17.04.2018 - 4.4 Rückschau auf das Jahr 2017 von Volkshochschule...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.4
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 17.04.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:06
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
Wortprotokoll
Herr Söhnchen vermutet, dass die Punkte 4.4 und 4.5 zusammenfließen werden.
Frau Sonnenberg schlägt vor, einen anlässlich der Tages der offenen Tür Anfang 2018 gedrehten achtminütigen Film zu sehen. Weitere Details stellt Frau Sonnenberg anhand der Vorlage vor. Neu und damit noch nicht in der Vorlage enthalten sei das angesichts aktueller Entwicklungen wichtige Thema nicht nur der Sozialen Medien, sondern auch des persönlichen Datenschutzes. Der neue Bereich Philosophie werde gut angenommen. Sie empfiehlt den Motorsägenkurs sowie den Filmworkshop, man könne auch beides zusammen buchen bei Interesse an Horrorfilmen. Zu den Integrationskursen G2 mit ihrem Arbeitsschwerpunkt auf vertieften Sprachkenntnissen berichtet Frau Sonnenberg, dass aufgrund der hohen Anforderung die Bestehensquote bundesweit bei 20 Prozent liege, und der Kurs in Hagen habe mit 70 Prozent abgeschlossen, was sie sehr stolz mache. Das offene Angebot an Flüchtlinge für gezeichneten Journalismus unter dem Titel „urban sketching“ werde weitergeführt.
Herr Walter beglückwünscht Frau Sonnenberg und fügt hinzu, ein Angebot vermisst zu haben, nämlich der Hagener Bevölkerung den Islam und den Koran nahezubringen, also einen Moscheebesuch oder ähnliches anzubieten. Frau Sonnenberg erwidert, dieses Angebot habe es in den letzten Jahren wiederholt gegeben, und zwar ohne festen Termin, also nach freier Absprache. Auf die Nachfrage hin hat sich aber niemand bereit erklärt, dies zu machen. Das Angebot sei prinzipiell aber immer da gewesen. Frau Kaufmann ergänzt, das Kommunale Integrationszentrum biete zu diesem Thema einen Stadtspaziergang an, dieser sei aber auf Mitarbeiter der Verwaltung beschränkt. Dieses Angebot könne man öffnen, hier bestünden auch Kontakte.
Herr Rösner nimmt die Rückschau auf das Musikschuljahr 2017 sowie den Ausblick auf das Jahr 2018 anhand der Vorlage vor. Er stellt ein Zitat von Isabel Pfeiffer-Poensgen, der Ministerin für Kultur und Wissenschaft, vom 5.Oktober 2017 voran, welches er als positives Signal für kommunale Musikschulen auch in finanzieller Hinsicht versteht. In Hagen sei man auf dem guten Weg, einen neuen Mietvertrag für das Gebäude herbei zu führen. Im Vergleich zu den Vorjahren sei die GesamtschülerInnenzahl gesunken, was teilweise auf das auslaufende Jeki und das nur noch zweijährig stattfindende Jekits-Projekt zurückführbar sei. Es liege ein deutlicher Zuwachs im Instrumental und Vokalunterricht vor, aber ein Rückgang im sogenannten Intrumentenkarussel. Die Gesamtzahl der Nutzenden sei gleich geblieben, aber inhaltliche Gewichtungen hätten sich verschoben. Das neue Unterrichtsangebot „Jekits plus“ habe die Musikschule als eigenes Format unabhängig von der Jekits-Stiftung im September letzten Jahres selbst eingeführt, um den Wegfall der Schülerinnen und Schüler im Bereich des dritten und vierten Schuljahres aufzufangen. Das Ganze sei verbunden mit einer eigenen, selbstgestrickten Budgetierung, damit das Angebot eine schwarze Null schreibe. Für 2018 werde man drei weitere Schulen ins Jekits Programm aufnehmen. Aus der pädagogischen Arbeit der Festangestellten und freien Mitarbeiter, deren Zahl ungefähr gleich geblieben sei, hätten sich eine Vielzahl von Veranstaltungen ergeben. Herr Rösner stellt die Arbeit zweier Festangestellter, Kooperationsprojekte und besondere Veranstaltungen wie die Tonstudioführungen, die Knastkulturwoche und das inklusive Musikfest in der Stadthalle vor. Zu letzterem habe er sich mehr Interesse seitens der KWA-Mitglieder gewünscht. In 2017 habe man ungefähr viereinhalbtausend Besucher zu verzeichnen gehabt. Auf einzelne Veranstaltungen und Kooperationen in 2018 geht Herr Rösner gesondert ein. Er stellt fest, das in der Kooperation mit der VHS nicht bei allen Konzerten die gewünschte Besucherzahl zu verzeichnen gewesen sei, trotz einer guten Begleitung durch Presse und Radio Hagen, Man arbeite an einer besseren Bewerbung, u.a. mit der Pressestelle im Bereich Social Media. Sehr gut gelaufen seien Angebote wie die Tonstudioführung, Cajonbau, der Musiktheoriekurs und der VHS-Chor sowie der Dauerbrenner Klavierspiel zur Demenzprophylaxe.
Herr Becker fügt in Bezug auf den Vertrag Dödterstr. hinzu, dass auf Basis der Beschlussfassung der politischen Gremien jetzt die Verwaltung mit dem Vermieter in konkreten Vertragsverhandlungen sei, welche kurz vor dem Abschluss stünden. Inhaltlich wolle er einen Punkt pointieren: durch die Verkürzung von Jeki sei die Brücke zum sonstigen Musikschulunterricht sehr schwierig geworden und Jekitsplus sei jetzt der Versuch, diese Brücke wiederherzustellen, damit die Kinder, die man über Jekits erreicht habe, nicht nach dem Abschluss von Jekits wieder verloren gingen. Er hofft, dass die ersten dort erkennbaren Pflänzchen wachsen werden und man den Weg öffnen könne für den längeren musikalischen Karriere. Zur Volkshochschule folgt noch die Bemerkung, dass man ab dem nächsten Semester probeweise eine Veränderung vorgenommen habe. Bisher gäbe es eine Abmeldegebühr von zehn Euro, welche ursprünglich disziplinierend wirken sollte in der Hinsicht, dass Anmeldungen überlegt getätigt werden sollten. Was als Förderung der Verlässlichkeit gedacht gewesen sei, würde sich aber inzwischen im realen Anmeldeverhalten der Kundinnen und Kunden als Anmeldehemmnis auswirken in dem Sinne, dass sich diese erst sehr kurzfristig anmelden würden, um sichergehen zu können, dass sie den Termin auch wirklich wahrnehmen könnten. Für die eigene Planung benötige man aber die Gewissheit, dass man die kalkulierte Teilnehmerzahl erreiche, deswegen werde man in der nächsten Programmstaffel, befristet für ein Jahr, die Gebühr für Abmeldungen aussetzen und zu den Auswirkungen berichten. Wenn also eine Änderung der Entgeltordung Sinn machen würde, dann wäre die Politik am Zuge, weil dies durch die Politik zu beschließen sein werde. Die Nettomindereinnahmen betrügen, gemäß der Erfahrungen des letzten Studienjahres, 700 Euro und man sei guter Hoffnung, diese 700 Euro kompensieren zu können durch die bessere Planbarkeit der Kurse. Diese 700 Euro seien im Finanzplan enthalten.
Herr Dr. Geiersbach meldet eine Nachfrage. Von einer Teilnehmer des Chores sei ihm zugetragen worden, dass sie da Probleme gehabt habe, sich für das neue Semester anzumelden, weil lange nicht klar war, ob der Chor wieder zustande käme mit der gleichen Chorleiterin. Die Klärung habe sich lange hingezogen. Sei dies korrekt und habe man dies im Blick, oder handele es sich um ein systemisches Problem?
Dies sei ein konkretes Problem gesessen, antwortet Herr Rösner, weil die Übernahme der Chorleitung durch Frau Ortu im Raum gestanden habe, aber lange nicht klar gewesen sei, und das Honorars neu zu verhandeln gewesen sei. Dazu sei das Problem gekommen, dass die Vorgängerin den Chor relativ spät am Tag angesetzt hatte, was Frau Ortu nicht leisten könne. Dieser Fall sei nicht glücklich gelaufen, aber das Problem sei nicht systemimmanent und man habe dies jetzt klären können.
Herr Specht fragt zur Knastkulturwoche nach: wie genau habe man sich das vorzustellen, würden dort kleine Kurse angeboten, oder handele es sich eher darum, sich einmal auf den Instrumenten auszutoben. Er schließt die Frage an, ob dies eine einmalige Sache gewesen sei oder dieses Angebot regelmäßig stattfände.
Herr Becker führt aus, grundsätzlich würde die JVA dies in der Tat gerne zweijährig machen, und wenn das Land dafür Mittel zur Verfügung stelle, werde dies auch so kommen, aber dies sei vom Landeshaushalt abhängig. Herr Rösner ergänzt, es habe sich um ein Konzert einer der Musikschul-Bands gehandelt sowie um einen zweistündigen Trommelkurs.
Herr Söhnchen wünscht Frau Sonnenberg, Frau Steffes, Herrn Becker und Herrn Rösner alles Gute für die weitere Arbeit.
