11.02.2016 - 6 Neukonzept Wasserschloss Werdringen-wird nachge...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Söhnchen bittet die Verwaltung eine Kulturausschusssitzung im Wasserschloss Werdringen bis zur diesjährigen Sommerpause zu realisieren.

 

Herr Huyeng berichtet über ein stattgefundenes Gespräch mit dem Schlossverein, welches durchaus konstruktiv verlaufen sei.

In diesem Zusammenhang möchte er den Schlossverein zitieren: „Die Zusammenarbeit jetzt, so wie es neu strukturiert ist, war eigentlich noch nie so gut hat sich also entsprechend verändert und gebessert.“ Man sei gemeinsam der Meinung, dass man auf einem guten Weg sei.

 

Herr Dr. Blank stellt die zukünftigen Planung für das Wasserschloss Werdringen anhand der vorliegenden Vorlage vor.

 

Herr Asbeck gefällt das Neukonzept. Allerdings wundert er sich darüber, dass die Vorlage keinerlei Aussage zu den finanziellen und personellen Auswirkungen mache und er hofft, dass sich diese Neukonzeption mit den geringen, zur Verfügung stehenden, finanziellen Mitteln realisieren lasse.

 

Herr Fritzsche begrüßt die intensiven Bemühungen um das Wasserschloss, auch gerade im Rahmen der Initiative „Ruhrtal“ und  aus stadtbezirklicher Sicht. Allerdings wäre dann, die vorgeschlagene massive Kürzung der Öffnungszeiten eher kontraproduktiv. 

 

Bezogen auf Herrn Fritzsche schlägt Herr Walter vor, ob man nicht darüber nachdenken könne, die Öffnungszeiten des Wasserschlosses witterungsabhängig zu gestalten. Er ist auch der Meinung, dass sich die massive Reduzierung der Öffnungszeiten negativ in Bezug auf die Initiative entlang des Ruhrtals auswirken werde.

 

Herr Sondermeyer schließt sich seinen Vorrednern an und begrüßt die Neukonzeption. Allerdings schlägt er vor, zukünftig auf die Anglizismen zu verzichten.

 

Herr Dr. Geiersbach möchte gerne wissen, welches Recht die Stadt Hagen an den Funden, die in Hagen gemacht werden, besitze. Also inwiefern diese, in ihren eigenen, dazu passenden Museum, ausgestellt werden dürften oder ob dafür zunächst ein Antrag beim LWL gestellt werden müsse und ob es auch gesichert sei, dass Hagen die wesentlichen Teile, die in Hagen gefunden werden auch behalten dürfe.

 

Herr Dr. Blank antwortet darauf, dass es seit dem Jahr 2013 in Nordrhein-Westfalen dass sogenannten „Schatzregal“ gebe. Das heißt, dass alle Funde die seit dem Jahr 2013 ausgegraben werden automatisch dem Land Nordrhein-Westfalen gehören und damit auch, in Vertretung, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Unter anderem wurde auch aus diesem Grund, die Kooperation mit dem LWL Archäologie Landesmuseum eingegangen. Hier habe man sich geeinigt, dass das Landesmuseum einige ausgegrabene Funde aus der Blätterhöhle erhalte, im Gegenzug könne Hagen selbst einige Funde behalten und in Werdringen zeigen. Anders verhält es sich mit den paläontologischen Funden, da habe die Stadt Hagen leider das Nachsehen, denn diese seien mittlerweile vom LWL „ersessen“ worden, würden aber im Rahmen einer Leihgabe wieder im Museum Werdringen gezeigt werden können.

 

 

Herr Huyeng möchte noch hinzufügen, dass die Zusammenarbeit und der Austausch mit dem LWL ganz hervorragend funktioniere, so dass man die Eigentumsverhältnisse an den Funden als sekundär betrachten könne. Zumal es manchmal auch gut wäre, nicht Eigentümer zu sein, denn die konservatorische Behandlung mancher Funde erfordere manchmal eine sehr hohe Sachkompetenz und den Einsatz von hohen finanziellen Mitteln. An Herrn Walter gerichtet antwortet Herr Huyeng, dass die Frage der Öffnungszeiten auch in der Verwaltung diskutiert wurde. Hier müsse man aber auch auf das wesentliche Problem, der nichtvorhandenen öffentlichen Nahverkehrsanbindung des Wasserschlosses hinweisen. Hier werde aber nochmal das Gespräch mit der HVG gesucht, um evtl. eine Veränderung erreichen zu können.

 

Herr Jostes möchte gerne wissen, ob sich eine räumliche Vergrößerung des Museums auch positiv auf die Verhandlungen, bezüglich der Ausstellung von Funden, mit dem LWL auswirke.

 

Herr Dr. Blank antwortet, dass man dabei, so wie Herr Huyeng bereits erwähnt habe, überhaupt keine Probleme habe. Die Verhandlung verliefen ständig unkompliziert und problemlos.

 

Herr Dr. Belgin möchte darauf hinweisen, dass man bei der Diskussion der Öffnungszeiten beachten müsse, dass es hier zum einen das Museum für Ur- und Frühgeschichte gebe und zum anderen das Haupthaus mit dem Schloss Café und den Innenhof des Schlosses. Der Fachbereich Kultur möchte für das gesamte Wasserschloss Werdringen einen Relaunch starten, dies beziehe dass Museum zwar auch mit ein, aber nicht nur. Die geplanten Eventveranstaltungen beziehen sich in erster Linie natürlich auf das Haupthaus und den Innenhof. Zu erwähnen sei noch, dass man mit den Betreibern des Schloss Cafés, ähnlich wie mit dem Schlossverein, in guten Einvernehmen sei. Zum anderen sprechen die Besucherzahlen, auch aus dem Jahr 2015, des Museums leider eine sehr nüchterne Sprache. An den Montage und Dienstagen werden lediglich 1% der Besucher verzeichnet. An den Wochenenden besuchen aber regelmäßig um die 60% der Besucher das Museum für Ur- und Frühgeschichte. Es werde also mit diesem Vorschlag nur auf das Besucheraufkommen reagiert.

 

Herr Arndt möchte gerne wissen, wie sich die geplanten Veranstaltungsreihen im Hinblick auf die bestehenden Baumängeln im Wasserschloss Werdringen realisieren ließen.

 

Herr Dr. Blank antwortet, dass man derzeit in Verhandlungen mit der GWH stehe und in diesem Jahr zunächst die Veranstaltungen reduzieren müsse, um die Baumängel, die lediglich im Haupthaus bestehen, beseitigen zu lassen.

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Beschluss:

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

 

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Zur Kenntnis genommen

 

 

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