11.02.2020 - 2 Belange der Barrierefreiheit im Nahverkehrsplan...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Behindertenbeirates
- Datum:
- Di., 11.02.2020
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jana Funke
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Lellek vom Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung, zuständig für die Nahverkehrsplanung, berichtet, dass ein neuer Nahverkehrsplan aufgestellt werden soll. Hierfür läge nun ein Entwurf vor. Er stellt fest, dass die Stadt Hagen es nicht schaffe, alle Haltestellen bis zum Jahr 2022 barrierefrei zu gestalten. Es gebe 476 Bushaltestellen und somit 978 Bussteige. An allen Haltestellen soll es einen stufenlosen Zugang zum Bus geben und darüber hinaus Aufmerksamkeitsfelder und Rippenplatten für blinde und sehbehinderte Fahrgäste. Von den 978 Bussteigen seien bislang 129 vollständig barrierefrei, 77 Bussteige seien teilweise barrierefrei. In den Bussen gebe es eine Fahrgastinformation im Zwei-Sinne-Prinzip, Informationen über die nächste Haltestelle werden akustisch und visuell zur Verfügung gestellt.
Für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen wurde ein Haltestellenkataster erstellt, für jede Haltestelle wurde ein Steckbrief gefertigt. Die Haltestellen wurden je nach Anzahl der anfahrenden Linien, Fahrgastaufkommen und Verkehrsbedeutung in fünf Kategorien aufgeteilt. Eine besondere Kategorie bilden die Haltestellen, die in der Nähe von bestimmten Einrichtungen liegen, so z.B. die Haltestellen an Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen und Pflegeheimen. Je nach Kategorie sollen die Haltestellen nun eher oder später umgebaut werden. In diesem Jahr werden noch die Haltestellen St. Josefs-Kirche, Seniorenzentrum Buschstraße, Osthofstraße und Emilienplatz umgebaut. Er berichtet, dass geplant sei, pro Jahr 30 Bussteige umzubauen.
Frau Lazaris merkt an, dass an der Haltestelle am Friedensplatz Rollstuhlfahrer nicht einsteigen könnten, die gegenüberliegende Haltestelle sei jedoch bereits barrierefrei. Herr Lellek berichtet, dass einige Haltestellen im Zuge von Straßenbauarbeiten umgebaut worden seien. Frau Gleiß merkt an, dass es nicht damit getan sei, die Haltestellen mit hohen Bordsteinen und taktilen Platten für blinde Menschen auszustatten. Genauso müssten die Fahrpläne für Rollstuhlfahrer niedriger angebracht werden, an wichtigen Haltestelle fehle eine akustische Ansage und Scheiben müssten für Sehbehinderte markiert werden. Herr Lellek entgegnet, dass man die Priorität nun erst einmal auf die bauliche Gestaltung mit hohen Bordsteinen und Bodenplatten lege. Aus personellen und finanziellen Gründen sei es nicht möglich, weitere Anforderungen umzusetzen. Er verweist darauf, dass die technische Entwicklung voranschreite. So gebe es schon jetzt QR-Codes an den Haltestellen.
Herr Wirth bedauert, dass es so noch so lange dauern soll, bis alle Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut sind. Er verweist auf die Möglichkeit, dass man auch ohne großen Aufwand die Barrierefreiheit an Haltestellen verbessern kann, indem man zum Beispiel die Scheiben markiert.
Anlagen zur Vorlage
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