Rupa und Herrn Holländer zeige auf, welche Wertschätzung der Freiwilligenzentrale und dem bürgerschaftlichen Engagement insgesamt von Seiten der Wohlfahrtsverbände entgegengebracht werde.  

 

Nach der großen Auftaktveranstaltung am 7. März des vergangenen Jahres habe sich inzwischen eine Struktur entwickelt, bei der sich viele Arbeitsgruppen coronabedingt teilweise in Videokonferenzen auf Distanz zusammengefunden hätten. Einen besonderen Dank hierbei richte er an Frau Krause und Herrn Krawinkel, die als „Motoren“ den Prozess am Laufen gehalten hätten und diese Engagementstrategie auf die fünf Arbeitsschwerpunkte, Ziele und Handlungsempfehlungen komprimiert hätten.   

 

Es gehe darüberhinaus auch darum, die Zukunft der Freiwilligenzentrale in Hagen als anerkannter Mentor und Motor des bürgerschaftlichen Engagements zu sichern.

Die Aufgaben ließen sich allerdings nicht nur mit bürgerschaftlichem Engagement bewältigen, sondern benötigten auch eine hauptamtliche Steuerung. Diese Funktion werde seit Jahren mit großer Begeisterung, Erfahrung und Sachverstand von Frau Krause ausgeübt.

Die Wohlfahrtsverbände engagierten sich seit Jahren personell und finanziell in diesem Bereich. Die Freiwilligenzentrale hätte für die Stadt Hagen Verwaltungsaufgaben im Bereich der Flüchlingshilfe übernommen. Als die Gelder nicht mehr zur Verfügung gestanden hätten, sei die Sparkasse Hagen für einen Zeitraum von zwei Jahren mit je 25.000 € pro Jahr eingesprungen, um den Erhalt der Freiwilligenzentrale sicherzustellen. Diese Finanzierung laufe Ende des Jahres aus.

 

Andere Städte hätten ihre Freiwilligenzentralen deutlich besser ausgestattet. Aus dem Grund empfehle die Verwaltung, ab 2022 25.000 € zusätzlich zu den bereits jetzt gezahlten 17.500 € zur Verfügung zu stellen, um den dauerhaften Betrieb der Freiwilligenzentrale sicherzustellen. Dem gegenüber stünden allerdings auch Mieteinnahmen in Höhe von 14.400 € für die Nutzung der Fläche im Rathaus durch die Freiwilligenzentrale an der Volme.  

 

Frau Buchholz berichtet, dass die Landesförderung der Freiwilligenzentrale bereits im Jahre 2001 ausgelaufen sei. Es sei über den langen Zeitraum mit vielen Beteiligten gelungen, den Betrieb zu erhalten. Man sei für den gemachten Vorschlag sehr dankbar, da man glaube, dass die Freiwilligenzentale dringend benötigt werde. Sie werbe darum, diesem zuzustimmen und bedanke sich bereits im Voraus.  

 

Herr Sondermeyer dankt Herrn Mook für den ausführlichen Vortrag.

Das bürgerschaftliche Engagement sei in Hagen auch in Krisenzeiten vorbildlich. Er betont, dass das ohne solche engagierte Akteure nicht so perfekt funktionieren würde. Er dankt Herrn Mook und allen Anderen herzlich für ihren Einsatz.

 

Frau Krause ergänzt, dass man sich in Hagen auf den Weg gemacht habe, diese Engagementstrategie  aus der Zivilgesellschaft heraus aus Bordmitteln der Freiwilligenzentrale auf den Weg zu bringen. Darin stecke unglaublich viel Engagement aller Beteiligten. In vielen anderen Stellen in Deutschland würden Engagementstrategien als kommunale Aufgabe verstanden. Engagement sei eine Angelegenheit auf lokaler Ebene, die die Zivilgesellschaft, die Stadtverwaltung und die Unternehmen gleichermaßen betreffe. Daher wolle man das als Lenkungsgruppe - unterstützt vom Trägerverein - auf den Weg bringen. Aus der Erfahrung aus den letzten Jahren könne sie sagen, dass sie sehr froh sei, dass man hier in Hagen so vernetzt arbeiten könne und dankbar, dass die Hilfsbereitschaft der Menschen so groß sei.

Sie sei auch der Verwaltung dankbar, dass es in der ganzen Zeit immer gelungen sei, schnell unkomplizierte Lösungen zu finden.

 

Frau Engelhardt stellt den Empfehlungsbeschluss an den Rat zur Abstimmung.

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Beschluss:

 

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie empfiehlt dem Rat der Stadt, folgenden Beschluss zu fassen:

 

 

  1. Die Engagementstrategie Hagen wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, den städtischen Zuschuss für die Freiwilligenzentrale Hagen ab dem Haushaltsjahr 2022 um 25.000 Euro p.a. auf den Betrag von 42.500 Euro zu erhöhen. Demgegenüber stehen Mieteinnahmen für die von der Freiwilligenzentrale genutzte Fläche im Rathaus an der Volme in Höhe von 14.400 Euro.

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

3

 

 

Hagen Aktiv

 

 

 

FDP

 

 

 

SPD

2

 

 

Bürger für Hohenlimburg

1

 

 

Die Linke

1

 

 

HAK

 

 

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

11

Dagegen:

  0 

Enthaltungen:

  0

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?TOLFDNR=312046&selfaction=print