18.08.2021 - 6.1 Mündlicher Lagebericht der zuständigen kommunal...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 18.08.2021
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- BV - Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Bearbeitung:
- Iris Schünadel
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Einleitend geht Herr Arlt ausführlich auf die Arbeit des Krisenstabes ein, der erstmalig in der Nacht zum 14.07.2021 zusammengekommen sei. Er beschreibt das Schadensszenario, das bis heute nachwirke.
Auch sei man von der Bundeswehr und dem THW bei den zunächst dringendsten Aufgabenstellungen unterstützt worden.
Die Schadenhöhe der öffentlichen Infrastruktur kann zurzeit mit 200 Mio. € beziffert werden und wurde so an das Ministerium gemeldet.
Soforthilfen des Landes und der Stadt für die betroffenen Bürger sind überwiegend zeitnah ausgezahlt worden.
Anschließend geht Herr Bihs anhand einer PowerPoint Präsentation ausführlich auf die Schadenslage ein. Er spricht ausdrücklich von einem Jahrhunderthochwasser, was in ähnlicher Form bereits 1909 stattgefunden habe.
Hinweis der Schriftführung:
Die PowerPoint Präsentation ist als Anlage 5 Gegenstand der Niederschrift.
Auf den Einwand von Herrn Gebhard zur Sperrung des Kluser Weges mit der Nichtbefahrbarkeit der Osemundstraße sagt Herr Bihs, dass im Kluser Weg Asphaltarbeiten anstehen, die nicht ausschiebbar seien und nicht lange andauern. Er regt an, Fahrzeuge in diesem Bereich vor Beginn der Bauarbeiten außerhalb des Bereiches zu parken.
Auf den weiteren Hinweis von Herrn Gebhard zu einem Baum in der Volme in Höhe des TuS Volmetal sagt Herr Bihs, dass dieser zeitnah beseitigt werde.
Herr Eiche möchte wissen, ob die beschädigten Brücken alle erneuert werden müssen oder auch repariert werden können.
Herr Bihs teilt mit, dass die Brücke in der Hasselstraße und in der Rehbecke so beschädigt seien, dass sie erneuert werden müssen. Wo Reparaturen möglich seien, werden diese auch durchgeführt.
Herr Schroll regt an, bei einem Wiederaufbau auch veränderte Strukturen zu schaffen, die ökologisch besser seien.
Die Herren Arlt und Bihs führen aus, dass ein Wiederaufbau der Infrastruktur nur in der bisherigen Form möglich sei. Der Schaden sei zu groß, um sich an Details aufzuhalten.
Auf die Frage von Herrn Pfeiffer teilt Herr Bihs mit, dass der komplette Neubau der Brücken 3 bis 5 Jahre dauert. Für die Brücken in der Hasselstraße und in der Rehbecke werden zeitnah Notbrücken errichtet.
Herr Neuhaus ist der Meinung, dass das viele Totholz, das nicht beseitigt wurde, in der Volme bei dem Hochwasser die meisten Schäden verursacht habe. Herr Bihs entgegnet, dass in den meisten Fällen große Bäume aus der Volme entfernt wurden. Er nimmt an, dass es sich in erster Linie um Totholz aus den Hängen, rund um die Gewässer gehandelt habe.
Außerdem seien Bäume, die in oder an Gewässern wachsen für die Ökologie des Gewässers notwendig.
Auf die Frage von Frau Buczek sagt Herr Bihs, dass die neu zu planenden und zu bauenden Brücken sehr wohl Veränderungen, wie Radwege, bringen können.
Herr Dahme möchte wissen, wie mit der Schulwegsicherung im Ortskern von Dahl umgegangen werden soll. Die Bürgersteige seien zerstört und die Parkstreifen abgesperrt, so dass die Schulkinder über die Straße gehen müssen. Das könne so nicht bleiben.
Herr Neuhaus führt zu diesem Thema auch seine Anfrage an, dass der Wunsch der Dahler Bürger bestehe, zum Zwecke der Sicherheit, an der Übergangshaltestelle am ehemaligen Hotel Funkenhaus eine Fußgängerampel zu installieren.
Weiter möchte Herr Dahme wissen, wie in der Hasselstraße mit den Beschädigungen an betrieblichen Bauwerken seitens der Stadt umgegangen werde.
Herr Bihs macht deutlich, dass diese Beschädigungen von den Firmenbesitzern, bzw. von den Versicherungen zu tragen seien, wenn es sich um betriebliches Eigentum handelt. Nach seiner Kenntnis haben das Land und der Bund zugesagt, Betriebe hierbei zu unterstützen.
Herr Arlt ergänzt, dass kein Betrieb alleine gelassen werde. Man stehe jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Auf die Frage von Herrn Schroll teilt Herr Lichtenberg mit, dass die Straßenbauarbeiten in Dahl nächste Woche erledigt seien und somit eine temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung nicht mehr nötig sei.
Herr Heimhardt macht auch auf die Schäden an Land- und Forstwirtschaftswegen aufmerksam. Herr Bihs informiert, dass auch hier Zuschüsse von Land und Bund zugesagt seien.
Herr Neuhaus schließt hier mit der Frage an, welches Amt diese Wege kontrolliert, welche Beschädigungen vorhanden sind, wann diese behoben werden und ob bereits Landeszuschüsse beantragt seien.
Außerdem mach Herr Neuhaus auf die Situation an der Brücke Rehbecke aufmerksam und auf den Begegnungsverkehr auf dem Hengstenbergweg und bittet um die Installation einer Ampelanlage.
Herr Bihs macht deutlich, dass der Bau der Notbrücke bis Ende September abgeschlossen sein soll. Da es sich um eine lange Strecke handelt, sieht er eine Ampelanlage als kontraproduktiv und teilt mit, dass die Möglichkeit von Ausweichen geschaffen werden soll um den Begegnungsverkehr zu erleichtern.
Herr Dahme bedankt sich bei den Vertretern der Verwaltung und den Tochtergesellschaften für die hervorragende Arbeit nach dieser Katastrophe und für die ausführliche Berichterstattung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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26,7 MB
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