22.04.2021 - 7.3 Ennepe-Radweg- Aufwertung des südlichen Trassen...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.3
- Sitzung:
-
Sitzung der Bezirksvertretung Haspe
- Gremium:
- Bezirksvertretung Haspe
- Datum:
- Do., 22.04.2021
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jörg Winkler
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Winkler erläutert die Vorlage der Verwaltung.
Herr Romberg beantragt, über die vorgeschlagenen verschiedenen Maßnahmen An der Kohlenbahn und Martinstraße / ehemals Venere, getrennt abstimmen zu lassen. Er bittet darum, die vorgeschlagene Maßnahme An der Kohlenbahn als 2. Lesung zu betrachten, da die aus Krankheitsgründen nicht anwesenden CDU-Mitglieder nicht an dem Ortstermin teilnehmen konnten und sich die Situation vor einer Abstimmung noch einmal ansehen möchten.
Bedenken hiergegen werden nicht erhoben.
Herr Romberg erläutert seine Bedenken bei der Maßnahme An der Kohlenbahn. Die Maßnahme an der Martinstraße / Venere stimme er zu. Herr Romberg befürchtet bei der geplanten Querungsstelle An der Kohlenbahn, durch den die Radfahrer*innen Vorrang bekommen sollen, eine mögliche Gefahrenstelle. Er appelliert an die BV-Mitglieder diesem Vorschlag nicht zu zustimmen.
Herr Gronwald steht der Sache offen gegenüber und fragt Herrn Winkler, ob in diesem Bereich ein STOP-Schild und eine Haltelinie angeordnet werden könne.
Herr Winkler sagt Prüfung zu.
Herr Stricker sieht in diesem Bereich ein Vorrang für Radfahrer*innen ebenfalls kritisch. Nach seinen Erfahrungen hätten Fußgänger*innen Probleme, die Straße zu überqueren.
Herr Goertz bedankt sich für die Planung und spricht sich für den Vorschlag der Verwaltung aus.
Herr Müller begrüßt den Vorschlag von Herrn Romberg. Er spricht sich ebenfalls für die Maßnahmen an der Martinstraße / Venere aus. Bei der Maßnahme An der Kohlenbahn befürchtet er zunehmenden Verkehr durch LKW durch einen möglichen Ausbau am Alten Hasper Bahnhof. Daher könne er einem Vorrang für Radfahrer*innen An der Kohlenbahn nicht zustimmen.
Herr Thieser bezieht sich auf die Maßnahme an der Martinstraße bzw. die Aufstellfläche für Radfahrer*innen. Er fahre regelmäßig mit dem Fahrrad dort her und habe bisher keine Probleme die Straße zu überqueren. Herr Thieser hält eine Fahrbahnmarkierung zur Überquerung An der Kohlenbahn für sinnvoll. Einen Vorrang für Radfahrer*innen halte er allerdings auch für gefährlich.
Herr Geitz kennt solche Querungshilfen für Radfahrer*innen, wie die vorgeschlagene Querungshilfe An der Kohlenbahn, bisher nur aus Wohngebieten. In einem Gewerbegebiet hält er die Querungshilfe ebenfalls für zu gefährlich.
Herrn Bradenbrink geht die gesamte Diskussion zu weit. Für eine Minderheit von Fahrradfahrer*innen werde seiner Meinung nach zu viel Geld ausgegeben. Fahrräder blieben aus seiner Sicht Freizeitobjekte, die niemals das Auto ersetzen würden. Hier den Radfahrer*innen Vorrang einzuräumen, sei seiner Meinung nach Geldverschwendung.
Frau Schneidmüller-Gaiser spricht sich für die geplanten Maßnahmen An der Kohlenbahn und an der Martinstraße aus. Sie erläutert den Unterschied zwischen der Fahrradstadt Münster und der Stadt Hagen. In der Stadt Münster würden Radfahrer*innen Existenzrechte eingeräumt, in Hagen werde häufig direkt diskutiert, sobald die Radfahrer*innen das Rad als Hauptverkehrsmittel nutzen. Das Argument, dass Fußgänger*innen, die An der Kohlenbahn die Straße überqueren möchten, fast überfahren würden, könne nicht dazu genutzt werden, den Autofahrer*innen weiter Vorrang einzuräumen, da sie sich nicht an die Regeln halten. Gerade deshalb sollte ihrer Meinung nach an dieser Stelle ein Vorrang für Radfahrer*innen entstehen, damit der Individualverkehr mehr auf die Radfahrer*innen und Fußgänger*innen achten müsse. Die Diskussion bezüglich eines zunehmenden Verkehrs durch den Ausbau des Gewerbegebietes halte sie für sinnvoll. Wenn die Straße An der Kohlenbahn zukünftig mehr befahren würde, sei gerade deshalb ein Vorrang für Radfahrer*innen sinnvoll.
Herr Gronwald sieht die Geschwindigkeit der Radfahrer*innen in diesem Bereich nicht problematisch. Unter den Voraussetzungen einer entsprechenden Beschilderung und der Fahrbahnerhöhung würde er sich für diesen Vorschlag aussprechen. Er spricht sich für den Vorschlag von Herrn Romberg aus, in der heutigen Sitzung einen Beschluss zu den Maßnahmen an der Martinstraße zu fassen und den Beschluss zu der Maßnahme An der Kohlenbahn in der nächsten Sitzung zu beraten.
Herr Stricker fragt, ob der Leiter der Polizeiwache Haspe seine fachliche Meinung hierzu abgeben könne.
Herr Wisotzki erteilt Herrn Schwien das Wort.
Aus Sicht von Herrn Schwien sei es lobenswert, wenn Radfahrer*innen durch ein Radverkehrskonzept an bestimmten Stellen ein Wegerecht eingeräumt werde. An dieser Stelle sei der Vorrang für Radfahrer*innen zu gefährlich. Er weist darauf hin, dass das Wegerecht für Radfahrer*innen dann auch für querende Fußgänger*innen gelte.
Herr Winkler erklärt, dass Angebote für Radfahrer*innen notwendig sind, um Radfahrer*innen auf die Straße zu bekommen. Er ist unter anderem dafür zuständig, die Verkehrswende umzusetzen.
Herr Romberg fasst aus seiner Sicht zusammen, warum hier eine Gefahrenstelle für Radfahrer*innen entstünde.
Herr Goertz weist auf den Beschluss des Rates der Stadt Hagen zum Radverkehrskonzept und des Konzeptes der Metropole Ruhr hin. Er lobt den Vorschlag der Verwaltung und appelliert an alle, diesem Vorschlag zuzustimmen.
Herr Thieser begründet, dass die Verkehrswende nicht von heute auf morgen stattfinden könne. Er spricht sich für die Bodenmarkierung zur Querung aus, aber nicht für eine geänderte Vorfahrtsregelung.
Frau Schneidmüller-Gaiser moniert das Tempo bei der Verkehrswende. Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass Radfahrer*innen keine Minderheiten mehr seien.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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47,5 MB
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2
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(wie Dokument)
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3,3 MB
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