16.09.2020 - 7.2 Temporäre Einrichtung von Fahrradspuren auf der...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.2
- Sitzung:
-
Sitzung der Bezirksvertretung Haspe
- Gremium:
- Bezirksvertretung Haspe
- Datum:
- Mi., 16.09.2020
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Gregor Hengstermann
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Funke erläutert die Vorlage der Verwaltung.
Frau Bremser hält diese Aktion grundsätzlich für eine gute Sache. Sie sieht aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens ein größeres Problem zwischen der Grundschötteler Straße und der Haenelstraße. Genau in diesem Bereich sind schon zwei Radwege (Radweg im Ennepepark und Radweg Preselweg) vorhanden. Sie fragt, ob der Bereich zwischen Grundschötteler Straße und Haenelstraße nicht aus diesem Projekt herausgenommen werden könne.
Frau Funke erläutert die Gründe, warum die Verwaltung diese Aktion für 5 Wochen für vertretbar hält.
Herr Gronwald ist grundsätzlich nicht gegen diesen Vorschlag. Die Finanzierung sei so gestaltet, dass das Fußgängerverkehrskonzept von 30.000,00 € um 20.000,00 € für diese Maßnahme reduziert werden soll. Er möchte wissen, welche Maßnahmen für das Fußgängerverkehrskonzept wegfallen müssten. Er geht auf die Aussage in der Vorlage ein, dass es in 2020 aus personellen Gründen keine weiteren Handlungsmöglichkeiten geben werde und bittet um Erläuterung. Er möchte wissen, ob diese Maßnahme aus einem anderen Titel finanziert werden könnte. Er fragt, ob der ÖPNV, sowie in der Körner Straße auch hier mit einbezogen werden könnte. Er persönlich würde lieber die vorhandenen Radwege im Ennepepark und am Preselweg nutzen, als mit dem Individualverkehr auf der Straße zu fahren.
Frau Funke antwortet, dass das vorhandene Personal nicht ausreiche, um mit den veranschlagten 30.000,00 € ein Fußgängerverkehrskonzept in 2020 zu erarbeiten. Eine andere Finanzierungsmöglichkeit für dieses Projekt sei ebenfalls nicht vorhanden. Es könnten auch nur konsumtive Mittel verwendet werden, da das Projekt nur für einen Zeitraum von 5 Wochen angesetzt ist. Die Einbeziehung des ÖPNV sei bereits angedacht worden. Die Testphase sei nur für Radfahrer vorgesehen. Sollte über eine dauerhafte Lösung nachgedacht werden, könne der ÖPNV mit einbezogen werden.
Herr Mervelskemper spricht sich für eine Testphase aus. Durch solche Maßnahmen könne der gesamte Radverkehr gefördert werden. Er bittet darum, die Bezirksvertretung Haspe nach der Testphase entsprechend zu informieren.
Herr Goertz begrüßt diese Aktion außerordentlich. Nur wer testet könne auch Erfahrungen sammeln. Er bittet ebenfalls um einen Bericht in der Sitzung der Bezirksvertretung am 19.11.2020 wenn die Testphase beendet ist und analysiert wurde. Er plädiert dafür, dieser Vorlage zuzustimmen.
Herr Gehrke weist daraufhin, dass der Rat der Stadt Hagen für die Mobilitätswende 3 Millionen Euro bereitgestellt hat. Die jetzt vorhandene 10-Minuten-Taktung des Busverkehrs sei mit dieser Aktion nicht zu halten.
Frau Funke erläutert, dass aufgrund der vorhandenen Zahlen nicht von einem dauerhaften Stau ausgegangen werde. Ein Ergebnis der Testphase könnte dann auch die kombinierte Lösung der Bus- und Radspur werden.
Herr Bradenbrink bittet um ausreichende Informationspolitik für die Bürgerinnen und Bürger.
Herr Thieser geht auf die ansässigen Betrieben in diesem Bereich ein. Er weist auf die vielen Ein- und Ausfahrten hin, welche teilweise durch LKWs befahren werden. Er macht deutlich, dass eine sehr offensive Informationspolitik erforderlich sei.
Frau Bremser erinnert an das Verkehrsaufkommen während der Sperrung der Auffahrt zur A1. Diese Situation des erhöhten Verkehrs sollte sich jetzt nicht wiederholen. Daher sei ihrer Meinung nach die Herausnahme des Bereichs von der Haenelstraße bis zur Grundschötteler Straße für diese Testphase erforderlich.
Frau Funke kann die Bedenken nachvollziehen. Die Teststrecke sei viel zu kurz wenn dieser Bereich herausgenommen werden würde. Die Signalwirkung ginge dadurch verloren. Sie prüfe, inwieweit die Verwaltung stärker an die Betriebe herangehen kann, so dass die Firmen stärker informiert werden.
Herr Gronwald macht deutlich, dass diese Strecke zu Stoßzeiten sehr stark belastet sei und weist auf den Busverkehr hin, welchen sehr viele Schulkinder nutzen müssen, die pünktlich die Schule erreichen sollten. Die Fahrradspur sollte nach einer kurzen Testphase auch für Busse freigegeben werden. Er fragt, ob der Ausweichverkehr im Bereich der Büddingstraße / Oedenburgstraße und Dickenbruchstraße / Am Karweg auch gemessen werde. Seiner Meinung nach sollte hier eine V-85-Messung erfolgen.
Herr Röhrig fragt, warum der ÖPNV nicht direkt mit in die Testphase eingebunden worden ist. In diesem Bereich seien viele Haltestellen vorhanden.
Frau Funke erklärt, dass die Anfahrbarkeit der Busse an die Bushaltestellen gewährleistet ist. Dies wird durch Markierung entsprechend angezeigt. Das Angebot der Firma sei nur für die Markierungen für die Radspur ausgelegt. Eine Änderung sei aufgrund der zeitlichen Frist (25.09.2020 – 31.10.2020) nicht mehr möglich.
Frau Enders weist daraufhin, Kontakt mit der Waldorfschule aufzunehmen, da diese direkt in diesem Bereich liegt und viele Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad fahren.
Herr Gronwald macht darauf aufmerksam, dass der Bus einen Fahrstreifenwechsel vornehme, wenn er von der Bushaltestelle auf seine Fahrspur fahren möchte. Jetzt müsse er Vorfahrt achten und habe nicht automatisch den Vorrang. Er fragt, ob dies mit dem ÖPNV so geklärt worden sei.
Herr Huyeng weist darauf hin, dass diese Maßnahme im Vorfeld mit der Hagener Straßenbahn und auch mit der Verkehrsbehörde abgesprochen worden seien.
Herr Romberg ist der Meinung, dass hier ein paar vorhandene Probleme nicht zu Ende gedacht wurden. Hier werde für wenige Radfahrer eine Radspur geschaffen und es entstünden viele Probleme für den Individualverkehr und den ÖPNV.
Herr Thieser macht darauf aufmerksam, dass es PKWs und LKWs nur schwierig möglich sei, als Linksabbieger von der Grundschötteler Straße auf die einzige PKW-Spur zu fahren. Seiner Meinung nach entstünden hier Probleme, da alle Linksabbieger in die Fahrradspur fahren müssten. Er geht auf das allgemeine Radverkehrskonzept ein. Hier seien viele Fragen, wie zum Beispiel die Überquerungshilfen an der Martinstraße und An der Kohlenbahn, Ende Radweg Hammerstraße, noch nicht endgültig geklärt.
Frau Bremser fragt, ob diese Maßnahme auch vorab beendet werden könne, wenn Verkehrschaos entstehen würde.
Frau Funke antwortet, dass eine vorzeitige Auflösung extra Kosten verursachen würde.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
30,7 MB
|
|||
|
2
|
(wie Dokument)
|
30,3 MB
|
|||
|
3
|
(wie Dokument)
|
31,2 MB
|
|||
|
4
|
(wie Dokument)
|
29,1 MB
|
