06.11.2018 - 6.4 16 Strategische Ziele für Hagen (Version Juli 2...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Dr. Ramrath erläutert, dass die Verwaltung die Änderungsanträge der einzelnen Fraktionen zusammengefasst und mit der Stellungnahme von „Plan-lokal“ versehen habe. Er schlägt vor die einzelnen Ziele in den Änderungsanträgen der Reihe nach abzuarbeiten. 

 

Antrag 1a: Änderungsantrag der Fraktion BfHo/Piraten Hagen vom 28.09.2018

 

Ziel 1: Kompakte Siedlungsstrukturen in den Flusstälern und an den Hängen:

 

Herr Dr. Ramrath stellt fest, dass es dazu schon eine Beratung im  UWA gegeben habe.

Herr Schmidt erklärt, dass man versucht habe die Zielsetzung etwas moderater zu formulieren. Man halte es auch für wichtig dass die kommunale Planung und der Landesentwicklungsplan übereinstimmen.

Herr Meier sagt, dass es dazu den Beschlussvorschlag des UWA gebe. Er würde vorschlagen, dass man diesen beschließt.

Herr Dr. Ramrath verliest den entsprechenden Absatz und fragt ob es dagegen Bedenken gäbe.

Frau Masuch erklärt, dass sie bei der ursprünglichen Formulierung bleiben würde. Sie ist der Meinung, dass man sich erst einmal über die 16 strategischen Ziele, die auf Seite 9 der Vorlage vom Juni 2018 zusammengefasst sind, verständigen solle. Man gehe kleinkariert an irgendwelche Handlungsansätze und übe sich  in Formulierungen, bei denen sie gar nicht weiß ob dass die Aufgabe des Ausschusses sei. Strategische Ziele sind für sie, das, was auf Seite 9 der Vorlage steht. Auf den folgenden Seiten werden die Handlungsansätze und Botschaften formuliert. Diese werden im weiteren Prozess noch feinabgestimmt  werden. Frau Masuch führt aus, dass man sich doch über die 16 strategischen Ziele verständigen solle.

Herr Dr. Ramrath erläutert, dass dies die abgestimmte Vorgehensweise sei. Der Rat habe beschlossen, dass es eine weitere Beratungsrunde gibt um die politische Diskussion  zu eröffnen. Nun wurden zu verschiedenen Punkten Änderungsanträge gestellt. Es ist wohl so zu verstehen, dass die Ziele zu denen es keine Änderungsanträge gibt, konsensfähig sind. Die werde man in Gänze Beschließen. Man werde nur die Punkte diskutieren für welche ein Änderungsantrag besteht.

Herr König sagt, dass bei der Diskussion im UWA der Vorsitzende, Herr Dr. Bücker, von der Fraktion Hagen Aktiv gesagt habe, er nehme keine Wortänderungen vor, da diese Formulierungen das seien was die Bevölkerung wünsche. Diese seien in der Bürgerbeteiligung erarbeitet worden. Es wurde dagegen argumentiert, dass man diese Bürgerbeteiligung durchaus noch konkretisieren könne und man als Politiker auch noch Einfluss nehmen könne.

Herr Dr. Ramrath sagt, dass er keine weiteren Wortmeldungen zu dem ersten Punkt sieht. Es wird über die geänderte Formulierung abgestimmt.

 

 

Die folgenden Punkte unter der Überschrift Handlungsansätze werden zur Diskussion gestellt.

 

Herr Dr. Ramrath erläutert, dass es zu dem Ziel 1, Punkt 1 schon einen Beschlussvorschlag aus dem UWA gibt. Diesen stellt er zur Abstimmung vor.

 

 

Herr Dr. Ramrath ruft die Änderung Ziel 1, Punkt 9 auf und verliest den geänderten Beschlussvorschlag aus dem UWA. Er fragt nach ob es Wortmeldungen oder Bedenken dazu gibt und lässt dann abstimmen.

 

 

Ziel 14 Hagen schmiedet Bildungsketten

 

Spontanen Wortbeiträgen ist zu entnehmen, dass man den Stadtentwicklungsausschuss für nicht zuständig hält.

Herr Dr. Ramrath erklärt, wenn jemand eine Präsenz-Uni in der Innenstadt ansiedeln möchte, sei dies doch eine hochbrisante stadtentwicklungs-politische Frage und betrifft nicht nur die Bildung. Es gab mal eine Diskussion darüber, den Neubau der Fachhochschule, aus städtebaulichen Gründen, auf dem Gelände der Westside zu platzieren. Jede große Investition in der Stadt hat auch Auswirkungen auf die Stadtentwicklung.

Frau Masuch denkt nicht, dass man jetzt über alle Wortbeiträgen in den Workshops beschließen muss. Dies ist ein Vorschlag, ob der richtig justiert ist, falsch justiert oder fehl interpretiert wird, könne sie nicht beurteilen.

Herr Dr. Ramrath fragt nach wer denn diesen Antrag einbringt.

Es wird geantwortet, dass der Antrag von Fraktion BfHo/Piraten Hagen eingebracht wurde.

Herr Schmidt sagt, dass verschiedene Statements gefallen sind. Wenn jemand eine Präsenz-Uni installieren möchte hält er dies für einen abenteuerlichen Vorschlag. Den man auch so stehen lassen könne.

Frau Masuch wirft ein, man würde hier nichts Beschließen.

Herr Dr. Ramrath sagt, dass er sich etwas schwer mit dieser Aussage tut. Ist es wirklich das Verlangen, dass es neben der Fachhochschule und Fernuniversität noch eine weitere Präsenz-Uni in die Innenstadt gibt.

Herr Grothe erklärt, dass man vermutet habe, dass es ein redaktioneller Fehler sei. Dies ist hier nicht der Fall. Man kann darunter auch verstehen, dass die Fernuniversität einen größeren Präsenzanteil bekommt. Dieser Formulierung wurde in einem Verwaltungsworkshop so diskutiert. Er würde empfehlen diese Formulierung, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, so beizubehalten.

Herr Dr. Ramrath fragt Herrn Schmidt ob dieser den Vorschlag zurückzieht.

Herr Schmidt antwortet mit ja.

Herr Dr. Ramrath sagt, dann habe sich dieser Punkt erledigt.

 

 

Änderungsantrag der Fraktion BfHo/Piraten vom 01.10.2018:

 

Zum Ziel 8 Wohnzimmer und Portale – Qualität im öffentlichen Raum:

 

Herr Dr. Ramrath verließt den geänderten Vorschlag.

Herr Schmidt erklärt, dass das Thema Sport im ISEK nicht ausreichend berücksichtigt wird. Von der Verwaltung werde darauf hingewiesen, dass man dazu erst einmal ein Konzept benötige. Eine Grundsatzerklärung kann man aber trotzdem abgeben.

Herr König ist der Meinung, dass der Sport- und Freizeit Ausschuss dies entscheiden solle.

 

 

Herr Dr. Ramrath erklärt, dass die Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom

16.10.2018 zurückgezogen wurden.

 

 

Änderungsantrag der CDU-Fraktion vom 16.10.2018

 

Strategisches Ziel 13

 

Herr Dr. Ramrath erklärt, dass man jetzt zum Antrag der CDU-Fraktion, Ziel 13 komme.

Herr Röspel erläutert, dass man sich intensiv mit dem Ziel 13 beschäftigt  habe. Der Vorschlag der Verwaltung zur Überschrift „Hagen produziert“ solle in „Technikstadt und Wissensstandort mitten im Grünen“ geändert werden. Es gibt noch andere Gewerbezweige als die Stahlverarbeitung. Er möchte darauf hinweisen, dass sie die existentielle Bedeutung des Wirtschaftsstandortes Hagen herausstellen wollen. Er verweist auf die Änderung im ersten Absatz, diese würde die Wichtigkeit des Standortes Hagen  unterstreichen. Er geht auch auf den Flächenbedarf ein, es muss ein Flächenbedarf von 60 Hektar entwickelt werden. Wichtig sind auch die Kernbotschaften, diese wurden erweitert und neu formuliert.  Die Handlungsansätze wurden auch überarbeitet. Er bittet darum, dass man diese Vorschläge zur Kenntniss nimmt und ihnen bei der Abstimmung zustimmt.

Herr Meier sagt, dass die SPD-Fraktion es auch so verstanden habe, dass hier versucht werde die einzelnen Punkte zu konkretisieren. Es werde versucht den Wirtschaftsstandort Hagen mehr in den Vordergrund zu rücken. Was ihn richtig stört, sei, der Vorschlag zu Änderung der Überschrift. Er findet den Oberbegriff „Hagen produziert“ als Einleitung für das Thema Wirtschaft doch sehr passend. Was gar nicht vorkommt ist auch der Hinweis auf den Wissensstandort. Dies wird unter anderen Punkten aufgeführt. Die Kernbotschaften machen auch deutlich, dass man sich konzentrieren möchte auf die Reaktivierung von gewerblichen  und industriellen Brachflächen. Man werde nicht umhinkommen, wenn man den Bedarf decken wolle, sich auch in den Freiräumen zu bewegen. Dies aber nur in Fällen, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt. Eine Redaktionelle Änderung schlägt Herr Meier noch vor und zwar wird von der CDU-Fraktion auf mittelständisch – industriell geändert, dies würde er zurücknehmen wollen. Dass hier alle Betriebe, gleich welcher Größe, gemeint sind versteht sich von selbst.

Herr Dr. Ramrath schlägt einen Kompromiss für die Überschrift vor, „Die Technikstadt Hagen produziert“.

Frau Masuch erklärt, dass es hier um einen Zeitraum von17 Jahren gehe, bis zum Jahr 2035. Sie würde bei Überschrift Hagen produziert bleiben, denn dies sagt ja nicht, dass immer nur Stahl produziert werden müsse. Wie man in den Gutachten nachlesen kann, könnte man auch ganz andere Sachen produzieren. Sie ist der Meinung dass es wichtig sei in den Städten auch verbrauchernah zu produzieren. Dabei käme man in den nächsten Jahren wahrscheinlich auf ganz neue Ideen. Man solle sich nicht als Technikstadt einengen lassen. Der Wissensstandort wird unter andern Punkten auch aufgeführt. Sie würde bei den vorgeschlagenen Formulierungen bleiben, die nicht so restriktiv sind, dass man nicht noch Freiflächen oder erforderliche Gewerbeflächen erschließen kann.

Herr Grothe sagt, „Hagen produziert“ sagt aus, dass man darstellt Hagen ist ein Produktionsstandort, egal was jetzt hergestellt wird.

Herr Dr. Ramrath sagt, dass für die Überschrift „Hagen produziert“ eine Mehrheit zustande kommt. Bei den Kernbotschaften kommen die Änderungen hinzu. Bei den Erläuterungen werden die herausgenommen, die von der Verwaltung als besonders problematisch angesehen werden, Punkte wie z.B. mittelständisch-industriell. 

Herr Grothe sagt zu, möglichst viele der vorgeschlagenen Änderungen zu übernehmen. Aussagen wie „unbürokratische Anwendung planungsrechtlicher Bestimmungen“ werde man redaktionell überarbeiten müssen.

Frau Masuch findet die Stellungnahme des Gutachters und die Empfehlung der Verwaltung dazu gut und fragt jetzt nach, ob man nicht bei dem strategischen Ziel „Hagen produziert“ bleiben könne. Sie habe eine Vorlage mit den Stellungnahmen der Gutachter, warum manche Änderungen nicht so sinnvoll sind und der dazugehörigen Beurteilung durch die Verwaltung. Sie würde vorschlagen diesen Empfehlungen zu folgen.

Herr Ludwig führt aus, dass das Ziel 13 gegen die Interessen der Grünen steht. Hier wird wieder festgeschrieben, das neue Flächen eventuell zu Industrieflächen entwickelt werden sollen. Man werde diesem Antrag nicht zustimmen.

Herr Dr. Ramrath möchte die  Aussage korrigieren, dass man nicht wüsste um welche Flächen es sich handelt. Der Rat hat schon entschieden das Böhfeld zu entwickeln. Man habe in der letzten Sitzung auch über die Flächen an der Grundschötteler Straße diskutiert. Diese meldet man jetzt sogar für die Änderung des Regionalplanes an.

Herr Hoffmann erklärt, dass er die Entwicklung des Böhfeldes kritisch sieht. In diese Änderungen sind verschiedene Überlegungen eingeflossen. Er  hätte es nicht schlecht gefunden, wenn  die Verwaltungsakademie der Sparkasse sich hier angesiedelt hätte. Man sollte bei dem Verwaltungssvorschlag bleiben.

Herr Dr. Ramrath fasst die Beschlussänderungen zusammen, die Kernbotschaften gemäß Antrag der CDU-Fraktion werden übernommen, die Überschrift bleibt „Hagen produziert“ und bei den Erläuterungen und Handlungsempfehlungen wird die Verwaltung beauftragt die Änderungsvorschläge redaktionell anzupassen und einzuarbeiten. Ausgeschlossen werden die Punkte unbürokratisch und mittelständisch. Es wird über den Vorschlag abgestimmt.

Frau Masuch gibt bekannt, dass sie zu Protokoll gibt, mit der Überschrift „Hagen produziert“ einverstanden zu sein.

 

 

Herr Grothe verliest den Beschluss des Naturschutzbeirates, 

Ergänzung: Der Bereich Land- und Forstwirtschaft ist auch als Wirtschaftsfaktor zu berücksichtigen. Bei der Betrachtung der städtebaulichen Entwicklung ist neben dem baulichen Innenbereich auch der bauliche Außenbereich zu berücksichtigen.

 

Herr Dr. Ramrath lässt über diesen Zusatz zu den Handlungsempfehlungen abstimmen.

 

 

Herr Grothe sagt, dass es im Sozialausschuss einen Beschlusszusatz, Präambel, gab.

Herr Dr. Ramrath erklärt, dass die Präambel interfraktionell noch ausgearbeitet wird.

Hierzu erfolgt kein Beschluss.

 

 

Herr Dr. Ramrath führt aus, dass man den Grundsatzbeschluss, mit den eingearbeiteten Änderungen aus der Vorlage noch beschließen müsse. Es erfolgt eine Abstimmung.

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Beschluss:

 

 

Zum Änderungsantrag der Fraktion BfHo/Piraten vom 28.09.2018:

 

Ziel 1: Kompakte Siedlungsstrukturen in den Flusstälern und an den Hängen:

 

 

Alt

Geändert / neu

Erläuterung, alt, ab Satz 3:

Die bestehenden Siedlungsstrukturen sind zu sichern und zu stärken. Eine Ausweitung des Siedlungskörpers in den Freiraum ist zu vermeiden. Stattdessen orientieren sich Flächenausweisungen und Baumaß- nahmen an bestehenden Siedlungs- sowie technischen und sozialen Infrastrukturen orientieren.

Erläuterung, ab Satz 3:

Die bestehenden Siedlungsstrukturen sind zu sichern und zu stärken. Eine Ausweitung des Siedlungskörpers in den Freiraum ist grundsätzlich zu vermeiden. Stattdessen sollen sich Flächenausweisungen und Baumaßnahmen an bestehenden Siedlungs- sowie technischen und sozialen Infrastrukturen orientieren.

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

5

 

 

CDU

5

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

Hagen Aktiv

 

1

 

Die Linke

1

 

 

AfD

-

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:

15

Dagegen:

1

Enthaltungen:

0

 

 

 

 

Die folgenden Punkte unter der Überschrift Handlungsansätze werden wie folgt angepasst:

 

Punkt 1

 

Alt

Geändert / neu

Punkt 1, alt:

Anwendung planungsrechtlicher Be- stimmungen / Begrenzung der Flächenausweisung in nicht integrierten Lagen / Planungsrechtliche Definition von Siedlungsgrenzen

Punkt 1, neu:

Maßvolle Flächenausweisung in nicht integrierten Lagen

 

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

5

 

 

CDU

5

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

 

2

 

Hagen Aktiv

 

1

 

Die Linke

 

 

1

AfD

-

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:

12

Dagegen:

3

Enthaltungen:

1

 

 

 

Punkt 9

 

Alt

Geändert / neu

Punkt 9, alt:

Orientierung der Siedlungsentwicklung an vorhandenen Siedlungsstrukturen

Punkt 9, neu:

Vorrangig Orientierung der Siedlungsentwicklung an vorhandenen Siedlungsstrukturen

 

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

5

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

AfD

-

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

15

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

 

 

zum Ziel 14 Hagen schmiedet Bildungsketten

 

Beschlussvorschlag: Der in den Strategischen Zielen unter der Überschrift „Stimmen pro“ unter Punkt 1 formulierte Satz „Hagen braucht eine Präsenz-Uni in der Innenstadt“ wird geändert in „Hagen braucht eine Uni-Präsenz in der Innenstadt“.

 

Dieser Punkt wurde zurückgezogen.

 

 

 

 

Zum Änderungsantrag der Fraktion BfHo/Piraten vom 01.10.2018:

 

Zum Ziel 8 Wohnzimmer und Portale Qualität im öffentlichen Raum:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, zu diesem Punkt allgemeine Ziele hinsichtlich der Entwicklung der Sportstätten- und Bäderlandschaft zu formulieren. Diese sollen ein Bekenntnis zur Förderung des Breitensports sowie der Schwimmausbildung beinhalten.

 

 

 

Dieser Punkt wurde nicht beraten.

 

X

Die Zuständigkeit liegt nicht beim Stadtentwicklungsausschuss

 

 

 

 

Änderungsantrag  der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 16.10.2018:

 

1. Um konkrete Umsetzungsperspektiven und Prioritäten für die im ISEK entwickelten Ziele und Handlungsansätze zu bilden, erarbeitet die Verwaltung die folgenden Informationen:

 

a) Die 16 Ziele und die daraus entwickelten Handlungsansätze sind mit den anderen bestehenden bzw. in Aufstellung befindlichen strategischen Planungen der Stadt abzugleichen. Dies sind insbesondere der Masterplan Nachhaltige Mobilität, das Handlungskonzept Wohnen, der Kulturentwicklungsplan, der Luftreinhaltungsplan, der Masterplan Grün, die in Aufstellung befindlichen Konzepte zu Radverkehr und Nahverkehrsplan sowie die kommende Schulentwicklungsplanung. Prioritär sind in Folge dieses Abgleichs diejenigen Handlungsansätze aus dem ISEK zu verfolgen, die auch in einer oder mehrerer dieser städtischen Planungen angedacht bzw. vorgeschlagen werden.

 

b) Mit der Verabschiedung der ISEK-Ziele wird auch ein neuer Zeit- und Prozessplan vorgelegt, aus dem ersichtlich wird,

- wie aus den Einzelzielen umsetzbare Maßnahmen entwickelt werden,

- zu welchen Stadtteilen aus dem ISEK nun konkrete IHKe (Integrierte Handlungskonzepte) entwickelt werden sollen,

- wann und wie es auf dieser Basis mit der Neuaufstellung des FNP weitergeht.

 

2. Wie vom Umweltausschuss am 12.09.2018 beauftragt, soll die grundsätzliche Orientierung an den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, die die Stadt Hagen für sich beschlossen hat, auch für das ISEK gelten. Daher ist in der Präambel zum ISEK an geeigneter Stelle der Satz einzupflegen:

 

Die Stadt Hagen orientiert sich mit ihrem Integrierten Stadtentwicklungskonzept am Leitbild der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, dem der Hagener Rat im Dezember 2015 beigetreten ist.“

3. Eines der ersten IHKe ist kurzfristig für die Entwicklung an den Ruhrseen (Bereich Harkort/Hengstey) aufzulegen.

 

Der Antrag wurde zurückgezogen.

 

 

 

 

 

Änderungsantrag der CDU-Fraktion vom 16.10.2018:

 

Der Rat der Stadt möge beschließen:

In Abänderung der ursprünglichen Formulierung des Strategischen Ziels 13 übernimmt der Rat der Stadt Hagen die folgenden Formulierungen zu den Erläuterungen, den Kernbotschaften sowie den Handlungsansätzen:

 

 

Formulierung ISEK(Stand: 23.07.2018)

Vorschlag für Änderungsantrag

Strategisches Ziel 13 (Seite 34)

 

Hagen produziert

 

 

Hagen produziert

 

(Der Antrag auf Änderung der Überschrift wird zurückgezogen.

Der bisherigen Überschrift "Hagen produziert" wird zugestimmt).

 

Erläuterung (alt)

Erläuterung (neu)

Die Stadt Hagen ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort an der Schnittstelle zwischen Ruhrgebiet und Sauerland. Rückgrat einer in den vergangenen Jahren positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist u.a. das produzierende Gewerbe, dessen Anteil in Hagen mit knapp 30 Prozent deutlich über dem Durchschnittswert der nordrhein-westfälischen Großstädte liegt. Der Regionalverband Ruhr diagnostiziert für die kommende Dekade einen zusätzlichen Flächenbedarf von rund 60 Hektar. Ein aktuelles Wirtschaftsflächenkonzept identifiziert jedoch lediglich 35 Hektar Potenzialflächen. Es ist davon auszugehen, dass die Flächenbedarfe unter derzeitigen planerischen Rahmenbedingungen innerhalb des Hagener Stadtgebietes nicht gedeckt werden können.

Hagen ist der bedeutende Wirtschaftsstandort an der Nahtstelle zwischen Ruhrgebiet und Sauerland. Hiesige Unternehmen schaffen über Investitionen, Steuern und Abgaben, Arbeitsplätze, Sponsoring und aktive Beteiligung am gesellschaftlichen Leben die Voraussetzungen für die Vitalität eines Gemeinwesens und die Finanzkraft unserer Stadt ckgrat  der in den vergangenen Jahren positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist das mittelständisch i ndustriell geprägte produzierende Gewerbe, dessen Anteil in Hagen mit knapp 30 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der NRW-Großstädte liegt. Der Regionalverband Ruhr siehtr die kommende Dekade einen zusätzlichen Flächenbedarf von rund 60 Hektar. Ein aktuelles Wirtschaftsflächenkonzept identifiziert jedoch nur 35 Hektar Potenzialflächen.

Absehbar ist aber auch, dass die gewerblich-industrielle Produktion auch künftig eine wichtige Basis der Stadtökonomie bleiben wird. Aus diesem Grund muss die Diskussion über die gewerblich-industrielle bzw. wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Hagen mit Aufstellung des ISEK mehrdimensional geführt werden: Einerseits gilt es, neue Flächen zu erschließen und damit bestehende Flächenbedarfe zu bedienen.

Absehbar ist, dass die industrielle Produktion eine wichtige Basis der Stadtökonomie bleibt. Deshalb ist die Diskussion über die wirtschaftliche Entwicklung Hagens mit Aufstellung des ISEK mehrdimensional zu führen: Einerseits gilt es, vorausschauend, nachhaltig und bedarfsgerecht neue Flächen geeigneter Größe zu erschließen und damit Flächenbedarfe zu bedienen.

Andererseits muss die Chance ergriffen werden, eine wirtschaftliche Durchmischung zu fördern. Gelingt dies, entwickelt sich Hagen zu einer produktiven Stadt auf zwei Ebenen: Das verarbeitende Gewerbe bleibt langfristig ein zentrales wirtschaftliches Standbein der Stadt Hagen. Flächenbedarfe sind dabei vorzugsweise im Bestand (Ziele 11 und 12) zu decken.

Andererseits ist die wirtschaftliche Durchmischung zu fördern. Gelingt dies, entwickelt sich Hagen zu einer produktiven Stadt auf zwei Ebenen: Das verarbeitende Gewerbe bleibt ein zentrales wirtschaftliches Standbein der Stadt. Flächenbedarfe sind vorzugsweise im Bestand (Ziele 11 und 12), ggf. mittels neuer Flächen zu decken.

Unter dem Leitgedanken „Produktion zurück in die Stadt“sst sich zugleich die kleinteilige und größtenteils nicht-störende Produktion in urbanen Quartieren nieder (Ziel 2). Diese Form der Produktionsverlagerung trägt zu einer funktionalen Durchmischung, Erhöhung der Branchenvielfalt und Belebung von Stadtteilen bei. In Zeiten digitaler Produktionsmöglichkeiten lassen sich spezifische Branchen und Prozesse dabei konfliktfrei in den Stadtraum integrieren.

Unter dem Leitgedanken „Produktion zurück in die Stadt“sst sich die kleinteilige und größtenteils nicht-störende Produktion in urbanen Quartieren nieder (Ziel 2).
Einzelne digitale Produktionstechniken lassen sich weitgehend konfliktarm in den Stadtraum integrieren. Diese Formen der Produktionsverlagerung beleben die Stadtteile mittels funktionaler Durchmischung und Erhöhung der Branchenvielfalt.

Kernbotschaften (alt)

Kernbotschaften (neu)

  • gewerblich-industrielle Entwicklung mehrdimensional denken (sowohl räumlich als auch branchenbezogen)
  • gewerblich-industrielle Flächenbedarfe nach Möglichkeit im Bestand decken
  • kleinteilige, nicht-störende Produktion und Dienstleistungen in die Stadt holen (bspw. Agenturen, Büros, Werkstätten, Start-Ups etc.)
  1. Die gewerblich industrielle Produktion ist Kern und Basis der Hagener Wirtschaftskraft. Sie zu sichern und fortzuentwickeln ist das strategische Ziel.
  2. Ziel ist es außerdem, kleinteilige, nicht-störende Produktion und Dienstleistungen nach Hagen zu holen (bspw. Agenturen, Büros, Werkstätten, Start-Ups etc.)
  3. Hierfür benötigen die Unternehmen entsprechende Flächen. Ziel der Gewerbeflächenentwicklung ist deshalb, die Bedarfe der Wirtschaft nachhaltig und vorausschauend durch ausreichende Angebote zu decken.
  4. Die Reaktivierung von gewerblichen und industriellen Brachflächen hat Priorität.
  5. Komplementär bedarf es einer Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen im Freiraum, um den prognostizierten Bedarf zu decken.

Handlungsansätze (alt)

Handlungsansätze (neu)

  • Abschaffung regulatorischer Hürden (zwecks effizienter Ausnutzung von Flächenpotenzialen)
  • Anwendung planungsrechtlicher Bestimmungen
  • Ausbau einer digitalen Infrastruktur
  • Diskussion über eine neue städtische Industriearchitektur (bspw. Stapelung von Funktionen) und intelligente Vernetzung gewerblich-industrieller Anlagen mit dem Stadtraum
  • Einrichtung eines gesamtstädtischen Gewerbeflächenmanagements
  • Einrichtung eines Leerstandsmanagements / Betriebsflächeninformationsmanagements
  • Flächenmanagement für urbane Produktion
  • Identifizierung potentieller urbaner Nachbarschaften und Förderung des lokalen Gewerbes auf Baublockebene: Einrichtung von Stadtteilgenossenschaften zur kleinteiligen Nutzungsmischung aus Wohnen, Büroräumen, Werkstätten und Ateliers
  • Kommunikation: Faire und transparente Abwägung von Belangen und divergierenden Nutzungsansprüchen
  • Nachverdichtung von Gewerbebetrieben am Standort (im Kontext der Ziele 11 und 12)
  • Profilierung des Wirtschaftsstandortes Hagen als Zentrum spezifischer Wirtschaftszweige und Branchen (bspw. Silicon-Forrest-City)
  • Beseitigung unnötiger Hürden (zwecks optimaler Flächennutzung)

 

  • unbürokratische Anwendung planungsrechtlicher Bestimmungen
  • Ausbau der digitalen Infrastruktur
  • Diskussion über eine neue städtische Industriearchitektur (bspw. Stapelung von Funktionen) und intelligente Vernetzung gewerblich-industrieller Anlagen mit dem Stadtraum
  • Einrichtung eines gesamtstädtischen Gewerbeflächen-, Leerstands- und Betriebsflächeninformationsmanage-ments

     
  • Flächenmanagement für urbane Produktion
  • Identifizierung potentieller urbaner Nachbarschaften und Förderung des lokalen Gewerbes auf Baublockebene: Einrichtung von Stadtteilgenossenschaften zur kleinteiligen Nutzungsmischung aus Wohnen, Büroräumen, Werkstätten und Ateliers
     
  • Kommunikation: Faire und transparente Abwägung von Belangen und divergierenden Nutzungsansprüchen
  • Stärkung des bisherigen Industrieprofils des Wirtschaftsstandorts für Metallverarbeitung und Logistik
  • Profilierung als Bildungs- und Gesundheitsstandort
  • Zusätzliche Profilierung des Wirtschaftsstandortes Hagen als Zentrum spezifischer Wirtschaftszweige und Branchen ( z.B. Silicon-Forrest-City)
  • Stärkung der regionalen Kooperation
  • Stärkung der regionalen Kooperation
  • Umsetzung und Fortschreibung des Wirtschaftsflächenkonzeptes / der Strategie zur Entwicklung von Wirtschaftsflächen (Empfehlungen: zügige Neubeplanung über entsprechende Bauleitplanverfahren bei Betriebsstillegungen / kurzfristige Aktivierung von Flächenpotenzialen im Bestand für kleine und mittelständische Unternehmen); Schaffung eines kommunalen Wirtschaftsflächenfonds
  • Umsetzung und Fortschreibung des Wirtschaftsflächenkonzeptes / der Strategie zur Entwicklung von Wirtschaftsflächen (Empfehlungen: zügige Neubeplanung über entsprechende Bauleitplanverfahren bei Betriebsstillegungen / kurzfristige Aktivierung von Flächenpotenzialen im Bestand für kleine und mittelständische Unternehmen); Schaffung eines kommunalen Wirtschaftsflächenfonds

 

 

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

5

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

 

2

 

Hagen Aktiv

 

1

 

Die Linke

 

1

 

AfD

-

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

 

1

 

 

 

X

Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:

10

Dagegen:

5

Enthaltungen:

0

 

 

Frau Masuch weißt darauf hin, dass sie bei einer separaten Abstimmung der Überschrift r „Hagen produziert“ stimmen würde.

 

 

 

 

Sitzung des Naturschutzbeirates vom 11.09.2018

 

 

Der Rat der Stadt Hagen beschließt die 16 Strategischen Ziele des ISEK HAGEN-plant 2035“ in der Version Juli 2018.

 

Ergänzung: Der Bereich Land- und Forstwirtschaft ist auch als Wirtschaftsfaktor zu berücksichtigen. Bei der Betrachtung der städtebaulichen Entwicklung ist ne-ben dem baulichen Innenbereich auch der bauliche Außenbereich zu berücksich-tigen.

 

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

5

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

AfD

-

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

15

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

 

 

Sitzung des Sozialausschusses vom11,09.2018

 

 

Ergänzung: Es wird gewünscht, eine Präambel zu ergänzen, die zum Ausdruck bringt, dass das ISEK für alle Menschen sei.

 

 

X

 Hierzu erfolgte kein Beschluss

 

Die Präambel wird noch ausgearbeitet.

 

 

 

 

Der Rat der Stadt Hagen beschließt die 16 Strategischen Ziele des ISEK HAGENplant 2035“ in der Version Juli 2018, mit den vorher vom Stadtentwicklungsausschuss beschlossenen Änderungen.

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

5

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

AfD

-

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

15

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

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