06.06.2018 - 5.2 Konzeption Wasserschloss Werdringen

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Wortprotokoll

Herr Fritzsche begrüßt die positive Perspektive und schlägt vor, diesen Bericht ebenfalls an die Bezirksvertretung Nord zu geben. Er präzisiert, die 15.000 Euro seien an den Geschichtsfreunde-Verein gegangen, nicht ans Wasserschloss selbst. Der Erfolg des Wasserschlosses hinge auch an der ÖPNV-Anbindung ab, welche -vorsichtig gesagt - ausbaufähig sei. Schulklassen und andere Besucher müssten das Museum besser erreichen können als bisher.

Herr Dr. Blank erklärt, dass die bisherigen Geoparkzentren sehr gut liefen, man also mit einer derart erhöhten Besucherfrequenz rechnen könne, dass man dann gute Argumente für den öffentlichen Nahverkehr vorweisen könne.

Herr Specht erkundigt sich, was die Passage in der Vorlage zur „zurückhaltenden Form“ bei der Darstellung der wissenschaftlichen Verfahren zur Untersuchung der Blätterhöhle zu bedeuten habe. Er schließt die Bitte an, in Vorlagen zukünftig abkürzende Bezeichnungen wie „69“ zu vermeiden, und zur besseren Verständlichkeit für den interessierten Bürger die ausgeschriebene Bezeichnung der Behörde zu verwenden.

Herr Dr. Blank erklärt, die Zurückhaltung bei naturwissenschaftlichen Darstellungen habe didaktische Gründe. So etwas wie Radiokarbonmethoden zu erklären würde jeden Schüler, aber auch Fachlehrer überfordern, so dass eine gewisse Kürze sinnvoll wäre.

Herr Strüwer weist darauf hin, dass es bei ISEK auch um Alleinstellungsmerkmale gegangen sei, und das Wasserschloss weise eine sehr interessante Konzeption auf, die gut ins ISEK passe. Würden die in der Vorlage benannten Kooperationspartner, welche bereit seien, finanzielle Anteile zu übernehmen, Anschubfinanzierungen leisten wollen, oder handele es sich hier um bedeutende Investitionsanteile, die übernommen würden, oder um Kosten des laufenden Betriebs und die weitere Ausgestaltung des Konzeptes auf Dauer.

Herr Dr. Blank antwortet, eine dauerhafte Beteiligung des LVR und des Landesamtes für Geologie sei ohnehin bei alle Geoparkzentren gegeben. Diese ziele unter anderem auf die Ausgestaltung der Präsentationen. Es könnten Exkursionen unterstützt werden. Und es gehe um Marketingaktionen unter einer gemeinsamen Corporate Identity mit z.B. Informationsflyern, welche verbreitet würden bis ins benachbarte Ausland, ohne dass dies die Stadt etwas koste.

Herr Dr. Geiersbach möchte wissen, wie klar und verbindlich es sei, das Hagen von den genannten Institutionen gefördert werde, oder ob man hier noch etwas tun müsse, um sich diese Unterstützung verbindlich zu sichern. Das Wasserschloss könne außerdem ein wichtiger Bestandteil des Ruhrtalradwegs sein, ob man dies thematisch beim Geoparkzentrum einbinden könne.

Herr Söhnchen schließt die Frage an, durch welche Gremien die Vorlage noch gehen müsse.

Herr Dr. Blank sichert zu, dass die Partner schon mit an Bord seien. Zuerst müsse die Entscheidung getroffen werden, dass das Zentrum eingerichtet werden solle, dann würde alles seinen Lauf nehmen. Radwege seien schon längst ein Thema bei den Projekten des LVR, Werdringen bilde dann den Mittelpunkt eines Wegenetzes zu verschiedenen Geotopen. Der Verwaltungsvorstand müsse hierfür zuerst die Entscheidung treffen. Das Wasserschloss müsse in jedem Fall renoviert werden, derzeit würden die Kosten ermittelt. All diese Dinge beeinflussten den Entscheidungsprozess, die Renovierung würde aber sowieso anfallen.

Herr Voigt fragt, ob die erfolgreichen Veranstaltungen im Wasserschloss und die bei schlechtem Wetter bereitgehaltenen Angebote weiterhin stattfinden können.

Herr Dr. Blank bejaht dies, all dies und auch Hochzeiten könnten weiter stattfinden, natürlich alles unter Rücksichtnahme auf den Naturschutz.

Frau Kaufmann ergänzt, die Vertreter des LVR hätten großes Interesse bekundet. Die Parkplatzsituation sei so, dass das Schloss niemals ein Eventort im großen Stil werden könne. Es müsse eine zu dem Ort passende Planung vorgestellt werden, in einem sinnvolles Nutzungskonzept, das in Richtung sanfter Tourismus und ökologischer Nutzung gehe, und welches auch gefördert werde.

Herr Arndt möchte wissen, ob das Wasserschloss Werdringen auch für die Hohenlimburger Schlossspiele geeignet sei.

Frau Kaufmann erläutert, dass Herr Weberg sich ein Theater in Wasserschloss vorstellen könne, was aber die Schlossspiele in Hohenlimburg nicht ersetzen könne. Hier müsse eine andere Lösung gefunden werden.

Herr Strüwer weist darauf hin, dass der Schlossspielverein als Veranstalter selbst entscheide, auch vor dem Hintergrund, dass der Schlossspielverein die erforderlichen Gelder selbst aufbringe. Seit 63 Jahren gäbe es die Schlossspiele dort, man habe starkes Interesse, dies in Hohenlimburg weiterzuführen. In diesem Jahr seien die Schlossspiele gesichert und würden nicht im Schlosshof, sondern im Schlossgarten, unter hohem Aufwand, stattfinden.

 

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Beschluss:

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt die Planungen und Konzepte billigend zur Kenntnis und empfiehlt für das Haupthaus die Einrichtung eines Geopark-Informationszentrums. Die Verwaltung erhält den Auftrag, den Kultur-

und Weiterbildungsausschuss regelmäßig über den Fortgang der Maßnahmen

zu informieren.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

4

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

x

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

13