16.02.2006 - 6.2 Zukunftskonzeption und Neuausrichtung der Hagen...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.2
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 16.02.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/BC Beteiligungscontrolling
- Bearbeitung:
- Jürgen Reiß
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr
Thielmann weist darauf hin, dass es zu dem Konzept einen
Änderungsvorschlag der FDP-Fraktion gibt. Er geht davon aus, da die
Expertenkommission in Hohenlimburg noch kein abschließendes Votum abgegeben
hat, dass heute im Haupt- und Finanzausschuss noch keine Abstimmung erfolgen
wird, sondern diese auf den Rat verschoben wird. Daher wird der FDP-Antrag
jetzt auch nicht zur Abstimmung gestellt.
Herr
Strüwer hat bereits in der letzten Ratssitzung am 02.02.2006
darum gebeten, auf die von ihm eingereichten Fragen entsprechende Antworten zu
bekommen. Er bemängelt, dass bei der Beratung der Vorlage in den politischen
Gremien die inhaltlich Verantwortlichen nicht anwesend sind.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz teilt mit, dass er bisher davon ausgegangen ist,
dass der Durchlauf durch den Beratungsgang so organisiert worden ist, dass
inhaltliche Stellungnahmen und die Beantwortung von Fragen auch erfolgen
konnten.
Diese
Einschätzung wird von Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses, die auch
Mitglieder anderer Gremien sind, so bestätigt.
Herr
Feste fragt, vor dem Hintergrund der politischen
Entscheidung, dass in den Stadtteilbädern Haspe, Hengstey und Hohenlimburg
jeweils 500.000 Zuschuss zur Verfügung gestellt werden, ob mit diesem Betrag
das vorgesehene Lennebad zu einem Ganzjahresbad umzuwandeln. Wichtig ist ihm
dabei, ob dann in diesem Bad auch Individual-, Vereins- und Schulschwimmen
durchgeführt werden können. Er bittet um Beantwortung dieser Frage bis zur
Ratssitzung.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz teilt mit, dass es keinen solchen Beschluss
gibt. Auf den Hinweis von Herrn Feste, dass es sich um eine Empfehlung
der Fraktionen handele, weist Herr Oberbürgermeister Demnitz darauf hin,
dass eine Empfehlung der Fraktionen nicht einem politischen Beschluss in einem
entsprechenden Gremium gleich kommt.
Herr Strüwer weist
darauf hin, dass in den verschiedenen Konzeptstudien eine Aufrechnung der
Kosten enthalten war. Er sieht die sich bisher abzeichenende Entwicklung
dahingehend, dass es zu einer Entscheidung für ein Zentralbad und 3 weitere
Standorte kommen wird. Diese Variante ist in den bisherigen Kostenaufstellungen
noch nicht berücksichtigt worden. Herr Strüwer stellt daher folgende Fragen:
Wie
soll das finanzielle Gesamtkonzept aussehen? Wieviele Millionen Euro entfallen
dabei auf das Zentralbad? Wird es da bei 25 Mio. bleiben? Wieviele Millionen
Euro werden in den Interimsbetrieb mit allen anderen Bädern, die bis mindestens
2009 noch weiter betrieben werden, fließen? Wie werden die Investitionskosten
für die 3 Stadtteilbäder beziffert?
Die
Beantwortung dieser Fragen hält Herr Strüwer für den Haupt- und Finanzausschuss
für wichtig, damit ausgewogene Entscheidungen getroffen werden können.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz erläutert, dass es eine Konzeption gibt, die in
die politische Beratung gegeben worden ist. Je nach dem, wie die politische
Beratung ausfällt, werden dann aufgrund dessen, was im Rat zur Entscheidung
kommt, auch konkrete Kosten benannt werden können.
Herr
Dr. Ramrath weist darauf hin, dass Zahlen präsentiert worden sind
und sich ihm nicht erschließt, inwiefern diese unzureichend sein sollen. Er
weist explizit darauf hin, dass Unterhaltungsaufwendungen und Defizite, bezogen
auf die Bäder, aufgeschlüsselt wurden.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz schlägt vor, die Beschlussfassung auf die
Ratssitzung am 02.03.2006 zu verschieben. Bedenken gegen dieses Vorgehen
bestehen nicht.
Beschluss:
1.
Der
Rat der Stadt Hagen befürwortet die Errichtung eines zentralen Sport- und
Freizeitbades am Freibadstandort Ischeland und beauftragt schon jetzt den/die
noch zu bestellende/n Vertreter/in in einer noch anzuberaumenden
Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung der Hagener Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH (HVG) bzw. der HAGENBAD GmbH zu beauftragen, dieses
Konzept umzusetzen und alle dafür notwendigen Genehmigungsverfahren und
Ausführungsplanungen einzuleiten. Dies erfolgt unter tarifvertraglicher
Absicherung der derzeitigen Beschäftigten.
2. Im
übrigen beauftragt der Rat der Stadt Hagen den/die Vertreter/in in einer noch
anzuberaumenden Gesellschafterversammlung, der Neuausrichtung der Hagener
Bäderlandschaft mit dem Weiterbetrieb folgender Bäder zuzustimmen:
3. Die Anlagen, die nicht in
einem zukünftigen Bäderkonzept vorgesehen sind, sind nach Fertigstellung des
zentralen Sport- und Freizeitbades am Standort Ischeland zu schließen und einer
Nachnutzung zuzuführen.
Die
Umsetzung der Vorlage erfolgt bis zum 31.12.2006.
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Abstimmungsergebnis: |
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X |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
