19.06.2019 - 11 Bericht zum Kinderschutz in Hagen 2016-2018

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Thiede stellt den Bericht zum Kinderschutz in Hagen vor (siehe Anlage zu TOP 11).

 

Herr Reinke dankt für den umfangreichen Bericht. Man habe im Jahr 2017 anläßlich des Evaluationsberichtes zum letzten Mal dazu beraten. Dieser Bericht schließe  daran an. Dargestellt seien die Veränderungen und die Anforderungen für die Zukunft, die nun politisch beraten werden müssten. Er sei stolz darauf, was in Hagen im Bereich des Kinderschutzes angeboten würde. 

 

Herr Koslowski schließt sich dem Dank an. Er wolle sich für die Familienpaten stark machen. Man habe die Entwicklung der Bevölkerungszahlen sehen können. Es sei absehbar, dass die Bedarfe insgesamt steigen würden. Er warne davor, zu sagen, dass die Zahl der Familienpaten reduziert werden könne.

 

Herr Reinke macht deutlich,dass es Sache des Ausschusses sei, aus der Vorlage Schlussfolgerungen zu ziehen. Es sei kritisch anzumerken, dass das zahlen- und bugdetmäßig noch nicht konkret dargestellt sei.

In einem Gespräch mit Familienbegleiterinnen habe er erfahren, dass diese nur noch Zuwandererfamilien begleiteten. Man habe das System seinerzeit mit Blick auf diehier lebenden Familien aufgebaut. Es sollten alle Familien erreicht werden. Es stelle sich für ihn die Frage, wie man weiter damit umgehe und ob man die Dinge wieder in die Richtung lenken wolle, die man sich ursprünglich vorgestellt habe.

 

Frau Baumann betont, dass  die Stadt Hagen mit Hilfe des Fachbereiches und der Freien Träger Beachtliches in dem Bereich leiste. Das sei nicht selbstverständlich. Die Stadt Hagen sei in dem Bereich ein Vorreiter. Sie plädiere dafür, dass das so bleibe und an der einen oder anderen Stelle Angebote präventiv auszuweiten.

 

Herr Reinke schließt sich den Ausführungen an. Das sei auch das Ergebnis des Evaluationsberichtes gewesen.

 

Frau Hamann macht deutlich, dass man mit dem Unterstützungssystem insgesamt ein Problem habe, vor allem, was die Existenzsicherungsfragen angehe.  Die Beratung im Hinblick auf Bildung und Erziehung der Kinder gerate immer mehr in den Hintergrund. Die jetzigen Beratungsinhalte gehörten in einen ganz anderen Bereich und nicht in die Kernaufgabe einer Kinder- und Jugendhilfe.

 

Frau Köppen weist auf die Präventionsketten hin. Wichtig sei, die bisherigen Angebote weiterzuentwickeln.

 

Frau Kaufmann dankt für die Wortbeiträge. Sie wolle auf den Ausblick am Ende des Berichtes hinweisen. Dort seien die wichtigsten Fragen kompremiert dargestellt. Man benötige die personellen Ressourcen für die Kernaufgaben, für die sie eingestellt worden seien. Man müsse sich fragen, was der Bericht für Konsequenzen mit sich ziehe. Man stehe ganz am Anfang mit den Herausforderungen.

 

Herr Goldbach beont,dass Vieles gesagt worden sei,das richtig sei. Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass es zu Zielkonflikten kommen könne. Man müsse in dem Zusammenhang auch über Beratungsintensitäten des Jobcenters sprechen.

Wenn die Verwaltung das in dem Sinne weiterführen solle, benötige man den entsprechenden Beschluss. Es müsse geprüft werden, wer das leisten könne. Man habe die Priorität bei den Haushaltsplanberatungen darauf verwendet, die abgebildeten Angebote finanziell auskömmlich auszustatten. Wenn man verschiedene Angebote stärken wolle, müsse natürlich auch die finanzielle Komponente Berücksichtigung finden.

 

Herr Reinke fragt, ob bei einem heutigen Beschluss mit einer Vorlage rechtzeitig zu den Haushaltsplanberatungen gerechnet werden könne.

 

Herr Goldbach sagt, dass man es versuche, er aber aufgrund der personellen Situation keine definitive Zusage machen könne. 

Er informiert darüber, dass man noch auf ein angekündigtes Förderprogramm warte, bei dem es Schnittmengen mit diesen Problematiken gebe. Man strebe damit eine Ausweitung für diese Zielgruppe mit den Familienbegleitern in Kooperation mit dem Caritasverband an.

 

Herr Reinke weist noch darauf hin, dass das Kinderschutzforum Ende Mai getagt habe. Es habe dem Ausschuss die Empfehlung gegeben, der Argumentation des Kinderschutzberichtes zu folgen und der absehbaren Entwicklung entsprechend für eine bedarfsgerechte finanzielle und personelle Ausstattung Sorge zu tragen. Das entspreche der Bitte der Verwaltung, sie in der vorgeschlagenen Form zu beauftragen.

 

Er stellt den Beschlussvorschlag zur Abstimmung und dankt Frau Thiede für die geleistete Arbeit.

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Beschluss:

 

  1. Der Jugendhilfeausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.
  2. Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung, die finanziellen und personellen Ressourcen für eine bedarfsgerechte Versorgung mit Angeboten und Maßnahmen, wie im Kinderschutzbericht dargestellt, zu ermitteln.

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

1

 

 

CDU

3

 

 

Die Linke

1

 

 

Vertreter Jugendhilfe

7

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

12

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen

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