20.11.2018 - 6.4 Vorschlag der Fraktionen Die Linke. und Bürger ...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Drane verlässt um 18:57 Uhr die Sitzung.

 

Herr Bögemann verliest die Antwort von Frau Barbara Hanning, im Rat sei der Beitritt zur „Kommunen für biologische Vielfalt“ und die Unterzeichnung der Deklaration beschlossen worden. Die Maßnahmen sind an die entsprechenden Gremien, auch an den Naturschutzbeirat, weitergeleitet worden, die Beratungsfolge wird somit eingehalten.

 

Der Naturschutzbeirat sei durch dieses Papier auch aufgefordert, Ideen und Vorschläge auf lokaler Ebene zu entwickeln. 

 

Herr Gockel erläutert unter Hinweis auf das nationale Aktionsprogramm „Artenschutz“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dass der Verlust der Artenvielfalt globales Problem sei, mit dem man sich auch lokal auseinandersetzen wird. 

 

Herr Meilwes schlägt vor, sich zu den einzelnen Spiegelpunkte jeweils eine Fachkraft einladen.

 

 

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Beschluss:

Der Rat der Stadt Hagen beschließt die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ zu unterzeichnen und dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ beizutreten. Damit verbunden ist auch die Umsetzung der folgenden Maßnahmen innerhalb der nächsten drei Jahre (2019-2021) durch die Stadt Hagen:

 

Pflege und Unterhaltung der Gehölzbestände entlang von Straßen entsprechend der Hinweise, die das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) und das Umweltministerium NRW (MKULNV) für Bundesfern- und Landesstraßen erarbeitet haben. Für die Pflege der innerstädtischen Straßen soll ein entsprechendes ökologisches Bewirtschaftungskonzept entwickelt werden.

 

In Parks und Friedhöfen sollen vermehrt heimische Arten angepflanzt werden, da sie zahlreichen Insektenarten, welche als Bestäuber für Nahrungsmittel unentbehrlich sind, Nahrung bieten. Des Weiteren können durch spezifische Artenhilfsmaßnahmen wie zum Beispiel der Anlage von Biotopen, Trockenmauern und Totholzhecken sowie dem Anbringen von Nistkästen in Parkanlagen, Friedhöfen und Gärten Strukturen geschaffen werden, die dem Erhalt und der Förderung seltener oder bedrohter Arten dienen.

 

Erhaltung und Förderung von Gebäudequartieren für Fledermäuse und Vögel. Ursprüngliche Fels- und Höhlenbrüter wie Turmfalke, Schleiereule, Mehlschwalbe und Mauersegler finden in und an Gebäuden geeignete Ersatzlebensräume.

Umsetzung von Maßnahmen (Festsetzungen) zur Pflanzung von heimischen Bäumen und Büschen.

 

Erarbeitung und Umsetzung von ökologischen Mähplänen für die Straßen- und Wegränder der Stadt (d. h. bis auf Ausnahmestandorte kein mehrmaliges Mulchen, sondern ein einmal jährliches Mähen und Abfahren). Somit wird zugleich das Aufwachsen der Straßenränder vermieden, die andernfalls regelmäßig abgeschält werden müssen.

 

Auf Pestizide, Stickstoff-Dünger und Torf wird bei städtischen Grünflächenarbeiten verzichtet.

 

Katastermäßiges Erfassen und Entwicklung von Blühstreifen mit regionalem Wildpflanzensaatgut auf dem kommunalen Flächeneigentum.

 

Schaffung von Anreizen für die artenreiche und vielfältige Gestaltung privater Gärten bspw. durch Auslobung von Preisgeldern (für besondere Privatgärten und/oder eines Wettbewerbs zur Umgestaltung artenarmer Gärten). Ein solcher Wettbewerb könnte als Werbekampagne gegen den Trend der Stein-rten genutzt werden.

 

Darstellung der besonderen Bedeutung der innerstädtischen Kleingartenanlagen für Artenvielfalt und innerstädtisches Klima.

 

Unterstützung des WBH bei der Entwicklung nachhaltiger Bewirtschaftung und Bepflanzung von städtischen Flächen.

 

 

Zusatz Naturschutzbeirat:

Der Naturschutzbeirat wird in seinen nächsten Sitzungen die aufgeführten 10 Themenkomplexe unter Hinzuziehung der jeweils betroffenen Fachbereiche nacheinander erörtern.

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Abstimmungsergebnis:

 

 

x

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

10

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

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Anlagen zur Vorlage