30.11.2005 - 6.1 Sachstandsbericht zum Stadtumbau West, Oberhage...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 30.11.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jürgen Plewe
Wortprotokoll
Herr Wölm bezieht sich auf den
Sachstandsbericht zum Stadtumbau West, Oberhagen/Eilpe, welcher als Anlage ? Gegenstand der Niederschrift ist und eröffnet das
Gespräch.
In
der sich anschließenden ausführlichen Diskussion, an der sich die Herren Schulz
(Republikaner), Christian Schulz ( SPD), Springiewicz, Herr Dr. Preuß, Herr Dr.
Lemme, Herr Wölm, Herr Grzeschista sowie Frau Ellner, Frau Hirsch und von der
Verwaltung Herr Laber vom Fachbereich Grünanlagen und Staßenbetrieb, Herr Reike
vom Amt für öffentliche Sicherheit, Verkehr und Personenstandswesen.
Herr Schulz (Republikaner) gibt zum
Ausdruck, dass er diese Vorlage aufgrund der zur Zeit allgemeinen schlechten
Finanzlage ablehnt. Er empfindet die geplante Maßnahme in Zeiten wie diesen als
Steuergeldverschwendung.
Dagegen wurde erwidert, dass es hier
nicht explizit um die Maßnahme eines Kreisels geht, sondern vielmehr darum, den
Stadtteil aufzuwerten.
Dem Grunde nach seien jegliche
Verbesserungen für den Bürger immer als positiv zu bewerten allerdings müsse
man sehr genau überlegen, ob die finanziellen Mittel für eine Maßnahme
entsprechend zu rechtfertigen sind. Hier wurde einerseits der Förderantrag zur
Finanzierung eines Kreisels kritisiert und zum anderen bedauert, dass der Bau
der Brücke von der Stadthalle bis zum Elbersgelände unberücksichtigt bleibt.
Herr Wölm weist darauf hin, dass die
Planung der Brücke an dieser Stelle nicht in der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
zum Diskussionspunkt gemacht werden kann, da dieser Bereich der
Bezirksvertretung Hagen-Mitte angehört.
Herr Laber erläutert, dass aufgrund
einer Untersuchung der Verkehrsflüsse in dem Bereich der Tankstelle Tucht und
Mark E ein Kreisel erheblich zur Verbesserung beitragen würde, den Verkehr an
dieser Stelle anstatt stehen fließen zu lassen.
Weiterhin würden Kosten durch den
Rückbau der mit den momentan dort befindlichen Ampelanlagen in erheblichen
Umfang eingespart werden.
Herr Wölm erklärt in diesem
Zusammenhang sehr ausführlich, dass aufgrund eines Beschlusses des Rates der
Stadt Hagen im Jahr 2001 die Verwaltung aufgefordert wurde, für das gesamte
Stadtgebiet zu prüfen, welche Ampelanlagen durch anderweitige Möglichkeiten
ersetzt werden können, um die Kosten dieser Anlagen entsprechend einsparen zu
können. Eine Vorlage für den Rat mit Aufzeichnungen der Ampelanlagen die in der
Form bestehen bleiben müssen wie bisher und denen, die eine Veränderung
zulassen hat dazu geführt, dass die Verwaltung die Möglichkeit sieht, diesen
Auftrag mit den Mitteln für den Stadtumbau West an dieser Stelle zu
verwirklichen.
Darüber hinaus seien in allen
Diskussionen die einzelnen Positionen auch als Platzhalter anzusehen.
Herr Schulz (SPD) gibt zu Bedenken,
dass eine ausführliche Diskussion über einzelne Maßnahmen an dieser Stelle ein
Vorgreifen sei. Hier ist zunächst bei den Bürgern zu erforschen, welche
Maßnahmen sie als notwendig und sinnvoll erachten.
Herr Reike berichtet von der Sitzung
der Unfallkommission der Straßenverkehrsbehörde zusammen mit der Polizei
betreffend des Kreisverkehrs, dass die Ampelanlage im Bereich der Tankstelle
Tucht unfallauffällig sei und auch dort der Vorschlag für einen Kreisverkehr
als Lösung für dieses Problem vorgetragen wurde.
Weiterhin wird allgemein darauf
aufmerksam gemacht, dass zukünftig sowohl innerhalb als auch außerhalb dieses
geplanten Programms Stadtumbau West viele Ideen und Anregungen von Bürgern
dieses Stadtteils aufgegriffen und umgesetzt werden müssen, um die Menschen im
Stadtteil Eilpe zu halten und um neue Menschen anzuziehen.
Herr Dr. Lemme weist ebenfalls darauf
hin, dass hier noch längst keine Entscheidung erwartet wird, sondern zunächst
alle aufgefordert sind entsprechend mitzuwirken, sei es der noch zu erwartende
Quartiersmanager, die Bürger oder alle mitwirkenden Gremien in dieser
Angelegenheit.
Herr Grzeschista erörtert, warum
gerade der Kreisverkehr als Platzhalter innerhalb dieses Projekts aufgeführt
ist und nicht die Brücke. Hier konnte die Verwaltung nur Maßnahmen mit
aufnehmen, bei denen es im Vorfeld bereits Planungen betreffend der einzelnen
Maßnahmen gegeben hat.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass
das Gesamtvolumen der beabsichtigten Maßnahmen höher ist als die
Zuteilungssummen dafür, sodass nicht alle Projekte finanzierbar sein werden.
Zum Thema Kreisverkehr sei es
zweckmäßig zukünftig für diesen unfallauffälligen Bereich eine Lösung zu
finden, jedoch noch ungewiss, ob entsprechend Platz gegeben ist, um an dieser
Stelle einen Kreisverkehr zu errichten.
Frau Ellner empfindet den
beabsichtigten Kreisverkehr an dieser Stelle als nicht sinnvoll.
Sie begründet ihre Meinung mit den
damit entstehenden imensen Kosten sowie der Gegenüberstellung der zur Zeit
entstehenden Kosten durch die bestehende Ampelanlage mit den Kosten der
Erstellung eines solchen Kreisverkehrs. Folglich würde eine Amortisierung
dieser Maßnahme erst nach etwa 12 Jahren passieren auch nach dieser Zeit müsse
mit einer Erneuerung des Kreisels gerechnet werden.
Frau Hirsch stellt den Antrag die
Diskussion über Einzelpunkte dieses Projekts abzubrechen.
Herr Wölm nimmt den Antrag auf und
lässt darüber abstimmen.
