10.02.2021 - 7.6 Zusammen im Quartier - Kinder stärken - Zukunft...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.6
- Sitzung:
-
Sitzung der Bezirksvertretung Haspe
- Gremium:
- Bezirksvertretung Haspe
- Datum:
- Mi., 10.02.2021
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Sonja Rack
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Wisotzki erläutert die Vorlage der Verwaltung.
Frau Schneidmüller-Gaiser gratuliert zuerst der Verwaltung für diesen umfangreichen Bericht. Dieser Bericht sei sehr umfangreich, methodisch und informativ. Der Stadtgesellschaft möchte sie hingegen nicht gratulieren. Sie bezieht sich auf den erste herausgegebenen Armutsbericht aus dem Jahr 2005 und weist darauf hin, dass sich in den letzten Jahren nichts verändert habe. Armut habe ganz viel mit Migration, dem Kinderreichtum, dem Bildungsgrad der Eltern und dem Aufwachsen in sozial belasteter Umgebung zu tun. Die Hilfen die diese Kinder brauchen, sollten niederschwellig, Sozialraum orientiert und verlässlich sein. Schon 2005 sei das Armutsrisiko im Hasper Zentrum deutlich erhöht. Zum heutigen Zeitpunkt habe sich dieses Problem manifestiert. In gesamt Hagen sei jeder vierte Jugendliche abhängig von Sozialleistungen. Im Stadtbezirk Haspe hingegen seien es 48 Prozent der Jugendlichen. Ihrer Meinung lebe demnach jedes zweite Kind in Haspe in Armut oder sei von Armut bedroht. Sie appelliere dringend an alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung den geschriebenen Worten auch Taten folgen zu lassen. Ihrer Meinung nach, benötige es neue Wege der Unterstützung auf Stadtebene und auch für den Bezirk Haspe. Es müsse dringend Bürokratie abgebaut werden, damit z.B. das Recht auf Bildung und Teilhabe in Anspruch genommen werden könne. Die Akteure vor Ort würden sehr genau wissen, wo es mangelt. Zusammen mit diesen Einrichtungen sollen die Konzepte erarbeitet werden. Sie ist der Meinung, dass Haspe ebenso wie Wehringhausen und Altenhagen bei der Bewältigung dieser Aufgaben dringend Unterstützung benötige. Diese Unterstützung müsse sich auch bei den Haushaltsplanungen zeigen.
Frau Bremser schließt sich den Ausführungen von Frau Schneidmüller-Gaiser an und schlägt untenstehende Beschlussergänzung vor.
Herr Thieser erklärt, dass unter Punkt 4.6. stehe, dass nach Beendigung des Projektes die Handlungsempfehlungen in den Bezirksvertretungen und im Jugendhilfeausschuss vorgestellt werden sollen. Nach Beendigung der Handlungsempfehlung solle in den Gremien über das weitere Vorgehen diskutiert werden. Er schlägt vor, wenn es die Corona-Pandemie erlaubt, dieses Vorhaben in Diskussionsforen vorzustellen.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Haspe empfiehlt dem Jugendhilfeausschuss folgenden Beschluss zu fassen:
- Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.
- Die Verwaltung wird beauftragt, ein Umsetzungskonzept für die Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und den jeweiligen Bezirksvertretungen sowie dem Jugendhilfeausschuss vorzulegen. Ebenso soll die Öffentlichkeit über das Umsetzungskonzept entsprechend informiert werden.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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öffentlich
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5,2 MB
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