26.02.2020 - 3.4 Vorschlag der SPD-FraktionHier: Konkretisierung...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Sporbeck unterstützt den Antrag und die Einarbeitung der angesprochenen Punkte in den Nahverkehrsplan. Der Bereich Vorhalle / Weststraße sei aufgrund der Häufung ähnlicher Linienverläufe einer der Schwachpunkte im Liniennetz.

Hinsichtlich der Takte pro betroffener Relation sehe er die Stellungnahme der Verwaltung als nicht zielführend an. Er halte eine gleichmäßige Verteilung der Busse für wichtig. 

Punkt zwei sollte seines Erachtens beinhalten, dass in Gebieten wie in Boelerheide zwischen Lönsweg und Hagener Straße mit Schnittkante Kapellenstraße, in denen es nahezu zeitgleich auf beiden Seiten Busabfahrten gebe, Fahrten entzerrt würden.  Zu Punkt vier schlage er vor, auch die Busverkehr Rheinland GmbH einzubeziehen, da die Relation gemeinsam gefahren werde. Hier sollte eine Verständigung mit der Hagener Straßenbahn erfolgen. 

 

Herr Klepper regt an, auch diese Angelegenheit der Hagener Straßenbahn zur Prüfung mitzugeben. Von der Verwaltung habe er noch keine Antwort dazu gehört.

 

Herr Kämmerer weist darauf hin, dass eine Stellungnahme der Verwaltung zum Bereich Nahverkehrsplan vorliege.

 

Herr Lellek führt aus, dass im Nahverkehrsplan festgehalten sei, wie welche Takte gestaltet werden sollen; nicht, wie man gewisse Takte vermeiden soll.

Gemessen am Nahverkehrsplan hätten die Linien 541 und 591 nichts miteinander zu tun. Die Linie 541 sei in das Hagener Taktsystem so integriert, dass sie nicht ohne Weiteres verschiebbar sei. Die Linie 591 führe über die Hagener Stadtgrenzen hinaus, sodass auch benachbarte Aufgabenträger Ansprüche an die Linie stellen würden wie beispielsweise der Ennepe-Ruhr-Kreis, wo die Linie in Wetter mit dem Schienennahverkehr verknüpft sei.

Von der Funktion her seien diese beiden Linien völlig unterschiedlich.

Der Nahverkehrsplan lege die Takte und die Linien, mit denen die Takte erreicht werden sollen, dar. Darunter würden keine weiteren Definitionen durchgeführt, da die Funktionen nicht vergleichbar seien. Es könne somit passieren, dass Linien zufällig nebeneinander herfahren würden.

 

Herr Sporbeck hält die letzte Aussage für nicht zielführend. Als Stadt Hagen habe man ein Interesse daran, dass ihre Bürger ein möglichst optimales Angebot erhalten würden. Die Vermeidung von „Knäuelbildung“ könne durchaus noch im Nahverkehrsplan aufgenommen werden. Er werde versuchen, einen gemeinsamen Fraktionsantrag dahingehend aufzustellen, dass solche Konstellationen zwingend zu vermeiden seien.

 

Herr Koch plädiert dafür, der Hagener Straßenbahn ausreichend Planungsfreiheiten zu lassen. Man sei bestrebt, Parallelverkehr auf längeren Abschnitten zu vermeiden.

Hinsichtlich der Linien 541 und 591 stimme er Herrn Lellek zu. Die Linie 591 habe eine überregionale Verkehrsaufgabe. Man sollte seines Erachtens nicht das eng miteinander verflochtene Netz der Hagener Straßenbahn nach der Linie 591 ausrichten, an der noch der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Kreis Unna beteiligt seien.

Gegen eine Formulierung im Nahverkehrsplan wie „… sollte nach Möglichkeit vertaktet sein …“ hätte er keine Einwände, weil dies auch das Bestreben der Hagener Straßenbahn sei. Von einer zwingenden Formulierung bitte er jedoch abzusehen.

Bei dem, was die Hagener Straßenbahn verantworten könne, sollte seines Erachtens das Angebot für die Hagener Bevölkerung gegenüber dem überregionalen Verkehr einen Vorrang haben.

Das Problem im Boelerheide habe man im Fokus.

 

Herr Ludwig plädiert dafür, insbesondere bezüglich Bereichen ohne dichte Takte mit anderen Verkehrsgesellschaften ins Gespräch zu kommen, um eine dichtere Vertaktung zu erreichen.

 

Herr Heiermann spricht sich dafür aus, der Hagener Straßenbahn nicht zu enge Vorgaben zu geben und unterstützt die Idee von Herrn Koch.

Die benachbarten Verkehrsbetriebe könne man von Hagen aus nicht zu Fahrplanänderungen zwingen. Gegebenenfalls müsse ein übergeordnetes Gremium angesprochen werden, um die Verkehrsbetriebe zur Kooperation zu bewegen.

 

Herr Kämmerer schlägt die Formulierung eines Prüfauftrages vor.

 

Herr Schrötter erklärt sich mit dem Beschluss eines Prüfauftrages mit Bitte um zeitnahe Prüfung und Einarbeitung einschließlich der Zusatzpunkte von Herrn Sporbeck einverstanden.

 

 

 

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Beschluss:

 

Die Hagener Straßenbahn AG wird gebeten, die im Antrag aufgeführten Beschlussvorschläge unter Berücksichtigung der mündlichen Ausführungen von Herrn Sporbeck zeitnah zu prüfen und dem Unterausschuss Mobilität über das Ergebnis zu berichten.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

2

 

 

CDU

3

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

AfD

-

-

-

FDP

-

-

-

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

9

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

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Anlagen zur Vorlage