14.02.2006 - 5.11 Ausbauplanung "Offene Ganztagsschule" in Hagen ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.11
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Di., 14.02.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Berichterstatter: Herr
Jürgens
Frau Purps lobt die
konkrete Darstellung der Vorlage und möchte hierzu wissen, ob die Kosten pro
Kind in Höhe von 295 € nicht gegenüber einer Betreuung durch Tagesmütter
zu hoch sind. Des weiteren merkt Frau Purps an, dass sie den Einsatz von
1-Euro-Kräften in diesem
Bereich für bedenklich hält, da die Kinder einem ständigen Wechsel der
Betreuungspersonen unterworfen wären. Zuletzt möchte sie wissen, warum trotz
weiterer Kapitalisierung der 0,1 Lehrerstellen eine Änderung der Elternbeiträge
erforderlich ist.
Herr Klessa lehnt hierzu
auch entschieden den Punkt 4 der Vorlage ab, da nun Eltern mit einem
Jahreseinkommen - bisher 12.271 € - nun ab einer Höhe von 3000,01 €
monatlich 10 € Elternbeitrag leisten müssten.
Herr Jürgens erwidert zu
diesen Einwendungen, dass die Tabelle der Beitragsleistungen in Anlehnung an
die Kindergartenbeitrage erstellt worden ist. Es sind zunächst 50 € pro
Kind errechnet worden. Da jedoch die Beiträge von den Eltern ausblieben, sind
die Beträge herabgesetzt worden.
Durch die Vorgabe des
Landes zu den Ganztagesschulen, muss die Stadt dieses schon mit ca. 800.000
€ bezuschussen, was so nicht angedacht war.
Bezüglich der
1-Euro-Kräfte sagt Herr Jürgens, dass diese von den Kooperationspartnern, die
die Schulen frei wählen können, ausgesucht, eingestellt und entlassen werden.
Die Stadt habe hierzu keine Einflussmöglichkeiten, findet diese Regelung jedoch
auch nicht glücklich.
Weiterhin führt Herr
Jürgens aus, dass die Kürzung auf 0,1 Lehrerstellen pro Gruppe vom Land neu
geregelt wird.
Auf Nachfrage von Frau
Schümer, ob es richtig sei, dass finanzkräftige Eltern ihre Kinder erst gar zu
dem Ganztagsbetrieb anmelden, sagt Herr Jürgens, dass dies in den verschiedenen
Stadtteilen unterschiedlich sei. Jedoch sei erkennbar, dass durch die
vielseitigen Angebote und den Mittagstisch, finanzschwächere Eltern mehr von
diesem Angebot Gebrauch machen.
Herr Löwenstein bittet
darum den Tagesordnungspunkt in erster Lesung zu behandeln und diesbezüglich
nicht in eine längere Fachdiskussion einzutreten. Frau Richter schließt sich
dem Antrag an.
Die Verwaltung sagt
hierzu eine weitere Überarbeitung mit den geäußerten Anregungen und
eingetretenen gesetzlichen Änderungen der Vorlage bis zur nächsten Sitzung zu.
Auf die Frage von Herrn
Homm welche Alternativen bezüglich der nicht vorhandenen Raumkapazitäten an den
Schulen in Wehringhausen und Altenhagen angedacht sind, erwidert Herr Jürgens,
dass eventuelle An- und Ausbauten der Schulen angedacht sind und diese mit
entsprechenden Anträgen an die Bezirksvertretung Hagen-Mitte herangetragen
werden.
Hinweis der
Schriftführerin:
Der Beschluss des
Jugendhilfeausschuss war als Tischvorlage ausgelegt und ist als Anlage 30
Gegenstand der Niederschrift.
