27.03.2019 - 4 Jahresrückblick 2018 der Hagener Stadtbücherei
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 27.03.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:07
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Markus Gruß
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Steffes zieht vorab das Fazit , dass man das bereits in 2015 vorgestellte Leitbild kontinuierlich umsetze.
Sie berichtet, dass sie mit der heutigen Post von Frau Kaufmann die Februar Ausgabe des Städtetages NWR erhalten habe. Die Ausgabe enthalte einen Artikel mit der Überschrift“ „Entwicklung der Großstadtbibliotheken in NRW“- Wohnzimmer der Stadt“.
Frau Steffes erklärt weiter, in ihrem Leitbild sei postuliert, dass man eine Bildungs-,Kultur,-und Freizeiteinrichtung sei, ein generationenübergreifender Treffpunkt, der dritte Ort neben zu Hause, Schule und Arbeitsstätte. Man sichere Zugang zu Medien und Informationen.
Dies alles mache man kontinuierlich und entwickele sich weiter.
Dabei gäbe es Trends, die sich immer weiter verstärken.
Der erste Trend sei , dass die Stadtbücherei als ein Ort mit digitaler Infrastruktur zunehmend genutzt werde. Bereits seit einiger Zeit sei man in der glücklichen Lage, über W-lan zu verfügen.
Wenn man sich nachmittags in der Bücherei umsehen würde, würde man feststellen, dass man sich deutlich verjüngt habe. An allen Tischen säßen Schüler und Schülerinnen und nutzten die digitalen Angebote alleine und in Arbeitsgruppen. Dies seien aber nicht die einzigen Besucher. Dieses Jahr habe man bereits zum vierten Mal die Medienberater der Hagener Schulen zu Gast gehabt. Das seien Lehrer aller möglichen Schulformen , die sich dort weiterbilden würden. Dies habe sich etabliert.
So sei dies eine Win-Win-Situation, denn mancher Lehrer würde sich hinterher auch in der Bücherei anmelden.
Dass man sich hier zum Arbeiten mit W-lan treffen könne, habe sich etabliert.
Aber nicht nur die Orte seien digitaler geworden, auch seien bereits 9 % der Medien , die man ausleihen könne, digital zu nutzen . Seit 2012 gäbe es die digitale On-leihe im Angebot. Diese werde weiter ausgebaut.
Auch habe die Bücherei eine positive Außenwirkung, genannt „Bücherei außer Haus“.
Die Stadtteilbüchereien mit ihren Fördervereinen würden die Bücherei vorbildlich auf vielen Events und Stadtteilfesten nach außen präsentieren.
Die Veranstaltung im vergangenen Jahr mit den Chören „ Day of Song“ sei das emotionale High-Light des letzten Jahres gewesen.
Wie positiv Hagen von außen wahrgenommen werde, zeige sich anhand von zwei Beispielen.
Lob und Anerkennung gäbe es für den Facebook Auftritt der Stadtbücherei. Dazu sei man von der Bezirksregierung Düsseldorf aufgefordert worden, einmal aufzuschreiben, wieso man dies so klasse machen würde, damit andere Bibliotheken das nachmachen könnten.
Darüber würde sie sich ganz besonders freuen, weil man von dieser Stelle auch etwas wolle, nämlich die Fördergelder .
Stolz sei sie auch auf das große Echo zu den „LangenLernnächten“.
Im Kreis der Großstadtbibliotheken habe sie über die Hagener „LangenLernnächte“ berichtet , und das Echo dazu sei enorm. Ein Flyer dazu sei ausgelegt.
Bereits 16 Büchereien würden diesem Beispiel folgen und würden diese aktuell einrichten.
Letztendlich lobt Frau Steffes auch ausdrücklich ihr hoch motiviertes Büchereiteam und dessen Arbeit.
Herr Söhnchen bedankt sich bei Frau Stefffes für deren Vortrag.
An der nachfolgenden Diskussion beteiligen sich Herr Asbeck, Herr Becker, Herr Klinkert, Frau Engelhardt, Herr Dr. Fischer und Frau Steffes.
Auf Nachfrage von Herrn Asbeck, warum die Besucherzahlen in den Stadtteilbüchereien im Gegensatz zum Trend in der Zentralbibliothek zurückgingen, erwidert Frau Steffes, dass man bemüht sei, auch die Attraktivität der dezentralen Büchereien zu stärken, wie beispielsweise mit der Leseförderung und der Veranstaltungsarbeit, um auch dort wieder steigende Besucherzahlen zu gewinnen.
Weiter möchte Herr Asbeck wissen, ob die steigende Zahl der Down-Loads finanzielle Auswirkungen im Etat habe oder gar zu Problemen führen würde.
Frau Steffes führt dazu aus, dass man im Bereich der E-Medien einem Verbund von 40 Bibliotheken angehöre, die über solche Beschaffungen gemeinsam befinden würden. In diesen gemeinsamen „Topf“ zahle jede dieser Städte einen kleinen Teil ein; der Teil der Stadt Hagen läge beispielsweise bei 10.000,- € und müsse natürlich kompensiert werden, was zu Lasten der Anschaffung von physischen Medien ginge.
Herr Asbeck erklärt sich damit nicht zufrieden und erwidert, dass ihm eine Art Etatisierung dazu vorschweben würde. Vielleicht könne man auch Mehreinnahmen dazu rekrutieren. Er sähe es nicht so ganz ein, dass die Anschaffung von E-Medien zu Lasten des Lesens gehen würde.
Herr Becker ruft das Geschäftsmodell der Bücherei in Erinnerung. In deren Jahresbeitrag seien sämtliche Bücherei-Angebote „allinklusive“, so dass keine Sondergebühren für Down-Loads anfielen.
Im Gegensatz zur Bücherausleihe fielen bei den Down-Loads jedoch keine Versäumnisgebühren an, da diese technisch verhindert würden, indem die E-Medien nach Fristablauf nicht mehr zur Verfügung stünden. Im Rahmen der Haushaltsberatungen würde derzeit ermittelt, mit welchen Beträgen man dabei zu rechnen habe.
Herr Klinkert nimmt einmal Bezug zu der Aussage des Besucherrückganges in den Außenstellen. In der Zentrale fielen die Besucherzahlen von sehr viel mehr Veranstaltungen deutlicher ins Gewicht als in den Bibliotheks-Außenstellen. Diese würden den normalen Besucherzahlen hinzugerechnet, bzw. als solche verzeichnet. Die Stadtteilbüchereien hätten in dem Umfang diese Möglichkeit nicht.
Frau Engelhardt regt aus ihrer eigenen Erfahrung als Kundin an, den Bücherei-Mitgliedsbeitrag künftig auch online entrichten zu können.
Frau Steffes bedankt sich für den Vorschlag und nimmt diesen gerne mit. Dabei verweist sie auf die Möglichkeit, dass auch Zwei- und Dreijahresausweise erworben werden können.
Herr Dr. Fischer erkundigt sich danach, ob die Fernleihe noch stattfinden würde.
Frau Steffes bejaht dieses und erwidert, man habe im letzten Jahr 1004 Fernleihbearbeitungen verzeichnet.
Weitere Anfragen zur Sache bestehen keine.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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17,1 kB
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(wie Dokument)
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13,4 kB
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