04.12.2018 - 6.5 Regionales Radwegekonzept für die Metropole Ruh...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Dr. Ramrath erläutert, dass Herr Elkmann an beiden Radverkehrskonzepten mitgearbeitet habe und bittet darum, dass mit der Präsentation begonnen wird.

Herr Elkmann stellt seinen Vortrag vor.

 

Herr Dr. Ramrath bedankt sich für den Vortrag und fragt nach, inwieweit man versucht die Alltagspendler zu erreichen und zu motivieren auf das Rad umzusteigen. Dies sei ein Schwerpunkt der strategischen Ausrichtung.

Herr Elkmann erklärt, dass der Fokus auf das Alltagsnetz gerichtet wurde und erst in zweiter Linie das Freizeitnetz betrachtet wurde. Dies war auch so mit der Stadt Hagen vereinbart.

Herr Grothe erläutert, dass das strategische Ziel sei, den Fahrradverkehr zu stärken und noch weiter auszubauen. Dies werde auch bei dem ISEK Prozess angestrebt. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Stadtteilen sollen so attraktiv gestaltet werden, dass noch mehr Hagener auf das Fahrrad umsteigen.

Herr Meier fragt nach den Nummern auf dem gelb / grün Plan und möchte wissen ob das die Prioritäten sind.

Herr Elkmann beantwortet dies wie folgt: Dies sind ID-Nummern für die einzelnen Radwegestrecken.

Herr Meier sagt, dass das Thema Verkehrssicherheit für Radfahrer angesprochen wurde. Als Beispiel führt er den Radweg an der Rembergstraße / Eppenhauser Straße an. Die Alltagswege für Fahrradfahrer sieht er besonders kritisch, wie sensibilisiert man die anderen Verkehrsteilnehmer gegenüber den Radfahrern.

Herr Elkmann erklärt, dass es keine Übersichtskarte gibt auf der die Unfallschwerpunkte für Fahrradfahrer gekennzeichnet sind. Es gibt Stellen und Orte an denen sich Unfälle häufen. Zum Beispiel an der Becheltestraße, dort wird der Radverkehr auf dem Bürgersteig geführt. Die Unfälle werden verursacht durch den ein- und ausfahrenden Verkehr zu dem dort befindlichen Einzelhandel. Der Radweg am Remberg bergauf ist so in Ordnung, bergab gibt es die Möglichkeit die Geschwindigkeit, auf 30 km/h, zu verringern und dem Radfahrer zu ermöglichen einen größeren Abstand zu den parkenden PKW einzuhalten.

Herr Schmidt sagt, dass man das Altagsnetz und Freizeitnetz der Fahrradrouten nicht getrennt betrachten könne. Die beiden Netze überlagern sich auf einer Strecke von 220 km. Diese Betrachtungsweise möchte er auch für den Lenneradweg geltend machen. Es könnten sich auch „Berufsverkehre“ aus Richtung Letmathe in Richtung Lennetal entwickeln, in die Gegenrichtung natürlich auch.

Frau Heuer hat die Frage, ob man eine Karte mit Nummern bekommen könne, die man den einzelnen Maßnahmen zuordnen könne. Frau Heuer fragt auch bei den Fördermitteln nach ob die alle in Anspruch genommen werden. Sie erklärt auch, dass es sicherer ist den Radweg den Remberg bergab zu benutzen, da die Fahrbahnbreite einen akzeptablen Abstand zu parkenden Fahrzeugen zulässt. Bergauf ist der Radweg oft durch Mülltonnen oder durch sonstigen Unrat versperrt. Es ist sicherer auf der Straße zu fahren. Sollten die anderen Verkehrsteilnehmer noch mehr für den Radfahrer sensibilisiert werden, so wird sich das nur positiv auswirken.

Herr Romberg hat erwartet, dass man auch Zahlen zu Auslastung der Radwege präsentiert bekommt. Er führt aus, dass der Radweg an der Eugen-Richter-Straße kaum benutzt werde.

Herr Homm führt aus, dass die Fahrradfahrer eher über die Augustastraße oder Langestraße fahren. In der Vorlage wird auch erwähnt, dass ein Fußgängerkonzept erstellt werden soll. Er hält es für sinnvoll diese beiden Konzepte parallel zu erstellen. Um beiden Zielgruppen gerecht zu werden ist es nötig die Ampelschaltungen zu optimieren. Er hält es für nötig dies auch im Beirat für Menschen mit Behinderung und Seniorenbeirat zu diskutieren.

Herr Elkmann erläutert, dass der Freizeitverkehr möglichst abseits von Hauptverkehrsstrecken geführt werde. Die Alltagsverkehre sind darauf ausgelegt, den kürzesten und schnellsten Weg zu befahren. Es gibt Karten die eine Verknüpfung zu den Maßnahmen zeigen. Grundsätzlich wird eine Führung des Radverkehrs auf der Straße bevorzugt. Für die Beantragung der Fördermittel ist der jeweilige Baulastträger selbst in der Verantwortung. Fördermittel wird es geben für Hauptverbindungen oder Radschnellverbindungen. Das Umweltministerium wird auch Fördermittel bereitstellen. Das Büro Stadtverkehr hat im Rahmen der Aufstellung des Nahverkehrsplanes festgestellt, dass der Radverkehr in Hagen zugenommen habe. Das Angebot für Radfahrer sollte attraktiver gestaltet werden um noch mehr Radfahrer auf die Straße zu bekommen. Der Rad- und Fußgängerverkehr sollten immer zusammen betrachtet werden. Es müssen auch die Belange von behinderten Menschen und Kindern gesondert berücksichtigt werden.

Herr Dr. Ramrath sagt, dass der UWA einen Zusatz zu dem Beschluss formuliert hat. Dieser wird von ihm verlesen.

Herr König führt aus, dass hier nur Strecken und keine Ausbaustandarts festgelegt werden. Es gehe wohl nur darum für ein kleines Stück eines Radweges in Hohenlimburg eine besondere Priorität zu schaffen. Aus diesem Grunde macht der Beschluss für ihn keinen Sinn.

Herr Romberg weißt nochmals auf die finanziellen Auswirkungen hin.

Herr Dr. Ramrath lässt über den Beschlussvorschlag abstimmen.

 

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Beschluss:

 

1.     Das vom Regionalverband Ruhr (RVR) erarbeitete Zukunftskonzept für den regionalen Alltagsradverkehr in der Metropole Ruhr wird vom Rat der Stadt Hagen als Bedarfsplan für den Regionalen Radverkehr grundsätzlich unterstützt. Dabei soll der Korridor des Lenne-Radwegs in Hohenlimburg/Oege so gestaltet werden, dass auch der ADFC-Gestaltungsvorschlag zum Lenne-Radweg realisierbar bleibt.

2.     Der Rat der Stadt Hagen bittet den Regionalverband Ruhr (RVR), mit den dafür zuständigen Ministerien auf Landes- und Bundesebene die Weiterentwicklung und Umsetzung des Bedarfsplans für den Regionalen Radverkehr voranzutreiben.

3.     Die Verwaltung wird beauftragt, dem Regionalverband Ruhr diesen Beschluss zu übermitteln.

4.     Die Verwaltung wird darüber hinaus beauftragt, die weitere Umsetzung des Bedarfsplans für den Regionalen Radverkehr aktiv zu unterstützen. Hierbei ist die Verknüpfung der kommunalen und regionalen Radwegenetzplanungen zu optimieren und aufzuzeigen, welches kommunale Engagement und welche Chancen für das kommunale Radwegenetz mit dem Bedarfsplan für den Regionalen Radverkehr verbunden sind. Die Verwaltung wird gebeten, über die weitere Umsetzung des Regionalen Radwegenetzes regelmäßig zu berichten.

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

 

 

4

CDU

5

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

-

 

 

AfD

1

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

11

Dagegen:

0

Enthaltungen:

4

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen

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