11.12.2018 - 5.5 Fahrbahndeckensanierung der Hohenlimburger Stra...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.5
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Di., 11.12.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jörg Winkler
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Dieser Tagesordnungspunkt wird in beiden Gremien, dem Ausschuss für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität und dem Stadtentwicklungsausschuss, diskutiert und beschlossen.
Herr Dr. Ramrath verliest zu diesem Tagesordnungspunkt den Beschluss aus der Bezirksvertretung Hohenlimburg und fragt dann bei Herrn Panzer nach, wie denn der UWA beschlossen habe.
Herr Panzer führt aus, dass dies ein Punkt der Sondersitzung sei und man hier beschließen wolle. Diese TOPs werden auf der Tagesordnung des UWA unter 5.6 und 5.7 aufgeführt.
Herr Grothe sagt, dass man hier die Planung, wie auch schon in der Bezirksvertretung Hohenlimburg gezeigt, vorstellt und erläutert diese dann. In der letzten Woche habe er ein Gespräch mit der Firma Bilstein geführt, bei dem man sich darauf verständigt habe, dass der Linksabbieger nochmals gezählt werde.
Herr Winkler erläutert, dass an dieser Stelle schon eine Verkehrszählung durchgeführt wurde, mit dem Ergebnis, dass in der morgendlichen Spitzenstunde 89 PKW Einheiten (82 PKW und 7 LKW) als Linksabbieger in den Weinhof abgebogen sind. Wenn man dies umrechnet auf den Durchlauf bei der Ampelanlage käme man auf 2,5 PKW Einheiten pro Umlauf, die sich auf der Abbiegespur aufstellen würden. Von daher gehe die Verwaltung davon aus, dass die verkürzte Linksabbiegespur ausreichend sei. Herr Winkler bietet an, bevor hier endgültig Markiert würde noch eine ganzwöchige Verkehrszählung mit dem Zählgerät durchzuführen. So dass man neue objektive Zahlen bekommt, nach denen man dann die Länge der Linksabbiegespur bemessen kann. Grundsätzlich würden die Verwaltung das Konzept mit der Radverkehrsspur nicht ändern wollen.
Herr Dr. Ramrath fragt nach ob man nicht die Vorgehensweise umkehren könne, erst die Verkehrszählung und dann den Beschluss fassen.
Herr Winkler führt aus, dass man im Winter nicht mit den Markierungsarbeiten anfangen würde. Diese Zeit könne man nutzen um eine einwöchige Zählung durchzuführen. Die Zahlen könne man dann vorstellen und dann einen Beschluss fassen.
Herr Schmidt führt aus, dass man in der Bezirksvertretung Hohenlimburg über diese Planung entsetzt sei. Er möchte hier nochmals erläutern warum dies so sei. Die Firma Bilstein beschäftigt an diesem Standort über 1000 Mitarbeiter. So dass es beim Schichtwechsel zu einem großen Verkehrsaufkommen kommt. Hinzu kommt auch noch der LKW Verkehr. Man sollte hier nicht ein Nadelöhr durch den Radweg einbauen. Dadurch wird es einen erheblichen Rückstau in Richtung Hünenpforte geben. Weil sich der Geradeausverkehr hinter dem Linksabbieger staut. Der hier vorgesehene Radweg wird nicht genutzt werden, weil es eine Alternative dazu über den Pfarrer-Lang-Weg gibt. Dieser führt weiter durch die Unterführung und dann parallel zu den Schienen in Richtung Hünenpforte. Diese Maßnahme wird nur vorgeschlagen, weil man dadurch Fördergelder beantragen kann. Was man auch nicht vergessen sollte ist, dass dies der wichtigste Straßenbereich für die Hohenlimburger Innenstadt überhaupt sei. Man behindere mit dieser Maßnahme nicht nur den Zulieferverkehr zu der Firma Bilstein, sondern auch die Besucher der Hohenlimburger Innenstadt. Wenn hier Verkehrszählungen durchgeführt werden, solle man berücksichtigen dass die Firma Bilstein ein 3-Schicht Betrieb sei.
Herr Plahr führt aus, wenn man sich mit Mitbürgen über diese Maßnahme unterhält fallen Vokabeln wie Irrsinn, geht nicht und warum das denn. Wenn man nun, nur um Fördermittel zu bekommen, hier einen Radweg schaffen würde obwohl es eine bessere Alternative gebe, hält er dies für nicht richtig. Hinzu kommen noch die wegfallenden Längs- und Schrägparkplätze, die im Moment noch die Attraktivität der Stadt erhöhen. Bevor man hier das weitere Vorgehen beschließe, solle man doch erst einmal die Zahlen aus der Verkehrszählung abwarten und auch mit den Bürgern vor Ort sprechen.
Frau Masuch führt aus, wenn man zu einem einheitlichen Modal Split kommen möchte, dann müsse man der Bevölkerung auch vernünftige alttagstaugliche Fahrradwege zur Verfügung stellen. Selbst wenn es hier schon einen Radweg für die Freizeitradler gibt. Hier wird immer so gesprochen, als wäre dieser Radweg nur zusätzlich und die Autos würden weiterfahren wie bisher. Sie glaubt aber, dass dies nicht der Fall sei. Wenn es diesen Radweg gäbe, wird der eine oder andere doch auf das Auto verzichten. Von daher kommt es hier auch zu einer Verdrängung. Genau wie es die Politik wünscht.
Herr Panzer erklärt, dass 12.000 Fahrzeuge nicht viel seien. Er verweist auf die Baustelle an der Eckeseyer Straße, hier ist das Verkehrsaufkommen wesentlich höher. Es kommt aber trotz der einspurigen Verkehrsführung nicht zu Rückstaus. Obwohl die Geschwindigkeit vom Bauhaus kommend auf 30 Km/h reduziert wurde. Er schlägt vor, dass die Verwaltung die Länge der Abbiegespur nochmal prüft und man dann beschließt.
Herr Grzeschista führt aus, dass im Vergleich die neue Abbiegespur für ihn nicht kürzer aussehe als die Vorhandene. Das einzige was er als kritisch ansieht ist die Verkehrsführung in die Innenstadt hinein. Hier würde er eine einspurige Variante begrüßen. Er gehe davon aus, dass der Fahrradweg stadteinwärts unproblematisch sei. Er fragt nach ob der rudimentäre Radweg vor der Sparkasse fahrradtechnisch überhaupt nutzbar sei. Dieser geht zulasten der Fußgänger und des Parkraumangebotes. Da die Fahrzeuge die heute hier parken länger sind als die Parkbuchten.
Herr König sagt, was geschieht mit den Grundsatzbeschlüssen, Vorrang für den ÖPNV und Radverkehr, wenn es bei der Umsetzung von konkreten Einzelmaßnahmen immer wieder zu Problemen kommt. Hier werde man noch nacharbeiten müssen. Herr König führt aus, dass er auch schon Probleme dabei gehabt habe aus den Schrägparkplätzen vor der Sparkasse auszuparken und sich wieder in den fließenden Verkehr einzuordnen. Aus seiner Sicht sollte man das Ergebnis der Verkehrszählung abwarten und dann eine Entscheidung fällen.
Herr Dr. Ramrath fragt nach ob diesem Vorgehen zugestimmt werden könne. Dies sehe er so. Man sollte die Verwaltung beauftragen eine repräsentative Verkehrszählung durchzuführen und dann zu berichten. Er findet es auch der Firma Bilstein gegenüber nur fair hier so weiter vorzugehen.
Die Abstimmung zu diesem Beschlussvorschlag wird von den Vorsitzenden getrennt nach Gremium durchgeführt
