22.06.2021 - 4.6 Schwimmen in Hohenlimburg hier: Sanierung Richa...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Keune führt in die Thematik ein und beschreibt, dass die Verwaltung am 15.04. seitens des Rates den Auftrag bekam, die drei Lösungsvorschläge zwecks Kostenreduzierung aufzubereiten. Als Ergebnis ist eine relevante Reduzierung der Kosten nicht möglich.

Eine voraussichtliche Kostenerhöhung auf insgesamt 7,8 Millionen Euro am Standort des Richard-Römer-Lennebades schlägt weiterhin zu Buche.

 

Herr Keune führt weiter aus, dass eine sehr intensive Untersuchung bezüglich eines Neubaus des Hallenbades am Kirchenberg zu dem Ergebnis geführt hat, dass diese im Zeit- und Finanzierungsrahmen nicht umsetzbar ist.

 

An dieser Stelle übernimmt Herr Raab und ergänzt die Ausführungen von Herrn Keune mit Bautechnischen Details.

 

Herr Raab erläutert die Entstehung einer Machbarkeitsstudie die mit Hilfe eines Projektentwicklers bezüglich der Möglichkeiten des Freibades Henkhausen entwickelt wurde.

Es wurde die Variante einer Traglufthalle und einer Teilüberdachung geprüft.

Laut Herrn Raab wäre bei einer Teilüberdachung eine Trennung Sommer/Winter möglich und es würde ein Hallenbad mit 25m Länge entstehen. Herr Raab erwähnt, dass dieses Projekt vom Fördergeber genehmigungsfähig wäre und eine Antragsänderung eingereicht werden müsste, was aber im zeitlichen Rahmen möglich ist.

Laut Herrn Raab würde der Hohenlimburger Schwimmverein, bei langfristiger Nutzungsmöglichkeit, beide Varianten mittragen, bevorzugt aber die Lösung einer Traglufthalle.

Herr Raab erwähnt, dass bereits geführte Gespräche mit der Straßenbahn AG zu dem Ergebnis geführt haben, dass die Buslinienführung direkt am Schwimmbad vorbeigeführt werden könnte.

 

Herr Keune fügt hinzu, dass die Verwaltungsvorlage die neu entwickelte Variante der Teilüberdachung empfiehlt, da hier ein ganzjähriges Schwimmen ermöglicht wird und es sich um die energetisch bessere Variante handelt.

 

Herr Arnusch stellt die soziale Integration und die Möglichkeit des ganzjährigen Schwimmens in Hohenlimburg in den Vordergrund.

In diesem Zusammenhang bittet Herr Arnusch, den Antrag der Bürger für Hohenlimburg gemäß § 16 der Geschäftsordnung auf die Tagesordnung zu setzen.

Im Anschluss verließt Herr Arnusch den geänderten Beschlussvorschlag.

 

Herr Eisermann bedauert die nicht mögliche Sanierung auf Grund der erhöhten Kosten.

Des Weiteren müsse die Möglichkeit des ganzjährigen Schwimmens im Vordergrund stehen.

Aus diesem Grund wird laut Herrn Eisermann die CDU der Verwaltungsvorlage folgen.

 

Herr Thieser betont, dass alle Möglichkeiten zur Erhaltung des Richard-Römer-Lennebades ausgeschöpft sind und schließt sich den Argumenten von Herrn Eisermann an.

Somit stimmt, laut Herrn Thieser, die SPD ebenfalls der Verwaltungsvorlage zu.

 

Herr Römer hinterfragt die Stichhaltigkeit in dem von Herrn Arnusch vorgestellten geänderten Beschlussvorschlages und würde sich eine weitere Überprüfung wünschen, wenn der zeitliche Rahmen dies zulässt.

 

Frau Heuer fügt an, dass mit der Verwaltungsvorlage auch die Zukunft des Bades Henkhausen gesichert ist.

 

Herr Keune geht auf den Antrag der Bürger für Hohenlimburg ein und erklärt, dass die von der Bezirksregierung bzw. Land als Fördermittelgeber bereitgestellten Mittel bei einer neuen Antragstellung hinfällig wären und neu beantragt werden müssten.

Für eine variantenunabhängige Ertüchtigung des Freibades Henkhausen hingegen, ist ein Änderungsantrag zu erstellen.

Laut Herrn Keune, ist ein Einsparpotential von 100.000€ durch die Erstellung eines Edelstahl-Kragens anstelle eines Edelstahl-Beckens nicht zu erreichen und auch bereits geprüft worden.

Bei der im Antrag beschriebene Möglichkeit über die Förderbank der NRW-Bank, so entgegnet Herr Keune, handelt es sich um ein Darlehen und damit verbundene Mehrkosten.

Gegen das dargestellte Modell der Nutzung von Fernwärme spricht, so Herr Keune, der zeitliche Rahmen und die weiteren Kosten.

 

Herr Gronwald beteiligt sich mit Hinblick auf der Erhaltung der ganzjährigen Möglichkeit des Schwimmens an der Diskussion.

 

Herr Arnusch verdeutlicht noch einmal die Wichtigkeit der Erhaltung des Römer-Lennebades und wirbt für den Antrag der Bürger für Hohenlimburg.

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Beschluss:

Der Rat der Stadt Hagen beschließt, auf die Sanierung des Richard-Römer-Lennebades zu verzichten, das Bad abzureißen und im Freibad Henkhausen eine Sanierung sowie Teilüberdachung aus den bereitgestellten Fördermitteln zu realisieren.

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

5

 

 

SPD

4

 

 

ndnis 90/ Die Grünen

2

 

 

AfD

 

1

 

Hagen Aktiv

2

 

 

FDP

1

 

 

rger für Hohenlimburg

 

1

 

Die Linke

 

1

 

HAK

 

1

 

 

 

X

 Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:

14

Dagegen:

4

Enthaltungen:

0

 

 

Zusatzbeschluss:

Der Sport- und Freizeitausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen, folgenden Beschluss zu fassen:

1. Der Rat der Stadt Hagen beschließt die Sanierung des Richard-Römer-Lennebades gemäßrderantrag vom 26. September 2019 und Bescheid vom 6. Mai 2021.

2. Sollte ein deutlich abgespeckter Umbau des Umkleidetraktes (Kosten ca. 100.000 Euro für den Einbau von barrierefreien bzw. behindertengerechten Umkleidekabinen in einem Teil des aus heutiger Sicht überdimensionierten Garderobenschrankbereich statt der ursprünglich veranschlagten 1,2 Millionen Euro für einen Komplettumbau des Umkleidebereichs) nicht zum Verlust oder Teilverlust der Fördermittel führen, so wird diese Einsparmöglichkeit umgesetzt. Die Verwaltung wird beauftragt, die Fördermittelunschädlichkeit dieser Variante zu prüfen. Ebenso wird statt des angedachten Stahlbeckens eine Folienlösung mit „Edelstahlkragen“ im oberen Bereich der Beckenwände realisiert, was mit einem Einsparpotential von ca. 100.000 Euro verbunden ist.

3. Die Finanzierung des Eigenanteils sowie der entstehenden Mehrkosten (2,3 Millionen Euro bzw. 1,2 Millionen Euro im Falle der abgespeckten Umkleide-Sanierungsvariante) erfolgt bei einer günstigen Risikoklassen-Einstufung der HVG über das Förderprogramm NRW.BANK Infrastruktur der NRW-Bank.

4. Die Verwaltung wird beauftragt, Gespräche mit der Firma Bilstein aufzunehmen mit dem Ziel, das Richard-Römer-Lennebad kostengünstig und ökologisch sinnvoll weitgehend mit Abwärme aus den Produktionsprozessen der Firma Bilstein zu beheizen.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

 

5

 

SPD

 

4

 

Bündnis 90/ Die Grünen

 

2

 

AfD

1

 

 

Hagen Aktiv

 

2

 

FDP

 

1

 

Bürger für Hohenlimburg

1

 

 

Die Linke

1

 

 

HAK

1

 

 

 

 

X

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

Dafür:

4

Dagegen:

14

Enthaltungen:

0

 

 

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