29.01.2020 - 4.12 Vorschlag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen hie...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.12
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Mi., 29.01.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Mario Wohlan
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Kingreen äußert sich enttäuscht, dass dem Ausschuss immer noch nichts vorliege. Aus dem Konzept aus dem vergangenen Jahr sei nichts umgesetzt worden, obwohl dem WBH Geld in Aussicht gestellt wurde und eine politische Entscheidung vorliege. Zur nächsten Sitzung erwarte sie das Konzept, wo ökologisch gearbeitet werde und wo die Starterflächen sein werden, die für Insekten angelegt werden.
Herr König weist Anschuldigungen gegen den Wirtschaftsbetrieb zurück, da dieser nur auf Auftrag der Stadt arbeite und die Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Diese Mittel seien im Haushalt 2020/2021 eingeplant, der Haushalt sei noch nicht genehmigt. Weiterhin sei nicht klar, wer innerhalb der Verwaltung zuständig sei für die Umsetzung der Beschlüsse.
Frau Roth stellt anhand einer Präsentation das Konzept für das Ökologische Grünflächenmanagement vor. Dies beinhaltet die Handlungsoptionen und Planungen zur Grünflächenpflege (Rasen, Stauden, Bäume, Sträucher, Säume), weist Extensivmähflächen sowie deren Standorte auf. Frau Roth weist auf die zusätzliche Bereitstellung finanzieller Mittel im Rahmen der Haushaltsplanberatungen hin. Der Fachbereich 61 wird in diesem Jahr ein integriertes Freiraumentwicklungskonzept in Auftrag geben, welches in Teilen die konzeptionellen Arbeit unterstützen könne, jedoch nicht ganz so tief geht, dass daraus operative Maßnahmen abzuleiten wären, die dem Wirtschaftsbetrieb direkt aufgegeben werden könnten. Innerhalb der Verwaltung muss darüber hinaus noch mit den beteiligten Organisationseinheiten (60, 61, WBH) überlegt werden, wie die Öffentlichkeitsarbeit und die Partizipation erfolgen kann.
Frau Roth erläutert die Umstellung der Mähfrequenz und die daraus resultierenden Konsequenzen für die die ausgewiesenen Starterflächen. Der Wirtschaftsbetrieb werde diese Aufträge zunächst vergeben, da aktuell keine geeigneten Maschinen zur Verfügung stehen würden. Weiterhin erläutert Frau Roth, dass viele dargestellten Handlungsoptionen bei der Stadt Hagen aufgrund des Kostendruckes schon seit langem durchgeführt würden, wie z. B. Bepflanzungen mit mehrjährigen Stauden anstatt Wechselbepflanzungen. Bei der Verwendung von Bäumen sei zu differenzieren. Generell werden einheimische Arten gepflanzt, in urbanem Umfeld mit durch den Klimawandel zunehmendem Stressfaktoren (Hitze, Trockenheit) werde zukünftig jedoch auch auf nicht heimische Arten zurückgegriffen werden müssen, um Baumstandorte z.B. in der Innenstadt zu halten.
Herr Panzer fragt nach, ob sich die jetzige Berichterstattung auch auf Seite 6 der Vorlage aus Oktober 2019 beziehe.
Frau Roth bestätigt, dass sie dieser Berichterstattung damit vorgreife.
Herr Panzer dankt Frau Roth für die Berichterstattung und bittet die Präsentation und eine Auflistung der Starterflächen mit Standortbeschreibung für die Niederschrift als Anlage zur Verfügung zu stellen.
Herr Schmidt merkt an, dass auch ästhetische Maßnahmen bedacht werden sollten und die dafür benötigten Mittel aufgezeigt werden, wenn die zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen würden.
Herr Meilwes entgegnet, dass Blühbepflanzungen schnell übergrasen würden, der Blüheffekt untergehe und diese Flächen spätestens alle 2 Jahre neu angelegt werden müssen für einen optischen Effekt. Bezüglich der Starterflächen sei es aufgrund von Beobachtungszwecken sinnvoll, Parallelflächen umzuwandeln und mehrjährige Pflanzen einzusäen, um einen direkten Vergleich zu haben.
Frau Kingreen schließt sich Herrn Meilwes an und merkt an, dass die landwirtschaftlichen Flächen ein großes Problem seien, da diese bis an Wege und Bäche heran bewirtschaftet würden und kein Grünstreifen mehr für die Insekten übrig bleibe. Dahingehend sollte über den Landschaftsbeirat versucht werden, mit den Landwirten zu sprechen.
Herr Meier merkt an, dass dem Wirtschaftsbetrieb Geld zugesprochen wurde für die Ersatzpflanzung von Bäumen. Dahingehend werde kurzfristig eine Pflanzliste erwartet, an welchen Standorten gepflanzt werden und die entsprechenden Mittel dafür verbraucht werden. Er fragt an, inwieweit Frau Roth da unterstützen könne.
Frau Roth teilt mit, dass bezüglich der Pflanzung der Bäume noch zielgerichtete Standorte geplant werden. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsbetrieb werde finanziell auch geprüft, was dies an Material und Arbeitskraft koste.
Herr Panzer empfiehlt, den Funckepark nachzubepflanzen, da dort immer nur gefällt wurde.
Beschluss:
Die Verwaltung wird gebeten, in Absprache mit dem WBH den Stand der Planungen für die städtische Grünpflege im Frühjahr dieses Jahres vorzulegen. Dabei sollte sie insbesondere auf folgende Fragen eingehen:
1. An welchen Stellen im Stadtgebiet ist geplant, in diesem Jahr statt des üblichen Rasenmähens das ökologische Mähkonzept anzuwenden?
2. Wo überall werden Starterflächen für standortgerechte und damit insektenfreundliche Pflanzungen und Einsaaten eingerichtet?
Anlagen zur Vorlage
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