11.11.2014 - 3 Schulentwicklungsplanung 2011 ff für den Bereic...

Beschluss:
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Nach der Rückkehr von Herrn Mechnich führt Frau Kaufmann unter dem Hinweis, dass die Schließung von Schulstandorten eine äußerst schwierige Diskussion sei, ins Thema ein. In Hohenlimburg gebe es aktuell 11 Züge, lediglich 8,5 würden tatsächlich benötigt. Aufgrund der weiter rückläufigen Zahlen müsse mithin Schulraum aufgegeben werden, um so die erforderlichen Schulen zukunftssicher zu machen. Herr Hermann sieht die von Herrn Krämer-Mondeau, externer Gutachter zur Schulentwicklung, im Jahr 2011erstellten Prognosen bzgl. der Schüler/-innen-Zahlen bestätigt. Trotz Schließung der Grundschule Regenbogen bestehe in Hohenlimburg immer noch ein Überhang an Plätzen. Die Grundschule Berchum/Garenfeld erreiche seit drei Jahren nicht mehr die Mindestzahl von 92 Schüler/-innen. Somit bestehe dort dringender Handlungsbedarf. Die Grundschule Berchum/Garenfeld solle deshalb Teilstandort der in Hohenlimburg nächstgelegenen Grundschule, Im Kley, werden. Da seitens der Bezirksregierung zwei Teilstandorte nicht zulässig seien, müsse dann der Standort Reh aufgegeben und die Schüler/-innen zukünftig am Hauptstandort beschult werden.

 

Frau Kaufmann weist anhand des an die Wand projizierten Stadtplans auf die zumutbaren Wege zwischen den einzelnen Schulstandorten hin. Demgegenüber sei eine Anbindung des Teilstandortes Reh an die Heide-Grundschule als problematisch anzusehen. Zum einen müssten die Fachlehrer des Öfteren den Ort wechseln und dabei lange Wege zurücklegen, zum anderen würde sich das Schulleben aufgrund der größeren Distanz sehr schwierig gestalten. Frau Fischbach hält die Schließung des Standortes Reh wegen der aktuellen Anmeldezahlen (s. Mitteilung unter TOP I.1.2) nicht für zwingend und bittet darum, alles noch einmal zu überdenken.

 

Herr Römer kritisiert die Beratungsfolge der Vorlage. Seiner Meinung nach hätte diese erst in die Bezirksvertretungen Hohenlimburg und Nord und dann in den Schulausschuss gemusst. Die Ausarbeitungen der Verwaltung hält er für sehr interessant und aussagekräftig. Das Sparen bei Kindern und der Bildung halte er für falsch. Frau Neuhaus hält die Kritik für berechtigt, jedoch müsse man diese an das Land NRW richten. Die Stadt Hagen müsse indes die Vorgaben des Landes und der Bezirksregierung umsetzen. Herr Hermann weist auf die übliche Beratungsfolge hin. Demnach werde die Vorlage zuerst als 1. Lesung in den Fachausschuss eingebracht und gehe anschließend in die zuständigen Bezirksvertretungen, bevor im Schulausschuss und abschließend im Rat abgestimmt werde. Die Schulleitungen seien gleichzeitig mit dem Versand der Unterlagen informiert und um ihre Stellungnahmen gebeten worden. Letztere würden dann zu den Beratungen in den Bezirksvertretungen vorliegen.

 

Frau Pfefferer fällt es schwer, aufgrund der Anmeldzahlen den Standort Reh schließen zu wollen. Sie möchte wissen wie viele Schüler/-innen tatsächlich aus Berchum und Garenfeld zur Grundschule in Berchum gingen. Herr Hermann antwortet, dass zehn Schüler/-innen aus Berchum und fünf aus Garenfeld kämen. Herr Walter sieht lediglich zwei Alternativen. Zum einen könne man alles laufen lassen, dann würden durch die Bezirksregierung womöglich Schulen geschlossen, die man nicht schließen wolle, oder aber man gestalte die Schulentwicklung selbst. Auf jeden Fall müsse aber das Schulsystem in Hagen zukunftssicher gemacht werden. Frau Kaufmann sieht wegen der maroden Container am Standort Reh erheblichen, teuren Sanierungsbedarf und spricht sich angesichts weiter abnehmender Bevölkerungszahlen dafür aus, diesen Standort aufzugeben. Frau Fischbach möchte die Reparaturen am Standort Reh nicht gegen die Kosten für einen vernünftigen Rettungsweg an der Grundschule Berchum/Garenfeld aufgerechnet wissen, da es diesbezüglich an beiden Gebäuden Bedarf gebe.

 

Herr Dr. Geiersbach möchte unter Hinweis auf die eng bemessene Fläche pro Schüler/-in in der Grundschule Im Kley vor einer möglichen Beschlussfassung wissen, wie sich der Schulraum dort entwickeln werde. Ein Anmelderückgang im Grundschulbereich sei für ihn in Hohenlimburg nicht erkennbar. Angesichts der zum Vorjahr beinahe unveränderten Anmeldezahlen könne man meinen, dass eigentlich nichts zu tun sei. Dieser Einschätzung schließe er sich nicht an, da in Berchum ein massiver Rückgang zu verzeichnen sei. Zur nächsten Sitzung möchte er daher wissen, ob dieser Rückgang langfristig Bestand haben werde. Die Verwaltung möge zudem berücksichtigen, dass lange Fahrten vermieden werden sollten. Seiner Ansicht nach sollte, wie bisher schon, jeder Teilstandort zumindest eine Eingangsklasse bilden können. Herr Becker antwortet, dass sich die Verwaltung um die entsprechende Darstellung bemühen werde. Bzgl. der Räumlichkeiten am Hauptstandort Im Kley führt er aus, dass in der benachbarten Hauptschule genügend Räume vorhanden seien.

 

Frau Helling-Plahr möchte sich die Zahlen gemeinsam mit ihrer Fraktion genau ansehen und sich erst dann entweder für die Schließung in Berchum oder Reh aussprechen. Sie hält Punkte, wie vertraute Lehrkräfte, Klassenverbände sowie das ausgegebene Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ für sehr wichtig. Derzeit neige sie dazu, der Vorlage zuzustimmen. Herr Löher erklärt, dass seine Fraktion keiner Schließung zustimmen werde.

 

Frau Speckmann ergänzt zu Berchum, dass ein Teilstandort insgesamt nur 46 Kinder haben müsse, dort unabhängig von der Klassenstärke auch jahrgangsübergreifender Unterricht stattfinden könne. Bzgl. Reh führt sie aus, dass die Anmeldezahlen der gesamten Schule, und nicht nur die eines Teilstandortes, gesehen werden müssten. Die Schulleitung habe dann dafür Sorge zu tragen, dass ausgewogene Klassenbildungen erfolgen. Frau Heukeroth möchte wissen, wie es sich bei der Lehrerversorgung an anderen Schulen verhält, wenn in Berchum eine Klasse mit nur 15 Schüler/innen gebildet wird. Hierzu erwarte sie für die nächste Sitzung weitere Aussagen. Frau Speckmann sagt diese zu. 

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Beschluss:

  1. Der Teilstandort Reh des Grundschulverbundes Im Kley wird ab dem Schuljahr 2015/2016 auslaufend aufgelöst. Der Schulbetrieb wird an diesem Teilstandort zum 31.07.2016 beendet. 
  2. Der bisherige Hauptstandort des Grundschulverbundes Im Kley und die Grundschule Berchum/Garenfeld werden ab dem 01.08.2016 in einem neuen Grundschulverbund geführt.
  3. Zur schulorganisatorischen Umsetzung wird die Grundschule Berchum/Garenfeld zum 31.07.2016 aufgelöst und ab dem 01.08.2016 als Teilstandort der Grundschule Im Kley weitergeführt.
  4. Der neue Grundschulverbund wird unter folgendem Namen geführt:  Gemeinschaftsgrundschule Im Kley, Kiebitzweg 6, 58119 Hagen, mit dem Teilstandort Berchum/Garenfeld.
  5. Die Zügigkeit wird auf drei Züge für den Hauptstandort „Im Kley“ und auf einen Zug für den Teilstandort „Berchum/Garenfeld“ festgelegt.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

 

x

Ohne Beschlussfassung

 

Zur Kenntnis genommen

x

1. Lesung

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage