21.03.2017 - 6.1 Jahresrückblick 2016 der Hagener Stadtbücherei
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 21.03.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Steffes bedankt sich bei Herrn Suplicki für die Filmpräsentation und das Zusammenspiel des schriftlichen Jahresrückblickes und der filmischen Präsentation zeige ganz deutlich, wohin die Reise mit der Stadtbücherei in den kommenden Jahren gehen werde.
Bei der Erarbeitung der schriftlichen Vorlage sei klar geworden, dass es eine deutliche Verschiebung zu den ursprünglichen Leistungen der Bücherei und den Veranstaltungen und Projekten, kurz zu der Bildungsarbeit als solches, gegeben habe. Als ganz wichtigen Aspekt sei auch der Punkt der Kooperationen und Vernetzungen zu betrachten.
Weiter berichtet Frau Steffes über den Jahresrückblick 2016 der Stadtbücherei anhand der vorliegenden Vorlage 0154/2017. Insbesondere möchte sie auf die Punkte 2 und 3 der Vorlage hinweisen, die die Zukunft der Stadtbücherei darstellen. Diese Entwicklung der Stadtbücherei sei ein ganz klarer Ausfluss, des vor 2 Jahren erstellten Leitbildes.
Herr Söhnchen bedankt sich bei Frau Steffes und selbstverständlich auch bei Herrn Suplicki für seine Arbeit.
Herr Dr. Fischer möchte darauf hinweisen, dass er die Stadtbücherei beim vergangenen Schaufensterwettbewerb mit dem 1. Preis auszeichnen durfte und er möchte dazu, auch in diesem Ausschuss gratulieren. Er fand diese Arbeit ganz toll und wäre erfreut gewesen, wenn dies in dem Film oder in dem schriftlichen Rückblick auch aufgegriffen worden wäre.
Frau Steffes bedankt sich und wird die Glückwünsche gerne an die Kolleginnen und Kollegen weitergeben.
Herr Specht möchte gerne wissen, wie das kostenlose WLAN der Bücherei angenommen werde und ob es eine Möglichkeit gebe, dass WLAN auch außerhalb der Öffnungszeiten der Bücherei in Betrieb halten zu können.
Frau Steffes antwortet, dass das WLAN sehr gut von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen werde. Das kostenlose WLAN wurde speziell für die Besucherinnen und Besucher der Stadtbücherei eingerichtet. Aus diesem Grund wurde es bewusst an die Öffnungszeiten der Bücherei gekoppelt.
Herr Klinkert möchte sich den positiven Wortbeiträgen seiner Vorredner anschließen und anmerken, dass die Nachfrageorientierung von der Zentralbücherei sehr gut aufgenommen und umgesetzt werde. Trotzdem möchte Herr Klinkert zu Punkt 2 der Vorlage kritisch anmerken, dass von den 5000 Euro Landesmittel für den „Ausbau des Bestandes für Asylsuchende und Migranten“ nichts in der Stadtteilbücherei Haspe angekommen sei. In Haspe habe der Förderverein „Lesezeichen“ sämtliche Kosten aus Spenden selbst getragen. Auch von den Zuschüssen des Landes für das Projekt „Stadtbücherei Hagen auf dem Weg in die digitale Zukunft“ käme in der Stadtteilbücherei Haspe wenig an. Auch hier wäre eine gerechtere Verteilung der Mittel auf die Zentralbücherei und den Stadtteilbüchereien wünschenswert. Weiter sei ihm aufgefallen, dass in der Anlage 2 der Vorlage zum Punkt Führungen Schulklassen in Haspe keine Beteiligung von Ehrenamtlichen aufgeführt worden sei. Er gehe davon aus, dass sich unter diesen Führungen auch das „Lesetaschen“ Projekt verberge und er möchte den Ausschussmitgliedern gerne erläutern, was bei diesem Projekt von Ehrenamtlichen geleistet werde. Die eigentliche Führung werde selbstverständlich von der hauptamtlichen Mitarbeiterin in der Stadtteilbücherei geleistet, der Förderverein mit seinen Ehrenamtlern aber gehe in die Grundschulen und werbe für dieses Projekt. Weiterhin finanziere und organisiere der Förderverein die „Lesetaschen“, die dann diese Schulklassen ausgehändigt bekommen. Vor diesem Hintergrund sei er enttäuscht, dass im Jahresbericht unter diesem Punkt keine Beteiligung von Ehrenamtlichen aufgeführt worden sei. Selbstverständlich bedanke man sich an anderer Stelle bei den ehrenamtlichen Helfern in den Stadtteilbüchereien, aber die Zahlen sollten diesbezüglich doch auch stimmen.
Frau Steffes möchte zu den Anmerkungen von Herrn Klinkert gerne Stellung nehmen. Zu der Verteilung der Landesmittel für die Beschaffung von Medien für Flüchtlinge möchte sie erläutern, dass diese Mittel relativ unverhofft und spät im Jahr 2016 seitens des Landes zur Verfügung gestellt wurden. Zu diesem späten Zeitpunkt waren die Beschaffungen durch den Förderverein der Stadtteilbücherei Haspe bereits passiert. Dieses Engagement des Fördervereins zeige sich vor diesem Hintergrund als durchaus sinnvoll und der Förderverein in Haspe mache auch sehr viel zum Thema Flüchtlinge, wie z.B. Unterrichtsstunden usw.
Zum Thema „Stadtbücherei Hagen auf dem Weg in die digitale Zukunft“ und den damit verbundenen Fördermitteln möchte Frau Steffes anmerken, dass ein Austausch der veralteten Technik nur nach und nach erfolgen könne. Sie versichert, dass in keiner Bücherei, zu Lasten einer anderen Bücherei, technisch aufgerüstet werde. Es könne nur in dem Verhältnis, wie bisher auch, die Technik ausgetauscht werden. Frau Steffes bestätigt, dass die Stadtteilbüchereien nur durch das Engagement der Ehrenamtler aufrechterhalten werden können. Als das Modell „Hauptamt - Ehrenamt“ seinerzeit gestartet wurde, habe man sich genau überlegt, was kann und was werde die Stadt in Zukunft noch leisten können und was kann und was soll ein Förderverein in diesem Bereich leisten. Anhand dessen wurde eine genaue Trennung zwischen der vorhandenen Infrastruktur und der Veranstaltungsarbeit vorgenommen und es wurde festgestellt, dass die Veranstaltungsarbeit nur noch geleistet werden könne, wenn sich die Fördervereine engagieren und das tun sie ja dankenswerter Weise. Es sei also nicht Sinn gewesen, hier jemanden benachteiligen zu wollen, sondern es ist diesem bewusst gewählten Konstrukt „Hauptamt – Ehrenamt“ und dem dazugehörigen Vertrag geschuldet.
Das „Lesetaschen“ Projekt sei ein sehr wertvolles und schönes Projekt und wurde in der Vergangenheit bereits von Frau Steffes im Rahmen der Jahresrückblicke vorgestellt. Dieses Projekt kann nur durch das Engagement der Ehrenamtlichen weiter bestehen und dafür möchte sie sich an dieser Stelle auch recht herzlich bei allen Helfern bedanken. Die dargestellte Statistik könne tatsächlich vielleicht noch etwas differenzierte dargestellt werden und sie sei für jede weitere Anregung dankbar.
Fest stehe, dass es ohne Ehrenamt und ohne Fördervereine keine Stadtteilbüchereien in Hagen mehr gebe und dafür möchte sie allen Beteiligten nochmal ihren Dank aussprechen.
Herr Eiche möchte positiv anmerken, dass die Überführung der Bücherei in neue Zeiten, mit den neuen Anforderungen sehr gut gelungen sei. Ebenso positiv empfindet er die Präsentation der Stadtbücherei.
Herr Asbeck möchte gerne wissen, wie die Ausweitung der Öffnungszeiten personell abgedeckt werden.
Frau Steffes antwortet, dass dieser Personalbedarf auf zwei Wegen abgedeckt werden wird. Zum einen werde die Beratung in der Musikabteilung um 3 Stunden gekürzt werden, zum anderen bestehe jetzt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, aufgrund der Selbstverbuchung, parallel mehrere Tätigkeiten erledigen zu können. Dadurch konnten freie Kapazitäten geschaffen werden.
Anlagen zur Vorlage
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1
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(wie Dokument)
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17,5 kB
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2
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(wie Dokument)
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11,7 kB
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