04.10.2017 - 3 Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gem....
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Mi., 04.10.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Anfrage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Becker leitet ins Thema ein und beantwortet gemeinsam mit Frau Zerbo-Jonigk, zuständige Dezernentin bei der Bezirksregierung Arnsberg, und Frau Tollkötter, Schulleiterin der Realschule Halden, die seitens der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen schriftlich gestellten Fragen (s. Kursivdruck) wie folgt:
Zu 1.: Im Schulausschuss vom 4.7.2017 wurde bestätigt, dass sich mit dem Pilotprojekt keine Zügigkeitserweiterung der Schule rechtskräftig verbindet.
a) Ist die Auskunft weiterhin der aktuelle Stand? Herr Becker erklärt, dass dies so bestätigt werden könne. Für die vorübergehende Maßnahme liege eine zustimmende Kenntnisnahme der Bezirksregierung, ohne Angabe zur Dauer der vorübergehenden Maßnahme, vor. Sobald verlässlich absehbar sei, wie sich die Schülerzahlen weiterentwickeln, sei der Schulträger aufgefordert, eine Schulentwicklungsplanung im klassischen Sinne vorzulegen. Laut Bezirksregierung könnten sechs Klassen mit bis zu 108 Schüler/-innen gebildet werden. Frau Zerbo-Jonigk stellt klar, dass es sich bezüglich dieser vorübergehenden Maßnahme um eine Duldung der Bezirksregierung handele, der Schulträger gleichwohl aufgefordert sei, eine andere Lösung zu finden.
b) Wie viele Klassen sind in der Berchumer Str. gebildet worden? Frau Tollkötter sagt, dass derzeit vier Klassen mit insgesamt 73 Schüler/-innen gebildet worden seien.
c) Wie ist die Zusammensetzung der Schülerschaft nach Klassen? Laut Frau Tollkötter werde Klassen- wie auch Kursunterricht angeboten. Ersterer finde für altershomogene, letzterer für leistungshomogene Schüler/-innen zur besser Differenzierung statt. Überwiegend würden Rumänen die Berchumer Straße besuchen, aber auch Syrer, Bulgaren, Iraner, Griechen, Serben, Italiener und Menschen weiterer Nationalitäten.
d) Wie viele Kinder sind noch auf der Warteliste? Frau Tollkötter erklärt, dass die Zahlen derzeit zwischen der Schule und dem Kommunalen Integrationszentrum abgeglichen würden.
e) Wann hat der Unterricht begonnen? Begonnen habe der Unterricht, laut Frau Tollkötter, am 25. September in den Räumen der benachbarten evangelischen Gemeinde. Da sich die Möbellieferung für das städtische Gebäude verzögert hatte, konnte der Unterricht dort erst ab dem 27. September stattfinden.
f) Wie ist die Lehrerversorgung? Die neun Lehrkräfte seien, laut Frau Zerbo-Jonigk, aus den Bereichen Gymnasium, Real- und Gesamtschule abgeordnet worden, zumeist handele es sich dabei nicht um Vollzeitstellen. Zwei Stellen würden noch fehlen. Auf eine Qualifizierung in „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) sei geachtet worden.
g) Ein Pilotprojekt hat besondere Herausforderungen: Wie werden die Lehrer z.B. in der Begleitung durch Sozialpädagogen etc. unterstützt? Frau Tollkötter führt aus, dass die Sozialpädagogin derzeit erkrankt sei, alles Weitere nach deren Rückkehr erfolgen werde.
h) Wie sieht das Projekt im Einzelnen aus (Einsatz in den Klassen vor Ort, Beratungskonferenzen, Entlastungsstunden, geplante Zeit zwischen den Beratungskonferenzen, welche Unterscheide finden sich im Vergleich zu den damaligen IFÖ-Klassen, welche pädagogische Begründungen liegen hinter den Entscheidungen)? Hierzu gebe es, so Frau Tollkötter, täglich Besprechungen. Vieles befinde sich noch im Prozess. Bezüglich der IFÖ-Klassen (IFÖ = Internationale Förder-Klassen) könne man auf die Erfahrungen einer Lehrerin zurückgreifen, die bereits IFÖ-Klassen unterrichtet habe.
i) Welche Unterstützung erhalten die LehrerInnen von den Stammschulen? Frau Zerbo-Jonigk verweist diesbezüglich auf jene Abordnungen, wie sie auch in Krankheitsfällen erfolgen würden. Die Stammschulen seien mit eingebunden.
2. Wie ist die Stellenbesetzung der LehrerInnenstellen zum Schuljahr 17/18 grundsätzlich? Unter Verweis auf die allgemeinen Schwierigkeiten, Stellen besetzen zu können, beantwortet Frau Zerbo-Jonigk diese Frage. In der Realschule Halden sei man in der glücklichen Position, alle Stellen besetzen zu können. Aufgrund einiger Stellen, die noch besetzt würden, rechne sie nach den Herbstferien auch in der Berchumer Straße mit einer guten personellen Ausstattung.
3. Wo gibt es besondere Auffälligkeiten? Frau Tollkötter berichtet, dass viele Kinder und Jugendliche an die Schulstunden heranzuführen seien, da sie diese, insbesondere das lange Sitzen und konzentrierte Zuhören, nicht kennen würden. Viele seien noch nicht alphabetisiert. Exemplarisch stellt sie einen Unterrichtstag dar.
4. Wie viele Kinder in Hagen sind aktuell noch ohne Schulplatz? Siehe hierzu Punkt 1d.
Frau Heukeroth, wünscht, dass der Bericht, der laut Pressebericht an die Ministerin gehe, auch dem Schulausschuss vorgelegt werde. Herr Becker erklärt, dass seitens der Schulministerin kein Bericht angefordert worden sei. Frau Neuhaus regt an, die Ministerin nach Hagen einzuladen. Einen Termin wolle man kurz vor Weihnachten verabreden. Anschließend diskutieren Frau Heukeroth, Frau Neuhaus, Frau Tollkötter und Frau Zerbo-Jonigk pädagogische Inhalte, Stellenerfordernisse und -besetzungen, Raumprobleme sowie den Übergang der Schüler/-innen von der Berchumer Straße ins Regelschulsystem. Einig ist man sich darin, dass der Prozess begleitet werden und Frau Zerbo-Jonigk nach circa einem halben Jahr erneut im Schulausschuss berichten solle. Dazu erklärt sie sich bereit. Ferner wird dem Vorschlag von Herrn Becker gefolgt, das Thema auch weiterhin in den Regionalkonferenzen zu behandeln.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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