22.09.2015 - 9 Schulentwicklungsplanung 2011 ff für den Bereic...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Klimmek, Schulleiterin der Heide-Grundschule, verweist auf die der Vorlage beigefügte Stellungnahme der Schulkonferenz, in der sich gegen den Verbund mit der Grundschule Berchum/Garenfeld ausgesprochen wird. Frau Klimmek zeigt sodann die jüngste Entwicklung auf. In der Vorlage seien bei der Bildung der Eingangsklassen zwei Züge an der Heideschule und ein Zug in Berchum angegeben. Dies würde mindestens 57 Anmeldungen erfordern. Die Zahlen der Schulentwicklung gäben dies aber nicht her. Sie gehe von rund 50 Anmeldungen für beide Standorte aus. Mithin könnten nur zwei Klassen gebildet werden, an jedem Standort eine. Wegen der in Berchum deutlich geringeren Anmeldezahlen müssten dann, zur Einrichtung der geforderten zwei gleichgroßen Klassen mit je 25 Schüler/-innen, viele Kinder nach Berchum „reisen“. Zum Zeitpunkt der Stellungnahme sei die Zuwanderung noch nicht so dramatisch gewesen. Derzeit könne man den weiteren Zuzug von Kindern nicht berechnen. Bliebe es bei zwei Klassen, so könne die Heideschule keine Kinder ohne Deutschkenntnisse mehr aufnehmen. Diese Schüler/-innen müssten dann zur Grundschule Im Kley ausweichen. Die Grundschule Wesselbach sei gleichfalls voll. Unter Umständen müssten diese Kinder dann an eine andere Schule in Hagen gefahren werden. Das Argumentkurze Beine, kurze Wege würde bei diesem „Schultourismus“ nicht mehr gelten.

 

Herr Hermann unterstreicht diese Einschätzung mit den Anmeldezahlen zum aktuellen Schuljahr. Demnach seien 32 Kinder für die Heideschule und 15 Kinder in Berchum angemeldet worden. Zurzeit gebe es an beiden Standorten, gemeinsam betrachtet, drei Klassen. Bei einem Grundschulverbund wären es indes nur zwei. Dies hätte zur Folge, dass von den 32 Heide-Schülern mindestens 8 nach Berchum fahren müssten. Herr Hermann betont, dass die Vorlage auf Wunsch der Politik erstellt worden, die vorgesehene Umsetzung jedoch mit Risiken behaftet sei. So könnten Ummeldungen und sofortige Anmeldungen an der Grundschule Im Kley die Folge sein, um nicht „Opfer“ des Schultourismus´ zu werden. Angesichts dieser zu erwartenden Entwicklung könne der Schulverbund den Standort Heideschule unter Umständen sogar nachhaltig schwächen.

 

Laut Herrn Jochen Becker sehe Frau Klimmek dies falsch. Aufgrund der weiteren Zuwanderung werde es zu zwei Klassen in der Heideschule und zu einer in Berchum kommen. Die Konsequenz daraus wären dann drei Züge. Frau Pfefferer widerspricht dem, schließt sich der Darstellung von Frau Klimmek „voll umfänglich“ an. Der Verbund käme zu früh. Stattdessen solle die Grundschule Berchum/Garenfeld eigenständig fortbestehen, weil „uns die Realität einholen“ werde. Ihrer Meinung nach könnten in Berchum Starterklassen untergebracht und so die Schule gestärkt werden. Frau Speckmann teilt mit, dass sie zur Unterbringung von Starterklassen in Berchum zurzeit nichts sagen könne. Herr Walter ergänzt, dass ohnehin „nur auf Sicht“ gefahren werde. Eventuell müssten bereits geschlossene Schulgebäude wieder reaktiviert werden. In Hohenlimburg sehe er in einer Nichtumsetzung des Verbundes das „kleinere Übel“. Frau Schlößer pflichtet dem bei, spricht sich für den Erhalt beider Grundschulen aus.

 

Gemäß Frau Fischbach müsse angesichts der vielen Flüchtlinge in Hohenlimburg keine Schule geschlossen werden. Vielmehr solle der Standort Reh wieder selbständig und Berchum dessen Teilstandort werden. Herr Jochen Becker warnt vor „Scheinlösungen“, da die Grundschule Berchum/Garenfeld unter Beobachtung der Bezirksregierung Arnsberg stehe. Der Schulträger müsse angesichts der aktuellen Zahlen nunmehr handeln. Herr Hermann verdeutlicht, dass die Situation in Hohenlimburg nicht einfach sei, gleichwohl wegen der wiederholten Unterschreitung der gesetzlich vorgeschriebenen Schülerzahl jetzt eine Entscheidung dringend notwendig sei. Die übernächste Ratssitzung sei erst nach Abschluss der Anmeldefrist Ende November terminiert. Herr Dr. Geiersbach erklärt, er habe wegen „der nicht einheitlichen Verwaltungsmeinung“ Probleme. Er bitte darum, die Verwaltungsmeinung zu verdeutlichen. Herr Jochen Becker verweist auf den Beschlussvorschlag der vorliegenden Vorlage. Dieser stelle die Verwaltungsmeinung dar. 

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Beschluss:

  1. Die bisherigen Grundschulen Heideschule Hohenlimburg und Berchum/Garenfeld werden ab dem 01.08.2016 in einem Grundschulverbund geführt.
  2. Zur schulorganisatorischen Umsetzung wird die Grundschule Berchum/Garenfeld zum 31.07.2016 aufgelöst und ab 01.08.2016 als Teilstandort der Grundschule Heideschule Hohenlimburg weitergeführt.
  3. Der Grundschulverbund wird unter folgenden Namen geführt:

Heideschule Hohenlimburg

Gemeinschaftsgrundschule der Stadt Hagen,

Heideschulweg 12, 58119 Hagen, mit dem Teilstandort Berchum

  1. Die Zügigkeit wird auf zwei Züge für den Hauptstandort Heideschule Hohenlimburg und auf einen Zug für den Teilstandort Berchum festgelegt.

 

 

Die Vorlage wird zum 01.08.2016 umgesetzt.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

3

 

1

CDU

 

3

2

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

1

Hagen Aktiv

 

1

 

Die Linke

1

 

 

AfD

 

 

 

FDP

 

1

 

 

 

 

Einstimmig beschlossen

 

Mit Mehrheit beschlossen

 

Einstimmig abgelehnt

 

Mit Mehrheit abgelehnt

x

Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

Dafür:

5

Dagegen:

5

Enthaltungen:

4

 

 

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Anlagen zur Vorlage

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